Pritzwalk in alten Ansichten

Pritzwalk in alten Ansichten

Auteur
:   Gabriele Schumacher
Gemeente
:   Pritzwalk
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5876-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Pritzwalk in alten Ansichten'

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VORWORT

Pritzwalk, die Stadt mit dem nicht genau definierbaren Namen aus dem Slawischen, liegt in einer hügeligen Landschaft ganz im Norden der früheren und heutigen Mark Brandenburg an dem Flüßchen Dömnitz. Dieser Landesteil Brandenburgs heißt die 'Prignitz'. Der während der Industrialisierung lange Dornröschenschlaf der kleinen Stadt Pritzwalk in ganz ländlichern Gebiet war immer für die von weither Kommenden reizvoll, für manchen Einheimischen, der mehr wollte, von Ungeduld begleitet.

Einmal, im Mittelalter, spielte die Stadt der Prignitz mit ihrem reichen Handwerk, ihren Wassermühlen und ihrer Lateinschule eine Rolle. Dem Schutz der Hanse hatte sie sich für kurze Zeit angeschlossen. Das Salz, dieses weiße Gold, wurde vom Norden nach dem Süden und Osten auf den Handelswegen über Pritzwalk transportiert. Namhafte Leute gingen von hier aus in die Welt;

Doch nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde es stiller um die damals gebeutelte Stadt, Fortan blieb sie eine kleine Akkerbürgerstadt im Schatten anderer Städte. Nach dem Zweiten Weltkrieg fühlten sich die Pritzwalker stets wie auf einem weißen Fleck auf der Landkarte, der still und vergessen blieb. Nicht einmal die einzige Fabrik, die Thchfabrik der Quandts gab es mehr. Erst 1969 wurde eine neue Fabrik, der 'Volkseigene Betrieb Zahnradwerk' gebaut, der der Stadt sozialen Aufschwung gab.

Als nach der Wiedervereinigung Deutschlands die Bürger

der alten Bundesländer in diese Landschaft um Pritzwalk und in die Stadt reisten, um endlich zu sehen, wie es denn auf dieser Seite der Eibe sei, fanden sie - durch weite Felder und Wälder, durch geschlossenes nicht aufgesiedeltes Land mit schönen Baumalleen begeistert - eine nach ihrem Verständnis immer noch verträumte Kleinstadt, die jedoch mit einem neuen Industriebetrieb die Augen aufgeschlagen hatte. Doch Unrast und Perfektion, die sterile Schönheit anderer Städte hatte Pritzwalk verschent.

Dieses Alt-Pritzwalk, dessen Geschichte und Gesichte auch nicht von Diktaturen beseitigt werden konnte, wird von denen, die hier geboren wurden und hier blieben wie von jenen, die von hier aus in aller Herren Länder hinauszogen und die doch immer und immer wieder in des Herzens Heimat zurückkommen, geliebt, Das ist die Stärke dieser Stadt, Wieder ist erkennbar, daß Heimat mehr ist als die ökonomische Bedeutsamkeit.

Des Pritzwalker Heimat ist der norddeutsche Himmel über den Dächern, ist die Sprache der hier lebenden Familien, sind die Gräber aus vielen Jahrzehnten. Heimat ist Erinnerung an viele Menschen dieser Stadt, an ihre Bäume und die Landschaft um sie herum. Die Pritzwalker selber schufen sich ihre Heimat in guten und schweren Tagen, und darum wird sie geliebt,

Gabriele Schumacher

1. Die Quandtsche Villa des Tuchfabrikanten Werner Quandt in Pritzwalk. Im Jahre 1879 starb der Tuchfabrikant Ludwig Draeger nach sechsundvierzigjähriger Tätigkeit, Sein Sohn Max Draeger nahm seinen Schwager Emil Quandt als Teilhaber in die Pritzwalker Tuchfabrik. Letzerer wurde später alleiniger Leiter des Werkes. Die Familie Quandt, die in dieser Villa wohnte, hatte einen nicht unbedeutenden sozialen Einfluß auf die Entwicklung der Stadt und gab vielen Bürgern Arbeit.

2. Die Stadtmauer mit dem letzten noch vorhandenen Wiekturm an der Promenade im Nordosten Pritzwalks. Die Reste der Mauer zeigen, daß sie aus Feldsteinen in sehr gleichmäßigen Schichten gebaut war. Von 1737 bis 1739 erfolgte die Einebnung der Gräben und Wälle weitgehend. Danach wurde der größte Teil der Mauer abgetragen.

3. Schumacher August Bartels mit seiner Familie in der Bergstraße Nr. 15. August Bartels war 1889/90 Mitbegründer der SPD-Ortsgruppe Pritzwalk und der Nachfolger des Vorsitzenden Hermann Lutz aus der Grünstraße Nr.6.

4. Es war über vierzig Jahre her, daß der gewaltige Stadtbrand von 1821 überstanden war. Neue Häuser waren gebaut worden, dabei waren die Straßenzüge weitgehend belassen, die Straßen führten von Süden nach Norden und von Westen nach Osten. Die Marktstraße als Hauptstraße der Stadt war ebenfalls geschlossen wieder aufgebaut und hatte Laternen und funktionierende Brunnen. Man schrieb das Jahr 1865.

5. Die Grünstraße war ebenfalls vierzig Jahre nach dem Stadtbrand wieder aufgebaut, ebenso der beim Brand eingestürzte Kirchturm. Die Grünstraße war eine Straße der Handwerker und kleinen Fabrikanten.

6. Das erste Wohnhaus der Tuchweberbrüder Draeger in der Schützenstraße war ein als Fachwerkhaus errichteter Bau. Trotz mancher Veränderungen steht es heute als erhaltener Fachwerkbau unter Denkmalschutz.

7. Die Marktstraße Nr. 30/31 biegt ein in die Wallstraße. Im Jahr 1864-1866 befand sich hier das Hotel Busse. Das Haus, das nach dem Brand von 1821 wieder renoviert und zurechtgebaut wurde, war ursprünglich das Geburtshaus des am 19. Mai 1814 in Pritzwalk geborenen Heinrich Gätke, der Jahrzehnte später als Vogelwart von Helgoland in die Geschichte der Ornithologie einging.

8. Havelberger Straße 18 und 19 um 1865. Die Gefährte waren Gespanne und Kutschen. Viele Häuser hatten im Hinterhof Ställe für die Pferde und Wagen. Eine Tordurchfahrt zum Hof war notwendig. Hier trifft die Grünstraße auf die Havelberger Straße.

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