Querfurt damals und heute

Querfurt damals und heute

Auteur
:   Ute Müller
Gemeente
:   Die Presse in alten Ansichten
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6577-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Querfurt damals und heute'

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24 Auf dem freien Platz zwischen Schule und dem ehemaligen Verlagshaus Jaeckel direkt am Querneufer wurde 1978 ein Parkplatz angelegt. Bereits 1970 eröffnete auf dem freien Platz gegenüber der Schule ein Einrichtungshaus.

25 Die Merseburger Straße wurde als Steinweg im 14. Jahrhundert durch die äußere Stadtmauer in die Stadt einbezogen.Am 29.August 1678 um die Mittagszeit ging von einer Schmiede am Steinweg das Feuer aus, das fast die gesamte Stadt verbrannte. Ein einziges Haus in der inneren Mauer blieb stehen. Es war das Feuer, bei dem Anna Regina Lasse, die Brandjungfrau im 'Goldenen Löwen', zusammen mir drei anderen Frauen elend ums Leben kam. Das war Querfurts größter Brand. Er wütete noch schlimmer als der große Brand vom 23. März 1655.Aus diesemAnlaß verlegte der Querfurter Rat den Brandbußtag vom 23. März auf den 29. August.

1 783, trotz Feuerordnung von 1 7 16, wird der gesamte Steinweg innerhalb einer Stunde Opfer der Flammen. Doch schon drei [ahre später ist der Steinweg dank vieler

Spenden aus nah und fern wieder aufgebaut.

Vor dem Steintor wurde jährlich der Ablaß- oder Eselwiesenmarkt abgehalten.

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26 Auf dem Bild links heißt der Steinweg schon Merseburger Straße. Gepflastert und elektrifiziert zeigt sie sich uns. 1901 baute die Stadt ein Elektrizitätswerk, das vornehmlich der Straßenbeleuchtung dienen sollte.

Vorn rechts erkennt man die Roßschlächterei. Das Gebäude, auf das die vom Roßplatz kommende Straße gerade zuhält, ist die weiter vorn abgebildete Gaststätte 'Fûrstcnhut'. Der Name erinnerte wie der Name 'Fûrstcnhaus' auf der Burg an die Herzöge von Sachsen -Weißenfels. Das Bild rechts zeigt die Straße, wie sie sich heute darstellt. Eine Bummel- und Flanierstraße mit vielen, schmucken Häusern und Geschäften.

27 In der Merseburger Straße steht das Seniorenheim. Westlich davon die dazugehörige Geistkirche. Zwischen den beiden Gebäuden mündet die Geistpromenade, die ihren Namen von der Kirche erhielt, in die Merseburger Straße. Das ursprünglich als Hospital gebaute Seniorenheim und die Kirche wurden 1849/50 erbaut. Die beiden großen Querfurter Hospitäler St. Georgi und St. Johannes gehen mit ihrer Geschichte

bis in die Zeit der Edlen Herren von Querfurt zurück. Es wird angenommen, daß sie Stiftungen derselben waren. St. Georgi, westlicher vom heutigen Bau gelegen, hieß das 'reine' Spitaloder 'Sundersic hen Spital'. St. Johannes, das 'unreine' Hospital, lag weiter im Osten und war offenbar für ansteckende Krankheiten bestimmt. Im Dreißigjährigen Krieg wurden beide Hospitäler zerstört. Erst 1689 wurde zunächst das Georgs-

hospital wieder hergestellt. 1842 mußte es wegen Baufälligkeit geräumt werden. Der heutige Bau ersetzte das alte Gebäude. St. Johannes konnte erst 1706 wieder eingerichtet werden. Es ging schließlich im Georgshospital auf. Die beiden vereinigten Hospitäler wurden Geisthospital genannt. Beide Einrichtungen verfügten über Mittel, die je acht Insassen ein bescheide-

nes Auskommen sicherten. Durch die Inflation ging ihr Besitz, abgesehen vom Land, verloren. Im [ahr 1879 erhielt das Geisthospital sein Statut, das erst im [ahr 1959 außer Kraft gesetzt wurde. Heute unterhält das Deutsche Rote Kreuz hier ein Altenpflegeheim mit 42 Plätzen.

