Quierschied-Saar, Fischbach und Göttelborn in alten Ansichten Band 2

Quierschied-Saar, Fischbach und Göttelborn in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Rainer W. Müller
Gemeente
:   Quierschied-Saar, Fischbach und Göttelborn
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5436-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Quierschied-Saar, Fischbach und Göttelborn in alten Ansichten Band 2'

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EINLEITUNG

Im Jahre 999 wurde der Name Quierschied zum ersten Mal erwähnt. In der damals in Rom ausgestellten Urkunde wird festgehalten, daß Kaiser Otto UI dem Bischof von Metz die Burg Saarbrükken (Sarabruca), das Besitztum Völklingen (Fulkelinga), den Warndt (Warenta) und Quierschied (Quirneiscet) zum Geschenk gemacht hat. Neuere Forsehungen haben ergeben, daß der Name Quirneiscet (quirnei = Mühle, scet = Wald) wohl mit Mühlenwald zu übersetzen ist. Die Annahme wird dadurch unterstützt, daß Otto lIl. dem Metzer Bischof auch die Mühlen auf seinem Besitztum schenkte. Möglicherweise gab es 999 in Quierschied bereits eine Mühle.

Da der Bischof seinen neuen Besitz nicht selbst bewirtschaften und verwalten konnte, belehnte er die Grafen von Saarbrücken und diese wiederum ihre Mannen mit Teilen des Lehngutes. So wechselte Quierschied mehrfach den 'Inhaber'.

Die Grafen bauten in Quierschied eine Burg, um sich nach der Jagd dort ausruhen zu können. Die Burg stand wahrscheinlich nahe dem Quirinsborn, mit Bliek zu dem im Tal liegenden Mühlenweiher.

Der Dreißigjährige Krieg brachte viel Unheil über die wenigen bäuerlichen Bewohner des Ortes. Ein Teil der berüchtigten Kratzischen Regimenter hauste hier und erpreßte Geld und Vieh. 1685 begann die Wiederbesiedlung. Ein knappes Jahrhundert später veränderte der Leibeigene Johannes Frantz den Ort, denn die Fürstlich-Nassauische Rentkammer gestattete ihm den Bau einer Glashütte. Schon drei Jahre später - Frantz war in Konkurs gegangen - erwarben die Gebrüder Köhl aus St. Johann die Hütte und betrieben sie (später durch Vopelius) bis ins 20. Jahrhundert. Die abgeteuften Gruben nahe Quierschied (Camphausen 1871, Maybach 1873, Brefeld 1872, Göttelborn 1887) zogen viele Menschen an; der Ort wurde größer.

1815 wurde Quierschied durch den Zweiten Pariser Frieden mit Preußen vereinigt. Der Ort gehörte zunächst zur Bürgermeisterei HeusweiIer und erlangte erst 1903 die Selbständigkeit. 1925 wurde gemeinsam mit Fischbach und Göttelborn ein Bürgermeistereiverband gebildet. 1974 trat im Saarland eine Gebiets- und Verwaltungsreform in

Kraft, in deren Rahmen Quierschied, Fischbach und Göttelborn zu einer Gemeinde vereint wurden.

Der Name Fischbach tauchte 1728 zum ersten Mal auf, als Charlotte-Amalie, die Fürstin von Nassau-Usingen, im Quierschieder Wald die 'FürstNassau-Usingische Hütte auf der Fischbach' errichten ließ. Doch schon vor dieser Zeit gab es Leben in oder nahe Fischbach, denn es wurde nach Erz gegraben. 1675 wurde dem Hans Caspar Obriste, Sägemüller auf der Fischbach, und seiner Frau Anna, eine Tochter geboren und auf den Namen Margaretha getauft. Die Fischbacher Schmelze wurde bis 1866 betrieben.

Fünf Jahre später wurde die Grube Camphausen angehauen; die Menschen fanden dort neue Arbeit. 1879 rollten die ersten Züge über die neue Fischbachbahn. Der Ort nahm vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg einen stetigen Aufschwung. Fischbach gilt mit seiner großzügigen Waldparkanlage heute als attraktiver Wohnort.

