Quakenbrück auf alten Ansichten Band 2

Quakenbrück auf alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Heinrich Böning
Gemeente
:   Quakenbrück
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5140-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Quakenbrück auf alten Ansichten Band 2'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

EINLEITUNG

Die gute Aufnahme, die der erste Band 'Ouakenbrück in alten Ansichten' gefunden hat, der 1977 erschien und bald neu aufgelegt werden mußte, ermutigt uns, einen zweiten Band mit historischen Darstellungen Quakenbrücks folgen zu lassen. Wieder sind es vor allem alte Ansichtskarten, deren historischer Wert nicht hoch genug eingeschätzt werden kann, denn die privaten Fotos aus der Zeit der Jahrhundertwende stellen vor allem Personengruppen in den Vordergrund.

Die hier vorgelegte Auswahl, deren Original-Exernplare aus der Sammlung des Verfassers sowie aus dem umfangreichen Bestand des Quakenbrücker Stadtmuseums stammen, ergänzen die Ansichten des ersten Bandes. Sie machen deutlich, wie reichhaltig die Motive der 1900 nur 3 075 Einwohner zählenden Kleinstadt waren.

Erst verhältnismäßig spät, im Jahre 1894, kam in Quakenbrück die Ansichtskarte auf, denn es gab am Ort keine Kunstanstalt, die in der Lage gewesen wäre , einen solchen Druck zu fertigen. Die ersten einheimischen Verlage, Kleinert und Eckhart, nahmen vor allem die Angebote der Firmen Rosenblatt in Frankfurt, Overmeyer und Paal in Osnabrück sowie Reisinger in Köln in Anspruch.

Zunächst waren es vier bis sechs kleine Bildchen, in einem historistischen Blütenkleid zusammengefaßt; Grundlage waren Federzeichnungen. Zwei Jahre spä-

ter wurden sie auch farbig lithographiert. 1900 dienten dann schon Fotos als Vorlage für den Druck.

Bis 1905 mußte die gesamte Rückseite der Karte für die Anschrift und die 5-Pfennig-Germania-Briefmarke reserviert bleiben; die Karte erhielt bis dahin auch noch den Stempel des Empfangspostamtes. Die Vorderseite hatte somit neben der Auswahl kleiner Bildehen und dem obligatorischen 'Gruß aus Quakenbrück' auch noch die Grüße des Schreibers aufzunehmen, oft unter Beeinträchtigung der bildlichen Darstellungen.

Nach 1905 schließlich stehen die Karten mit einem Motiv im Vordergrund, oft in bestechender Qualität. Dabei ging es glücklicherweise nicht nur um die Hauptsehenswürdigkeiten und die öffentlichen Gebäude - es gibt kaum einen Quakenbrücker Straßenzug vor dem Zweiten Weltkrieg, dem nicht wenigstens eine Ansichtskarte gewidmet wurde.

Natürlich waren es besonders die Errungenschaften der modernen Zeit wie 'Hauptbahnhof", Wasserturm und Villenviertel, die als Motiv herhalten mußten, denn man wollte ja zeigen. daß die Zeit hier nicht stehengeblieben war. Aber überraschend ist auch die Anzahl der weniger sensationellen Motive, und gerade sie führen uns den Alltag früherer Jahrzehnte vor Augen.

Bisher sind etwa 500 verschiedene Quakenbrücker Ansichtskarten zwischen 1894 und 1945 nachweisbar, natürlich wiederholen sich viele Motive in ähnlicher

Form. Nach 1945 kommt noch etwa die gleiche Menge hinzu, so daß eine komplette Sammlung knapp 1 000 Ansichtskarten umfassen müBte. Eigenartigerweise kommt man in jüngster Zeit wieder häufiger auf Mehrbildkarten zurück, die auch am Anfang des Zeitalters der Ansichtskarte standen.