28 Die Geistpromenade ist eine der Querfurter Hauptstraßen, die den Verkehr um die historische Altstadt führt. An der Geistpromenade steht das große Flachdachgebäude der ehemaligen Querfurter Winterschule. Sie wurde 1920 eingerichtet. Zuerst befand sie sich im Schützenhaus, später in Rötgers Gut. 1930 wurde das Schulgebäude hier an der Geistpromenade gebaut. Mit dieser Ausbildungsstätte und der angeschlossenen landwirtschaftli chen Beratungsstelle stieg Querfurts Bedeutung für sein landwirtschaftliches Umland. 1945 tauschte sie mit der Schule am Kirchplan ihre Bestimmung und wurde Oberschule. 1948 erhielt sie ein Internat. Es war erforderlich geworden auswärtige Schüler aufzunehmen, um den Bestand der Schule zu sichern. Sechs Klassenzimmern, ein

Speisesaal und ein Heizungskeller wurden im Iahr 1972 angebaut. Heute ist diese Schule das Haus II des Gymnasiums Querfurt.

Hier in der Geistpromenade fielen 1945 kurz vor Kriegsende noch Bomben auf Querfurt. Eine Kolonne Armeefahrzeuge hatte unter den Bäumen gehalten und war trotz der Bitten der Anwohner nicht vor den Ort gefahren, um eine Panne zu beheben. Am 11. April- die 12. US-Armee war von Ziegelroda kommend bereits zu hören beschossen amerikanische Flugzeuge diese deutschen Armeefahrzeuge. Dabei kamen 24 Menschen ums Leben.

29 Oben: Vor dem Nebraer Tor entstand im Iahr 1900 das Gerichtsgebäude. Am 29. Dezember dieses [ahres konnte das neue Gebäude des königlichen Amtsgerichtes in Querfurt bezogen werden. Das Gebäude wurde aus heimischen Bruchsteinen errichtet. Sandsteinwerkstücke aus der näheren Umgebung schmücken das Haus. Dem Gericht angeschlossen war ein Gefängnis mit 24 Aufnahmezellen. Das Gericht hatte vorher seinen Sitz auf der Burg.

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Unten: Dem Gerichtsgebäude gegenüber befand sich eine Tankstelle. Als sie im Juni

1 958 ihrer Bestimmung übergeben wurde, war sie mit einem Fassungsvermögen von 40 000 I Benzin und Diesel die modernste des Bezirkes Halle.

30 Vor demAmtsgericht trafen sich früher Salz- und Kupferstraße. Heute treffen sich hier die Straßen aus Richtung Artern, Naumburg und Merseburg. Die Chaussee Merseburg-Querfurt ist die älteste. Sie wurde 1818/19 gebaut. 1837/38 wurde die Chaussee Querfurt-Artern gebaut und 1845/46 Querfurt-Naumburg. Um der immer größer werdenden Autoflut auf diesen heute ausgebauten Fernverkehrsstraßen hier an ihrem Treffpunkt Herr zu werden, wurde 1997 ein großzügiger Kreisverkehr angelegt.

31 Der sogenannte Entenplan ist eine platzartige Erweiterung der Nebraer Straße. Der Blick geht nach Norden. Hier vor dem NebraerTor siedelten sich im 13. [ahrhundert Bauern im Schutz der Stadt an.

32 Die Zeichnung zeigt den Entenplan mit Blickrichtung Süden. Am Schlafhaus ist der ursprüngliche Anbau zu sehen, der mit der heutigen Sanierung wieder deutlich gemacht wurde.

33 Am Entenplan steht das Haus in dem der Dichter Johannes Schlaf die letzten [ahre seines Lebens verbrachte und am 1. Februar 1941 starb. Am 21. Juni 1862 wurde er als Sohn eines Kaufmanns am Lederberg 16 geboren. Nach dem Studium lebte er in Magdeburg und Weimar. Zusammen mit Arno Holz, mit dem er einige [ahre befreundet war, vertrat er einen konsequenten Naturalismus. Schlaf war in seiner Zeit ein bekannter Dichter. Die Jungen suchten ihn auf, um mit ihm zu reden. So auch 191 2 in Weimar der 28jährige Max Brod und der 2Sjährige Franz Kafka. Am Ende seines Lebens entfernte sich Schlaf allerdings weit von naturalistischen Auffassungen. Besondere Verdienste erwarb er sich

mit seiner 'Brotarbeit' . Er übersetzte die Werke der französischen Naturalisten Zola und Balzac und Walt Whitman Schriften aus demAmerikanisc hen. Besonders bekannt geworden sind 'Papa Harnlet'

und 'Die Familie Selicke', die er gemeinsam mit Arno Holz schrieb, sowie 'Meister Oelze', 'Junge Leute', 'Mielc' und nicht zu vergessen seine Geschichten aus 'Dingsda', wie er seine Heimatstadt nannte.

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