Querfurt damals und heute

Querfurt damals und heute

Auteur
:   Ute Müller
Gemeente
:   Die Presse in alten Ansichten
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6577-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Querfurt damals und heute'

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43 Auf dieser Seite ist ein altes Querfurter Kinderspielzeug der 'Querfurter Wiesenesel' zu sehen. Auch das ist der Brun, wie er auf seinem Esel sitzt und auszieht in die unchristlichen Länder des Ostens.

44 Der Braunsbrunnen befindet sich in Thaldorf. Die Quelle lag unter einem Gewölbe verborgen und wurde erst durch eine steinerne Einfassung zum Brunnen. Am Braunsbrunnen wurde 28. Juni 1936 das Brunsdenkmal eingeweiht. Brun, einer der Edlen Herren von Querfurt, 974 geboren, fand imAlter von nur 3S [ahren den Märtyrertod. Merkwürdige Geschichten ranken sich um ihn, wie die vom Braunsbrunnen. Als er dort nämlich einmal

saß und betete, kam eine Frau mit neun, schlecht unter dem weiten Gewand verborgenen Babys vorbei. Die Babys weinten und die Frau schaute recht verstört drein, also sprach Brun sie an. Es stellte sich heraus, daß die Kinder gerade von seiner Schwägerin auf dem Schloß geboren worden waren. Da sie neun Kinder auf einem Mal geboren hatte,

fürchtete die Arme das Mißtrauen ihres Mannes, der glaubte: Ein Kind, ein Mann, zwei Kinder, zwei Männer und so fort. Welches Entset zen! Kurz und gut; Brun rettete die Kinder vor dem Tod durch ertränken. Er taufte sie

mit dem Wasser des Braunsbrunnen und brachte sie bei einfachen Leuten unter. Schließlich führte er sie nach einigen [ahren ihrem inzwischen versöhnlichen Vater zu. [ahre hat es sicherlich gedauert, bis er seinen Bruder über-

zeugt hatte, ein Mann könnte in einem Augenblick Vater mehrerer Kinder werden.

45 Die Klostermühle lag westlich von Querfurt im Quernetal in Richtung Lodersleben. Lange Zeit war sie das einzige, ehemals zum Benediktinerkloster gehörige Gebäude, das die Zeit überdauert hatte. Alle anderen Baulichkeiten des Klosters waren nach und nach verschwunden. Das Kloster selbst war im Dreißigjährigen Krieg dem Erdboden gleich gemacht worden. Die Mühle wurde im [ahr 1953 bis auf einige Ruinenteile abgebrochen.

QUERFURT

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46 Westlich von Querfurt, unterhalb der Burg, lag der kleine, eigenständige Ort Thaldorf. 1 34 Anwesen zählte das kleine Dörfchen, als es am 1. Juli 1929 nach Querfurt eingemeindet wurde. Hier sprudelt der Braunsbrunnen, um den die Thaldorfer und Querfurter jedes [ahr Mittwach nach Pfingsten am sogenannten Knoblauchmittwach das Brunnenfest feiern. Damit das ganze [ahr sauberes Wasser aus der Quelle geholt werden konnte, mußte sie einmal im [ahr - am Mittwach nach Pfingsten - gereinigt werden. Sich an der Reinigung zu beteiligen, war pflicht aller Haushalte in Thaldorf. Wer zu alt oder krank war dieser pflicht nachzukommen, konnte sich mit einer gewissen Geldsumme auslösen. Nach der Reinigung, zu der die Männer mit Schaufeln und die Frauen mit

Eimern gekommen waren, wurden sie von diesem Geld mit Kuchen und Schnaps bewirtet. Ein gemeinsamerTanz beendete den Tag. Heute in der Zeit der Wasserleitung hat die Brunnenpflege nicht

mehr die alte Bedeutung. Aber der Brauch soll weiter leben. So will es auch der letzte Beschluß des Gemeinderates von Thaldorf vor der Eingemeindung. Nachdem er etliche [ahre eingeschlafen war,

werden seit 1989 wieder Brunnenherren in Thaldorf gewählt.