Unsere kleine Reise durch 100 Jahre Quakenbrücker Geschichte beginnt am Markt, früher wie heute mehr oder weniger pulsierender Mittelpunkt der Kleinstadt. Er wird aus den verschiedensten Perspektiven angeboten, auch aus luftiger Höhe des Kirchturms und schließlich in den dreiBiger Jahren vom Flugzeug aus. Die Lange StraBe bietet die größte Anzahl der Motive das Quakenbrücker Fachwerk, zunächst unter grauem Anstrich versteekt, dann fein herausgeputzt, steht im Mittelpunkt. Die Kirchen haben ihr Bild vor allem im Innern gewandelt. Die NebenstraBen in der Altstadt zeigen vielfach noch ländliche Idylle oberhalb des Kopfsteinpflasters, wenn überhaupt Pflaster vorhanden ist, Kraftfahrzeuge erobern es erst ganz allmählich in den dreiBiger Jahren, fast überall war noch Fußgängerzone. Schließlich kommen in dieser Sammlung auch die neueren Gebiete Quakenbrücks zu ihrem Recht: ein Bliek über die bis 1972 (Gebiets- und Verwaltungsreform) extrem dicht an die Altstadt herangeführte Oldenburgische Grenze, das heutige Erholungsgebiet rund um den Schützenhof, und die Neustadt rnit dem Fliegerhorst der

dreißiger Jahre sind in den historischen Rundgang mit einbezogen. Beliebte Motive waren auch die Ausflugslokale am Rande der Stadt; sie existieren meist heute noch, haben aber ihr Gesicht völlig gewandelt.

SchlieBlich wird die Ansichtskartensammlung durch einige historische Fotos ergänzt, die sich vor allem auf Ereignisse beziehen - kriegsbedingte und fröhliche wechseln einander ab und geben so ein kleines Bild vom Leben um die Jahrhundertwende.

Die Stadt Quakenbrück, historisch bedingt bis heute 'Grenzort' geblieben, liegt im nördlichen Zipfel des Großkreises Osnabrück-Land, Sie hat sich infolge der Lage abseits jeder Großstadt zum Mittler und Kleinzentrum zwischen den Räumen Artland im Süden und Oldenburger Münsterland im Norden entwiekelt und sich immer eine gewisse Unabhängigkeit gesichert. Diese Sonderstellung - insbesondere wirtschaftlich ausgeprägt - hat sich bis heute erhalten, sie kommt auch schon in vielfacher Weise bei der historischen Bildauswahl zum Tragen.

750 Jahre Quakenbrück wurde 1985 festlich begangen. Die zu diesem Ereignis erschienene Stadtgeschichte mit dem Titel 'Quakenbrück - Von der Grenzfestung zum Gewerbezentrum' zeigt den Werdegang der heute gut 10 000 Einwohner zählenden Stadt auf und gibt Auskunft über die bisher vorliegende umfangreiche Regionalliteratur .

1. Die erste Quakenbrücker Ansichtskarte erschien als Farblithographie im Jahre 1896. Das vorliegende Exemplar zeigt auf der Bildseite das Stadtwappen und fünf von Kirschblüten eingerahmte Motive aus der Stadt. Erschienen ist sie im Verlag Edmund Eekhart in Quakenbrück. Oben links sieht man das Haus Fastenrath, später wohnte dort der Stadtkapellmeister Lindhorst. Natürlich durfte das beliebte Ausflugslokal Schützenhof nicht fehlen. Es folgt das 1873 errichtete Realgymnasium, noch ohne den Erweiterungsbau; auf dem mit Beeten gestalteten Schulhof weht die schwarz-weiß-rote Flagge. Die Hohe Pforte erscheint als Mondscheinmotiv, noch ist sie in die Häuserzeile eingebunden. Schließlich findet sich das Marktplatzpanorama mit Rathaus, Spritzenhaus. Schröder'scher Villa, Marienkirche und Küsterhaus.

2. Aus der Frankfurter Kunstanstalt Rosenblatt stammt die farbige Prägepostkarte mit dem Gruß aus Ouakenbrück von etwa 1903. Neben der auch plastisch hervortretenden Blüte erscheinen in einem vierblättrigen Kleeblatt vier Ansichten von Quakenbrück: das Stadtwappen mit der Umschrift 'Magistrat der Stadt Ouakenbrück', der alte, schuppenartige Bahnhof, der von 1876 bis 1909 in Betrieb war, die Lange Straße mit der Hohen Pforte - links im Vordergrund das damals noch einstöckige Gasthaus Karlern (heute Hagspihl) und der Marktplatz mit regem Fußgängerverkehr .

· ~uafcnbrüd, ben <5ru~ cus öer alten 13ur~mänltcr,Stabt am qafcf{uffe.

