Quierschied-Saar, Fischbach und Göttelborn in alten Ansichten Band 2

Quierschied-Saar, Fischbach und Göttelborn in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Rainer W. Müller
Gemeente
:   Quierschied-Saar, Fischbach und Göttelborn
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5436-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Quierschied-Saar, Fischbach und Göttelborn in alten Ansichten Band 2'

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19. Aus der Luft ist am besten zu erkennen, wie sich ein Ort entwiekelt hat. Diese Aufnahme zeigt den Dorfkern (ohne Paulsburg und unteren Mühlenberg, Fischbachstraße). Rathausstraße und Holzer Straße reichen noch nicht weit nach Westen, auf der Hochstraße steht gerade mal ein Haus, und die Post neben der alten Rathausschule ist noch nicht gebaut. Das Kraftwerk Weiher duckt sich noch unsichtbar in den hohen Wald.

20. Bliek in eine Quierschieder Wohnstube; die Familie hat sich für den Fotografen zurechtgesetzt, die Mutter mit der Hand-Kaffeemühle, die Tochter an der Nähmaschine, die noch mit den Füßen angetrieben wurde. Mandoline und Gitarre hängen an der Wand; früher waren Hausmusik und Volksliedersingen noch weit verbreitet.

21. 'De Karre Auguschd' war ein Quierschieder Original. 1928 machte er von sich reden, als er (August Joehem war sein Name) als Schwerkriegsbeschädigter auf Krücken von Saarbrücken nach BerIin ging. Er wollte dies als Protestmarsch gegen die schlechte Versorgung der Rentner im Saargebiet verstanden wissen. 1925 war August Joehem ein Bein amputiert worden: die Folge einer Kriegsverletzung. Später mußte auch das zweite Bein amputiert werden. 'De Karre-Auguschd' war seit dieser Zeit mit einer - später motorisierten - Karre unterwegs. Er unterhielt nach dem Krieg in Quierschied eine kleine Kaleidoskopfabrik.

22. Im Jahre 1914 vor Kriegsausbruch: Quierschieder Jungs sind als Soldaten eingezogen und in Elsenborn/Eifel stationiert. Noch sind sie bester Stimmung, doch schon bald sprechen die Waffen. Obere Reihe, von links: Jakob Krämer, unbekannt, Peter Kreuzer, Julius Schneider, Wilhelm Kurz, Alfred Schöneberger, Adolf Nauerz, Jakob Schmidt und Konrad Dillenburger. Mittlere Reihe: Jakob Theres, Jakob Kessler, August Schmidt, Nikolaus Mischo, Adolf Pfeiffer, Jakob Meiser und Peter Krächan. Unten:

Arnold Maurer, Jakob Schmidt, Ludwig Dorscheid, Jakob Martin und Peter Zapp.

23. Zur Selbstversorgung der Bevölkerung spielte der Kartoffelanbau früher auch in Quierschied eine große Rolle. Ärgster Feind der Bauern und der Feierabend-Landwirte war dabei der Kartoffelkäfer. Er fiel in manchen Jahren in Scharen über die Kartoffelfelder und machte gute Ernten zunichte. In den dreißiger Jahren, als die Plage besonders schlimm war, rief die Gemeinde zu einer großen Kartoffelkäfer-Bekämpfungsaktion auf, und es bildete sich eine Kolonne von Männern, die, mit Spritzen ausgestattet, dem 'Feind' zu Leibe rückten.

24. Am 19. August 1866 war die Quierschieder Marienkirche eingeweiht worden. Die zunächst einschiffige Kirche erwies sich bei rasch zunehmender Bevölkerungszahl als zu klein. 1896 wurde dann mit dem Anbau von zwei Seitenschiffen begonnen, die der traditionsreichen Kirche ihr heutiges Aussehen gaben. Am Feiertag Maria Himmelfahrt 1898 wurde die erweiterte Kirche, die zu den größten in der Diözese Trier zählte, eingesegnet.

25. Wenn sich früher der Bischof in einer Pfarrei angesagt hatte, so wurden umfangreiche Vorbereitungen zu seinem Empfang getroffen. Am Besuchstag selbst war das halbe Dorf auf den Beinen, denn die Bindung der Menschen an die Kirche war noch sehr stark. Unsere Aufnahme zeigt den Wagen mit dem Trierer Weihbischof, der der Pfarrei Maria Himmelfahrt am 24. April 1923 einen Besuch abstattete. Das Bild ist an der Ecke Mühlen berg! Alter Markt aufgenommen.

26. Im Jahr 1935 war Arnold Krächan vom Orden der Weißen Väter zum Priester geweiht worden, und im April des gleichen Jahres feierte er in Quierschied sein erstes heiliges Meßopfer. 36 Jahre lang war Arnold Krächan (auf dem Bild mit seiner Schwester Maria Remark, links, und Stiefmutter Anna Krächan, verw. DiIIenburger, geb. Scherer). 'Er hat den Menschen geistliche, ärztliche und intellektuelle Hilfe zukommen lassen', sagte der Provinzial der Weißen Väter, Pater Berens, in einer Festpredigt anläßIich des Goldenen Priesterjubiläums von Pater Krächan im Mai 1985. Der Missionar starb im Dezember 1989.

27. Hinweise auf närrisches Fastnachtstreiben im Ort Quierschied sind aus früherer Zeit nicht bekanntgeworden. Wenn es auch keinen durch Vereine organisierten Karneval gab, so ist doch anzunehrnen, daß sich spontan Gruppen zusarnmenfanden, um der Narretei zu huldigen. Dieses Bild aus den zwanziger Jahren beweist es. Es zeigt eine FastnachtsgeseIlschaft mit vielen bunt gekleideten und maskierten Menschen, die mit Musikbegleitung wahrscheinlich durch den Ort gezogen sind. In Göttelborn hat die Fastnacht eine längere Tradition als in Quierschied.

28. Bliek in die Backstube von Georg Müller 'im Dorf'. Er war der Sohn von 'Mahlsches Schorsch' und gründete Bäckerei und Konditorei, während sein Vater zusammen mit Frau Amalie das spätere Geschäft von 'Mahlsches Johann' gründete. Amalie war als Verkäuferin aus der Eifel nach Quierschied gekommen; ihr Mann Georg war zunächst Glasmacher.

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