Prenzlau in alten Ansichten Band 3

Prenzlau in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Hans Rammoser und Lutz Libert
Gemeente
:   Prenzlau
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6301-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Prenzlau in alten Ansichten Band 3'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Einleitung

Das erfreuliche und anhaltende Interesse zahlreicher Bürger und Gäste der Stadt Prenzlau ist für den Verlag Anlaß, einen dritten Band mit historisch en Ansichten aus der Zeit von etwa 1890 bis in die 193 Oer [ahre herauszugeben. Erstaunlich groß ist die Zahl der Ansichtskarten, die in diesem Zeitraum herausgegeben wurden. Neben der renommierten Buchhandlung von C. Vincent gab es die Verlage von F. Klebe und B. Krebs, später den Verlag von R. Bertuch in der Steinstraße. Auch die Uckermärkische Buchhandlung von Richard Filter und die Papierhandlung K. Dahn gaben Ansichtskarten heraus. Hinzu kamen auswärtige Verlage in Berlin, Breslau, Dresden, Leipzig, Magdeburg und Stettin, die eigene Fotografen nach Prenzlau schickten. Die Berliner Firma Klinke und Col. hatte sich aufluftbildaufnahmen spezialisiert und offerierte etwa fünf Prenzlauer Ansichten.

Im Dezember 1234 verlieh der Pommernherzog Barnim 1. dem Flecken Prenzlau das Stadtrecht und die Genehmigung zum Bau der Stadtbefestigung. Prenzlau gehört zu den wenigen Städten, die diese formelle Gründung urkundlich belegen können, andere Orte nehmen den ersten urkundlichen Nachweis als Anlaß für spätere Jubiläen. Im Sommer 1934 feierten die Prenzlauer die 700-Jahr-Feier der Stadt. Aus diesemAnlaß erschienen Ansichtskarten mit einem entsprechenden Aufdruck und es gab in Kleinserien sogar Künstlerkarten als Steindrucke.

Die vorliegende Zusammenstellung stellt sich erneut dem Ziel, ein möglichst umfangreiches Spektrum von Ansichten aus dem alten Prenzlau vorzuführen. Wenn bereits aus den vorangegangenen Bände bekannte Motive - etwa die Marienkirche - hier erneut aufgenommen sind, so liegt dieses durchaus im Interesse der Autoren. Veränderungen an den Häusern des Marktbereiches und Ladenzeichen lassen sich so vergleichen.

Für die wirtschaftliche Entwicklung und den Fremdenverkehr Ende des 19. Iahrhunderts besaß die Errichtung von Eisenbahnstrecken große Bedeutung. Neben dem Bahnhof an der Fernstrecke von Berlin nach Stralsund entstanden unweit davon die Anlagen der Prenzlauer Kreisbahnen, mit denen vor allem landwirtschaftliche Güter zu den Märkten in die 1872 gegründete Zuckerfabrik, die Molkerei, den Slachthof, die Brauerei oder zu den vier Mühlen in der Stadt transportiert wurden.

Bauern, Gutsbesitzer und Kaufleute trafen sich Ende des vergangenen [ahrhunderts in jeder zweiten Woche desWinterhalbjahres, um im 'Bórsenhaus' die Getreidepreise auszuhandeln. An den übrigen Tagen diente die Börse als Restaurant und Tanzlokal. Im alten Prenzlau gab es fünfHotels und über zwanzig Gastwirtschaften. Durstige Gäste konnten hier neben auswärtigen Marken auch das in der Uckermärkischen Brauerei-Betriebsgenassenschaft gebraute Bier genießen. Recht zahlreich unter den Besuchern der Kneipen und besseren Wirtschaften waren die

Soldaten der Garnison. Bis in die 193 Oer Iahre hinein entstanden vier Kasernenkomplexe und weitere Dienstgebäude. Heute dient nur noch die Uckermarkkaserne einer Einheit der Bundeswehr als Unterkunft. Andere Kasernen haben ihr äußeres Bild stark verändert und beherbergen heute die Grabowschule und die Verwaltung des 1993 gegründeten Großkreises Uckermark.

Ansichten Prenzlauer Bahnhofsbauten stellte freundlicherweise Herr Christian Zumpe aus seiner Sammlung zur Verfügung. Herr Gerhard Kohn überließ ebenfalls einige Aufnahmen aus Privatbesitz für diesen Abdruck. Beiden Herren gilt unser Dank. Viel Freude bei dem Neu- und Wiederentdecken des alten Prenzlaus wünschen ...

... die Autoren

Aus jeder Blickrichtung überragt die gewaltige Marienkirche das Stadtbild. Diese Ansicht entstand vom Turm der ]acobikirche und läßt auch die Geschäftshäuser an der Friedrichstraße erkennen. Rechts unten ragt das Dach des Postamtes auf und der kleine Turm in der Bildmitte gehörte zu dem Rathaus.

'frenzlau

2 Ebenfalls einen erhöhten Standort wählte der Fotograf für diese Aufnahme. So ist der reich gegliederte Ostgiebel der Marienkirche hinter den Wohnhäusern voll im Blickfeld.

3 Auf dem Marktplatz stand seit dem Mittelalter als Zeichen städtischer Rechte ein Rolandsstandbild. Bei einem Sturm stürzte die Sandsteinfigur im 18. Jahrhundert um und man vergrub die Reste. Dieses Zelt vor dem Rathaus erinnerte an die Bergung der Teile, die in das Uckermärkisc he Museum gelangten.

prenzlau

.Markt mit Rathaus und Roland-iZ~lt

4 Am 16.August 1877, dem Jahrestag der Schlacht von Vionville, wurde auf dem Marktplatz das Denkmal zu Ehren der Gefallenen im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 eingeweiht. DieAnfertigung des 1 1 Meter hohen Sandsteinmonuments übertrug ein Komitee dem Berliner Bildhauer Grieß. Das Gitter für die Umzäunung kam von der Prenzlauer Eisengießerei Hoffmann. 1938 erhielt das Denkmal einen neuen Standort am Eingang zum Stadtpark.

5 Das Rathaus entstand 1724/25 an der Stelle eines mittelalterlichen Vorgängerbaues. Unmittelbar daneben befand sich die schlichter ausgeführte Hauptwache, das Dienstgebäude der Polizei. Vor dem Rathaus die Denkmale für den 'Eisernen' Kanzler Bismarck, Kaiser Wilhelm 1. und den Grafen Moltke.

Kaiser Wllhelm-, Bismarck- und Mollke-Oenkmal

't'

6 Das Standbild Kaiser Wilhelm 1. im Mondlicht. 1871 wurde der preußische König nach dem Sieg über Frankreich in Versailles zum deutsehen Kaiser proklamiert. Er starb 1888.

z

o

-"

-

po

7 An die schmucken Giebelgestaltungen in den Hansestädten erinnerten diese Gebäude gegenüber dem Rathaus. Der Tabakwarenhändler Robert Krause bot auch selbst gefertigte zigarren an. Gern kauften die Prenzlauer bei Max Levy ein. Diese Familie lebte über zweihundert [ahre in der Stadt, bis zur Zeit des Nationalsozialismus.

Prenzlau ? Markt, Weslseile

8 Die Wittstraße war die Verbindung vom Markt zum Neustädter Damm. Der Mitteltorturm und die HeiligGeist-Kapelle bildeten den Abschluß dieser Straße.

Prenzlau - WIU-Slraóe

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2018 Uitgeverij Europese Bibliotheek