[ .:":

3. 'Gruß aus der alten Burgmännerstadt am Haseflusse' - so heißt es auf der Karte, die 1899 im Verlag Edmud Eekhard erschien. Sie zeigt ein Panorama der Stadt, die bisher älteste bekannte Ansicht, im Original als Kupferstich von c.L. Reinhold um 1770 erschienen. Der Standpunkt des Betrachters ist die alte Koppel, etwa das Gebiet der heutigen Kuh- und Richterstraße. Rechts des stark überhöhten Turmes der Sylvesterkirche erscheint der Dachreiter der Marienkirche. Weiter rechts ist der Turm der Antonipforte am Beginn der Langen Straße zu erkennen.

4. Die Fliegeraufnahme aus der Zeit um 1935 (verlegt von Robert Klcinert, Quakenbrück) zeigt den Marktplatz mit den umgebenden Bauten. Bei der zehn Jahre später zerstörten Marienkirche ist die Verbindung mit der ehemaligen Franziskanerresidenz zu erkennen. Hinter dem Friedhof erkennt man das Gebäude des Burgmannshofes mit rechtwinklig anschließender Scheune, das an der Stelle der ehemaligen Landesburg errichtet wurde. Das Kriegerdenkmal vor dem Rathaus war mit einem Eisengitter umgeben. Das Schröder'sche Stammhaus (helle Fassade, über dem Ortsnamen) und das anschließende kleine Haus (zuletzt Tabakwaren Klee) standen an der Stelle der heutigen Kreissparkasse.

5. 1930 erschien diese Karte mit einem Bliek vom Turm der Marienkirche in Richtung Nordwesten, im Vordergrund die Große Kirchstraße. Rechts neben dem Chor der Sylvesterkirche steht noch die alte Evangelische Volksschule. Links ist die dicht bebaute Goldstraße und in Verlängcrung die Kreuzstraße zu erkennen, sie schließt ab mit dem Gebäude der Töchterschule, rechts davon, durch einige Bäume getrennt, der kleine Giebel der 1938 zerstörten Synagoge. Der Stadtteil Hengelage im Hintergrund erscheint noch weitgehend unbebaut.

6. Kurz vor 1900 entstand diese Aufnahme mit der Westseite des Marktplatzes und der Langen Straße. Weitgehend unverändert geblieben ist das dreistöckige Gebäude Hedemann-Juel, seit 1971 Deutsche Bank, das ehemalige Haus Trute im Hintergrund, das 1990 seine rundbogigen Fenster zurückerhalten hat und das Gebäude der Oldenburgischen Landesbank (früher Weinhaus Schröder). Die beiden Traufenhäuser mit Aufzugsvorrichtungen in der Dachgaube (Cölln, später Klee) und das Schröder'sche Stammhaus mußten der Kreissparkasse weichen. Am ungepflasterten Marktplatz befindet sich in Höhe der OLB die einzige Straßenlaterne. Noch ist das Zentrum weitgehend schaufensterfrei.

Quaken~rück. Marktplatz mit Marieo-Ktrche.

= - f

7. In Grün eingebettet zeigt sich die Marienkirche im lahre 1907. Der rechts zwischen Schiff und Chor befindliche ehemalige Festungsturm tritt im Gegensatz zur heutigen Marienkirche (nach der Zerstörung 1950 neu errichtet) kaum in Erscheinung. An der Stelle des heutigen Finanzamtes befand sich links die Viehtränke. Das Gebäude ganz links, nur teilweise sichtbar, ist der Turm des Spritzenhauses. Rechts der Kirche stand das Küster- und Schulhaus.

8. Das Foto aus dem Atelier Rudolf Engels entstand 1925: die Marienkirche bekomtt neue Glocken, die mit Pferdefuhrwerken von der Bahn abgeholt wurden und festlich bekränzt vor der Kirche eintreffen. Der nach Amerika ausgewanderte Wilhelm Heinrich Menke harte sie seiner Heimatstadt gestiftet. Schuljugend, 'Engelchcn' und festlich gekleidere Gerneindemitglieder sind auf dem fahnengeschmückten Marktplatz angetreten. Im Hintergrund steht noch das 1853 errichtete , verschindelte Fachwerkhaus der Küsterei, vor der Errichtung der neuen Schule 1895 (rechts das Dach) war hier auch die katholische Volksschule untergebracht. 1965 mußte das Gebäude dem Franziskushaus weichen.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2018 Uitgeverij Europese Bibliotheek