Der Name 'Gödelborn' (Göttelborn) läßt sich zum ersten Mal durch eine Urkunde aus dem Jahr

1735 belegen. Auch eine Grundstücksschenkung des Saarbrücker Fürsten an den Waldhüter Mathias Bauer gilt als Dokument zur Klärung der Ursprünge Göttelborns. Besagter Waldhüter baute das 'Matzbauershaus' , das zwischen 1763 und 1768 entstanden sein muß. In Göttelborn standen mehrere Torhäuser. Die Bewohner achteten im Auftrug des Fürsten darauf, daß niemand ohne Erlaubnis im Wald Holz holte und daß die Bauern nicht unerlaubt die Schweine zur Mast in den Wald trieben.

Das Göttelborner Leben änderte sich ab 1887 entscheidend. In diesem Jahr wurde nämlich die Grube angehauen. Der Ort wuchs: Bergleute zogen her, Häuser wurden gebaut. 1924 entschieden sich die Bewohner in einer 'Volksabstimmung' für den Anschluß an die Bürgermeisterei Quierschied. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann der Wandel Göttelborns vom reinen Bergmannsdorf zur Wohngemeinde.

1. Quierschieder Postkartengruß aus dem Jahr 1907. Links die 1889 fertiggestellte Hirtenwiesschule , in der Mitte die Rathausschule (erster Bauabschnitt 1899 vollendet) und rechts das Rathaus, das 1905 seiner Bestimmung übergeben werden konnte.

2. Heimkehrer aus dem Ersten Weltkrieg, die sich nach ihrer Rückkehr aus Kriegsgefangenschaft beim Gasthaus Högel zu einem Gruppenbild zusammenfanden. Die Soldaten waren aus Chalon-sur-Marne gekommen, wurden in Toule zu einem Sammeltransport zusammengefaßt und bis Brebach gefahren.

3. Am 3. Juli 1930 standen Quierschieder Gemeindevertreter am Beckenrand des neuen Schwimmbades und beobachteten, wie sich das 50 x 25 Meter große Bad mit Wasser füllte. Einen Tag später wurde das Bad offiziell eröffnet.

4. Die Zeit, da in Quierschied Landwirtschaft betrieben wurde, ist längst vorbei. Diese Aufnahme Anfang der dreißiger Jahre zeigt den Dachsbau. Links Rudolf Schäfer, in der Mitte Margarethe Schäfer geborene Stenger mit Ziege und Kühen.

5. Menschen auf der Paulsburg, und zwar aus der Nachbarschaft des Fotografen Johann Maurer. Dieser hatte sein Geschäft in der heutigen Marienstraße. 1910 zog er nach Wemmetsweiler um und gründete dort ein Fotogeschäft, das noch heute in der vierten Generation besteht.

6. Am Fronleichnamstag wurden die Häuser immer dann festlich geschmückt, wenn die Prozession durch die betreffende Straße ging. Kruzifixe mit Korpus, Marienstatuen, Blumen und Kerzen gehörten dazu. Diese Aufnahme entstand in der Humes und zeigte Barbara Meiser geborene Bost, mit ihrer Enkelin Edith Maurer geborene Kruth.

7. Beim Feiern waren die Quierschieder immer schon 'dicke' dabei. So wie hier (entweder wurde die Aufnahme am Wambenfest oder an einer Kirmes gemacht) trinken sie heute noch gerne auf ihrer und anderer Leute Wohl.

8. Das 'Quierschda Wambefeschd' ist seit vielen Jahrzehnten ein Anziehungspunkt für groß und klein. Diese Aufnahme stammt aus dem Jahr 1906 und zeigt das Festgeschehen auf dem Alten Markt. Frauen und Männer gleichermaßen, wie deutlich zu sehen, haben sich zum Bummel über den Festplatz in Sonntagstracht schmuck herausgeputzt.

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