Querfurt damals und heute

Querfurt damals und heute

Auteur
:   Ute Müller
Gemeente
:   Die Presse in alten Ansichten
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6577-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Querfurt damals und heute'

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7 In der Nebraer Straße oberhalb des 'Goldenen Löwen' befindet sich das Schomburgk Haus. Es gehörte der Familie Schomburgk, die einige Bürgermeister der Stadt stellte. Seinen Eingang schmückt eines der schönen Querfurter Sandsteingewände.

Professor Hans Schomburgk, Zoologe und Afrikaforscher, wurde 1880 in Hamburg geboren. Immer wieder besuchte er Querfurt, die Stadt seiner Väter und Verwandten. Hier in der Nebraer Straße wohnte ein Onkel Schomburgks.

Zehn Mal unternahm er Forschungsreisen nach Afrika. Dabei entdeckte er nicht nur das Zwergflußpferd. Er erwarb sich besondere Verdienste auf dem Gebiet der Tierfotografie und drehte bereits damals Filme über die fremde Welt Afrika, die er den Menschen in Deutschland vor-

führte. Besonders interessant sind seine Bücher 'Fahrten und Fährten' und 'Zelte in Afrika'.

1957 sprach er über seine Erlebnisse in Querfurt. Zwei [ahre später überreicht die Stadt ihm die Ehrenbürgerwürde. 1959 schenkt Professor SchomburgkTeile seiner Afrikasammlung dem Querfurter Museum, die heute noch ausgestellt werden. Professor Schomburgk starb am 30. August 1967. Er wurde in Hamburg Ohlsdorf beigesetzt.

8 Die Apotheke am Markt wurde 1734 das erste Mal genannt. Mit ihrem hohen Satteldach, ihrem Zwerchgiebel und der barocken Fassadenaufgliederung ist sie ein schönes Beispiel für bürgerliche Architektur.

Das Hauptgiebelfeld wurde mit einem Hauswappen verziert. Muschelwerk, Palmetten und Rosenranken umgeben ein Wappenschild, auf dem

'Dr.]. H. S., 1766' zu lesen steht, Hinweise auf den Erbauer und das Baujahr der Apotheke. Dieser Schmuck ist keine Hausmarke im eigentlichen Sinne wie an so vielen anderen Querfurter Häusern. Es ist ein Hausgiebelschmuck, der aufWohlstand und Geschmack des Erbauers schließen läßt.

9 Der Vergleich des neuen und des alten Bildes zeigt, daß die Apotheke zwar umgebaut, aber im Wesentlichen ihres Erscheinungsbildes nicht verändert wurde. In den vergangenen zweihundert [ahren wurde dieses Gebäude ausschließlich als das genutzt, als das es erbaut worden war - als Apotheke. Nur der Name hat sich geändert. Aus der 'Engel' wurde die 'Burg' -Apotheke.

10 Eine wahre Fundgrube ist Querfurt im Hinblick auf viele kleine, das Gesamtbild einer Stadt ausmachende Baudenkmäler. Da sind zum Beispiel die verschiedensten Hauswappen oder Hausmarken. Sie schmückten die Häuser kunstvoll. Eines der schönsten Hauswappen (Bild links oben) findet man auf dem oberen Freimarkt. Über derTür des Hauses Nummer 17 wacht Justitia in einer von Blattranken und Rosen umrahmten Muschelkartusche. Darunter steht: 'PRAELIA PER MARTlS CONDEBAR PACE JEHOVAE.' Ein Hexameter der ungefähr heißt: 'In Kriegszeiten gründete man mich im Frieden Gottes.' Das Haus wurde 1 758 während des Siebenjährigen Krieges von Johann Heinrich Schomburgk, Rechtsbeistand des Stadtrates, erbaut.

Bild rechts: Der 1702 hinter dem Rathaus erbaute 'Goldener Stern' trägt über seiner Toreinfahrt eine Hausmarke mit einem goldenen Stern, einem Genius darüber und darunter der Inschrift: 'Das Haus steht in Gottes Hand,

Museum. Über dem eigentlichen Wappen steht eine Figur mit Schwert, Waage und Barett. Darunter steht: 'Diese Tür errichtete [ohann Martin Tylli am 18. Oktober 1707.'

zum goldenen Stern wird es genannt.'