47 Brunnenherrenseit 1989

waren:

1989/90Walfgang Penner 1990/91 Uwe Hauschild 1991/92 Karl Cramer 1992/93 Gerd Stein 1993/94 Peter Kuhnert 1994/95 Harald OUa 1995/96 Gerold Hinkeldey 1996/97 Werner Heinrich 1997/98 Ulrich Schäfer 1998/99 Rüdiger [acob

48 Der Berg an dessen Fuß der Braunsbrunnen sprudelt, heißt Braunsberg. Haus an Haus drängt sich hier. Oft bleibt nur Platz für einen schmalen Durchgang. Solche engen Gassen, durch die der Fußgänger seinen Weg erheblich abkürzen kann, werden im Querfurter Land 'Schlippe' genannt. Auf dem Bild ist der Wasserweg zu sehen. Hier wurde 1972 lediglich der Fußweg befestigt.

49 Erste Gedanken und Maßnahmen zur Altstadtsanierung gab es bereits 1968. Nur ein kleiner Teil der ursprünglichen Altstadt zwisehen Schießgraben und Burg sollte danach stehen bleiben. Alles andere sollte abgebrochen werden. Der Plan wurde aber schon bald wieder verworfen, da man die Bedeutung der Altstadt als insgesamtes Kulturdenkmal erkannte.

Seit 1991 wird die auf einen Zeitraum von dreißig [ahren ausgelegte Sanierung der Altstadt mit Städtebauförderungsmitteln systematisch durchgeführt. Eine Maßnahme war auch die gelungene Sanierung von Braunsberg und Wasserweg.

SO Die Bürger der Gemeinde Gatterstädt sprachen sich 1994 für die Eingemeindung in Querfurt aus. Gatterstädt befindet sich nördlich von Querfurt. Es ist umgeben von Feldern und Obstplantagen. Vor allem Kirschen und Äpfel gedeihen hier gut. Die Siedlung ist etwa seit dem [ahr 1000 nachweisbar. Die Kapelle St. Petri (Klauskapelle ) wurde im [ahr 1054 erbaut, ist also romanischen Ursprungs, wie so viele dörfliche Gotteshäuser im Querfurter Gebiet. Die Kirche auf dem Bild ist die St.-GeorgiKirche. Mitte des 18. [ahrhunderts gab es hier fünfRittergüter. Auf einem, 'Oberhof' genannt, wurde am 14. Mai

1 776 der Dichter Friedrich Ludwig Albrecht Franz Krug von Nidda geboren. Er wurde

in den napoleonischen Kriegen an der russischen Front verwundet. 1 814 schied er aus der Armee. Fortan lebte und dichtete er in Gatterstädt. Viel hat er geschrieben, aber wenig ist erhalten geblieben.

slLodersleben wurde als 'Ludsleba' bereits im 10. [ahrhundert im Hersfelder Zehntverzeichnis genannt.

1 740 hatte Karl Ludolf von Dankelmann hier einen gewaltigen, barocken Schloßbau begonnen, der mehrere [ahrzehnte zu seiner Vollendung bedurfte. Zu dem Schloß gehört ein heute 5 ha großer Landschaftspark. Der berühmte Historiker Leopold van Ranke (179s-1886),dessen Mutter Friederike Lehmicke eine Querfurterin war, weilte oft im Laderslebener Park. Seine einzige Tochter Maximilliane war seit 1866 mit Rittmeister von Kotze auf Ladersleben verheiratet. Ladersleben wurde 1994 durch Entscheidung der Bürger in Querfurt eingemeindet.

52 Durch die Sekundärverbindung OberröblingenQuerfurt im [ahr 1884 erfolgte der lang ersehnte Anschluß Querfurts an das Eisenbahnnetz. Damit verbunden war der Bau des Bahnhofs im gleichen [ahr. 1904 wurde die Strecke Querfurt - Vitzenburg gebaut. Die Strecke LeipzigMerseburg-Mücheln wurde 1910 nach Querfurt weiter geführt.

Im Ersten Weltkrieg diente das Bahnhofshotel ab 1915 als Lazarett mit sechzig Betten.

QUERFURT. Bahnhof.

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