Prüm in alten Ansichten Band 1

Prüm in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Josef Faas
Gemeente
:   Prüm
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3068-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Prüm in alten Ansichten Band 1'

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59. Prüm hatte im 19. und 20. Jahrhundert eine bestimmte Mittelpunktfunktion als Kreisstadt, als Verwaltungsmittelpunkt also, aber auch als Schulstadt und Einkaufszentrum. Zwei Bilder aus diesem Bereich: hier die Ochsen- und Schweinemetzgerei von Kar! Schwind in der Bachstraße. Von 1903 bis 1912 waren beim Fotografieren die Häuserfronten modern. Daneben trat dann ein neuer Bildtypus auf: Die Fotografen erschienen unangemeldet, ganz richtig berechnend, daß Gruppenaufnahmen auf alle Fälle 'gehen'. Den eifrig herbeigerufenen blieb keine Zeit, sich umzuziehen, man machte sozusagen Momentaufnahmen.

60. Im Jahre 1898 hatte sich der Fotograf Gary aus Trier durch eine Anzeige in der Eifeler 'Volkszeitung' angekündigt, Damals etwa entstand auch das Bild der Bäckerei Hansen. Interessant ist das Angebot im Schaufenster, vor allem die damals beliebten großen Gläser, die nicht nur Süßigkeiten aufnahmen.

61. Ein Bild aus dem Jahre 1909, heute Haus Altenburg am Hahnplatz , damals gerade aus Gerberhand an den nellen Besitzer übergegangen. Vermutlich wurde es Anfang des 19. Jahrhunderts gebaut, darauf weist der ganze Stil hin. Interessant sind auch die geschliffenen Fensterscheiben. wie man sie damals vielfach fand. Im Erdgeschoß hatte sich die Drogerie Pfingstmann etabliert , im ersten Stock wohnte Maler und Fotograf August Altenburg und im zweiten Stock befand sich das 'Zahn-Atelier' G. Jansen.

62. Des öfteren hatte Prüm hohen Besuch, doch erst ab 1914 berichten die Fotografen darüber. An den Besuch Kaiser Napoleons I. erinnerte allerdings auch eine Ansichtskarte, die das Napoleonzimmer im Hotel 'Kaiserhof', später Gebauer, zeigt. Über dem Bett hängt die erhaltengebliebene Erinnerungstafel, alles andere ging verloren. Diese Karte ist der einzige Beleg für Napoleons Ausspruch vom 'irdischen Paradies'.

63. Kaiserbesuch in Prüm. Das Jahr verlief in der 'guten alten Zeit' ziemlich einförmig ohne große Aufregungen, abgesehen von Festen, Theateraufführungen oder Jubiläen. Ab und zu gab es dann aber auch Höhepunkte, so wenn zum Beispiel wie im Jahre 1911 der Kaiser die Eife1 besuchte. Er kam auch nach Prüm und soll ganz erstaunt gewesen sein, daß er keine gotische - damals hochmodern - sondern eine barocke Abtei vorfand. Man war gerade mit dem Ausbau der Nordwestecke fertiggeworden (rechts). Devot grüßte der Landrat Seine Majestät, die Polizei stand stramm, und die Zuschauer riefen Vivat mit erhobenem Hut. Girlanden hatte man aufgestellt mit den Farben schwarz-weiß, der Fahne Preußens.

64. Besuch des Prinzen Joachim. Drei Jahre später besuchte des Kaisers jüngster Sohn Joachim die Eifelstadt auf seiner Fahrt zur Westfront. Als der Prinz am 6. August 1914 auf dem Hahnplatz stand, war er gleich umringt von einer begeisterten Menge. Als er aussteigen wollte, kam Sattler Auw gelaufen: 'En Oogebleck, Herr Prinz, dä Pfingstrnann weIl Sie noch aafphotografieren.' Der Prinz wartete geduldig, und so entstand dieses Bild.

65. Der Kronprinz von Sachsen in Prüm, Ebenfalls im August 1914 kam Kronprinz Georg von Sachsen zu Pferd nach Prüm, er war dem Oberkommando der Armee Hausen zugeteilt. Quartier hatte er bei der Familie Schwartz in der Spita1straße. Lorbeerbäume schmückten den Hauseingang, der Prinz kam jedoch durch den Boteneingang.

Freiwillige Feuerwehr Prüm 1912

66. Sehr kriegerisch sah auch die Prümer Feuerwehr im Jahre 1912 aus. Gegründet wurde sie 1883, ihr erster Branddirektor war der Lederfabrikant Moritz Alff, sein Nachfolger Lederfabrikant Albert Nels. Doch schon 1899 scheint man die Lust verloren zu haben, man mußte ein zweites Mal die Wehr gründen, die dann allerdings aufblühte und bis heute ihren aufopfernden Dienst tut.

67. Musik wurde in Prüm immer groß geschrieben, das kann man bis ins Mittelalter zu Regino und Bern von Prüm zurückverfolgen. Auch das bischöfliche Konvikt pflegte die Musik und hatte fast immer eine eigene Kapelle. Unser Bild zeigt die Konviktskapelle des Jahres 1917. Man trug Stehkragen, Schärpe und natürlich die Schülermütze: für die Sexten grüne, die Quinten und Quarten blaue, die Tertien rote, die Sekunden schwarze und die Primen weiße, natürlich mit wechselnden Bändern.

68. Nicht nur die Blasmusik wurde gepflegt, auch der Gesang. Und hier ist vor allem der Dirigent Seminarlehrer Dohm zu nennen, dessen Männerchor sich 1918 fotografieren ließ.

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