Bild links unten: Ein interessantes Hauswappen ist sicherlich das Scharfrichterwappen. Einst am Scharfrichter Haus in der Grünen Straße befindet es sich heute im Querfurter

11 Oben: Die alte Postkarte zeigt einen Blick in die Burgstraße in Richtung Burg. Dem Straßenverlauf folgend sieht man den PariserTurm. Die Burgstraße gehört zu den ältesten Querfurter Straßen.

fit

Unten: So sieht der Zugang zur Burgstraße vom Markt heute aus. Der eingefügte Bogen wurde notwendig, da der Giebel des rechten Hauses einer Abstützung bedurfte. Die Bäume vor dem Haus sind eine Neuheit auf dem Querfurter Markt.

12 Vom Markt führt neben der Apotheke eine kleine Gasse zum Kirchplan. Hier steht die Stadtkirche St. Lamperti. Seit dem 12. [ahrhundert befand sich hier eine pfarrkirche. 1474/7 5 wurde eine Stiftung zum 'Cebäu der Kirche' gegründet. Der Bau der St.-Lamperti-Kirche fállt in die letzten [ahre der Herrschaft der Edlen Herren von Querfurt. 1521 wurde die Sakristei gebaut. Zwei [ahre später wurde das Dach gerichtet. Es entstand ein spätgotischer Hallenbau. Der erste evangelische Gottesdienst in deutscher Sprache wurde hier 1542 von Pfarrer Pacäus, der später wieder zum katholischen Glauben zurückkehrte, gehalten. 1566 erhielt die Stadtkirche ihre erste Orgel. Im Dreißigjährigen Krieg ließ der schwedische Generalmajor von Königsmark den Turm teilweise abtragen, um vom

Turm der Kirche aus auf der Burg nicht angreifbar zu sein. Der Brand vom 23. März

1655 zerstörte die Kirche. Nachdem sie 1659 wieder aufgebaut worden war, vernichtete der große Brand vom 29. August 1678 das Bauwerk erneut. Infolge Geldmangels konnte mit dem Wiederauf-

bau erst im [ahr 1684 begonnen werden. In Ihrer heutigen Gestalt wurde die Kirche am 7.Juli 1686 eingeweiht. 1709 erhielt derTurm seine barocke Haube. Die romantische

Orgel wurde 1890 von dem Orgelbaumeister Rühlmann erbaut. 1900 wurde die Kirche im Stil der Zeit ausge-

malt. In den nachfolgenden [ahren machten sich immer wieder Reparaturen notwendig. 1980 wurden alle Fenster der Kirche erneuert. Es erfolgte eine Restauration des Innenraumes. Die Orgel mit ihren 32 Registern und 1 791 Pfeifen wurde 1995 restauriert.

13 Der Altar der Stadtkirche wurde von [ohann Adolf I. gestiftet. Der Altar ist im Weißenfelser Barock gehalten. Sein Wappen befindet sich zwischen Gottvater und dem Gekreuzigten.

Das Hauptbild zeigt den gekreuzigten J esus mit seiner Mutter Maria und dem Jünger Johannes. Interessant ist die blaue Weltkugel über dem Gekreuzigten. Ein Band mit Tierkreiszeichen, das auf die Dimension der Welt - den Raum und die Zeit - hinweist umschling sie.

Die vier Evangelisten, links unten Matthäus mit dem Engel, darüber Lukas mit dem Stier, ihm gegenüber rechts oben Markus mit dem Löwen und darunter Johannes mit dem Adler, finden sich in der Deckenmalerei wieder.

Als 1684 mit dem Wiederaufbau der Kirche begonnen wurde, verwendete man Material aus dem zerstörten Kloster MarienzeIl. Die abgebildeten schönen, romanischen Säulen, die unter der Orgelempore stehen, stammen aus dem 12. [ahrhundert aus diesem ehemaligen Kloster. Die Verzierung an den Schäften gehören zur Königslutterer Schule.

14 Die heutige Berufsschule ist das älteste Schulgebäude Querfurts. Bereits im 1 Llahrhundert stand hier eine städtische Lateinschule. Für die [ahre 1463 und 1473 kann bezeugt werden, daß der Querfurter Stadtschreiber hier gleichzeitig Stadtlehrer war. Die Schule wurde in den beiden großen Bränden von 1655 und 1678 bis auf die Grundmauern zerstört. Nach dem Brand von 1678 konnte sie erst 1 7 19 durch Spenden wieder aufgebaut werden. Bis 1889 war sie Volksschule und wurde im gleichen [ahr zum privaten Reformgymnasium. Nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 wird die am Kirchplan stehende städtische Oberschule Kreisberufsschule.

In den vergangenen [ahren wurde die Schule von innen und außen saniert.

Querfurt

Alte Schule

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