Radebeul in alten Ansichten Band 1

Radebeul in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Liselotte Schließer
Gemeente
:   Radebeul
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5418-5
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Radebeul in alten Ansichten Band 1'

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9. An der 1839 erbauten ersten deutschen Ferneisenbahnstrecke Dresden-Leipzig hatte Radebeul 1860 eine Haltestelle eröffnet. Der anfangs schwache Personenverkehr nahm im Laufe der Jahre mit der wachsenden Einwohnerzahl zu. Nachdem auch Güterverkehr 1877 eingerichtet worden war, den besonders die chemische Fabrik und die Eisengießerei erforderten. konnte die Haltestelle 1881 zur Station erhoben werden. Eine wesentliche Erweiterung trat mit dem Bau der Schmalspurbahn RadebeulRadeburg ein. Schließlich wurde das alte Empfangsgebäude südlich der Gleise abgerissen, nachdem das neue am 1. Juni 1900 eingeweiht worden war. Dieses steht heute unter Denkrnalschutz, sonst aber hat die Bahnhofsanlage manche Veränderung erfahren. Das Bild zeigt sie um 1920.

10. Bliek in die Albertstraße (Wichernstraße) nach Osten. Die Straße wurde 1895 durch die Firma Eisold bis zur Kiefernstraße verlängert. Der Ortsteil Radebeul, der unserer Stadt den Namen gab, hatte sich durch die verstärkte Ansiedlung der Industrie rasch entwiekelt. 1870 war die Farbenfabrik von Bär, 1874 die Chemische Fabrik von Heyden entstanden. Die Gemeinde gab das Gelände zwischen dem Staatsforst und der Eisenbahn zur Ansiedlung frei, und so folgten bald die Eisengießerei, die Unionwerke, Kaffee-Weber und andere, die die günstige Lage an der Dresdner Stadtgrenze und Eisenbahnlinie nutzten.

11. Das Gasthofsgebäude 'Zur goldenen Krone' wurde 1897 am Turnerweg 1 von August Urban neu gebaut, und das alte , 'Lorenz'scher Gasthof' genannte, das an der Dresdner Straße stand. abgetragen. Sehnell wechselten die Besitzer, 1901 erhielt Eduard Max Kiesel die Erlaubnis für die Gastwirtschaft, aber auch zum Tanzhalten, zu Veranstaltungen von Singspielen, Gesangs- und deklamatorischen Vorträgen und Theatervorstellungen. In seinen drei Gaststuben, einer Weinstube, einem Gesel!schaftszimmer und Tanzsaal herrschte immer reger Betrieb. Kegelschub und Stehbierhalle standen auch zur Vertügung. Ab 1941 gehörte die 'Krone dann zur Fa. Madaus & Co und kam rnit dieser als Klubgaststätte zum Arzneimittelwerk Dresden.

Gasthof zur goldnen Krone, Radebeul Konz .rt- und Ballsaal

u. Restaurant "Zu den Linden" Straßenbahn 20 Pig. Stred<e ab :

Pnl;.t n1~t7 .I--PÎozioerstraße

12. Im Jahre 18921ieß sich Hugo Beutner an der Meißner Straße ein Haus bauen, um darin eine Gaststätte einzurichten. Wiederholt wurden Gesuche von ihm abgewiesen. Schließlich verkaufte er das Haus 1895 an Gustav Hermann Hantsch, der zwar eine Materialwarenhandlung betrieb, aber ebenfalls keine Schankerlaubnis erhielt. Erst als 1897 Wiedemann als neuer Besitzcr das Gesuch stellte , erhielt er die Konzession. Bald konnte er das Restaurant durch eine Veranda erweitern, cinenGästegarten einrichten und in der Etage Fremdenzimmer einbauen. Das so geschaffene 'Hotel und Restaurant' verkaufte er schon 1903 weiter.

13. Nicht nur für Kötzschenbroda und Niederlößnitz gab es einen Waldpark, auch für Radebeul legte der Verein zur Verschönerung der Lößnitz nahe der Stadtgrenze zu Dresden 1904 einen solchen an. Es entstanden birkengesäumte Wege, ein Wasserbecken mit Fontäne, ein Tennisplatz und Geräte für Kinder. Ein kleiner Bach schlängelte sich durchs Gelände. Eine aus dern Boden sprudelnde Quelle wurde zur 'Bismarckquelle' gestaltet. Bänke und eine Schutzhütte dienten den Spaziergängern zum Ausruhen in dem gepflegten 'König-Friedrich-August-Park'. Schon nach dem Ersten Weltkricg verlor er seine Schönheit, nur weniges erinnert heute noch daran.

Radebeul

Telsirosse

14. Achtzehn deutsche Siedler waren einst hier in Serkowitz ansässig geworden. Neben der Landwirtschaft diente ihnen der Fischreichturn der Eibe und der Fährbetrieb als Lebensgrundlage. Außerdem betrieb man Weinbau. Um 1900 (unser Bild) floß der Lößnitzbach noch durch das Dorf. Zur Talmühle wurde das Wasser durch den Mühlgraben geleitet. Erst 1904 schüttete man den Bach im Dorf zu. Von den Linden, die ehemals vor den Gehöften standen, sind nur noch wenige vorhanden. Einst versammelten sich unter der Dorflinde die Bewohner zu Gerichtstagen.

15. Der Serkowitzer Gasthof konnte 1987 sein 650jähriges Jubiläum begehen. Er ist durch seine Lage an der alten Poststraße von Dresden nach Meißen eine wichtige Station gewesen, hatte er doch die täglieh einkehrenden vielen fremden Gäste zu bewirten und manehe auch zu beherbergen. Als 1784 die Straße wegen der Elbhochwasser verlegt wurde , verlor der Gasthof seine Bedeutung, überstand aber die Zeit. 1863 kaufte ihn Friedrich August Huhle , ließ die alten Gebäude abbrechen und den neuen Gasthof errichten. Nach der Vergrößerung des Saales im Jahre 1899 war der Bau so. wie ihn die Abbildung darstellt. Der gemütliche Gasthof war ein beliebtes Vereinslokal. Rund 100 Jahre blieb er im Besitz der Familie Huhle. 1973 übernahm ihn die LPG Frühgemüsezentrum und rekonstruierte die Innenräume in hervorragender Weise.

16. Treffpunkt am 'Weißen Roß' um 1900. Hier kreuzen sich die Wege von Serkowitz nach Lindenau, der Mühlweg nach dem Lößnitzgrund und der Augustusweg nach Boxdorf. Auf dem zum Serkowitzer Gasthof gehörenden Gelände ließ der Wirt 1788 an der neuen Meißner Chaussee den Gasthof errichten. Als 1884 die Schmalspurbahn Radebeul-Radeburg eröffnet wurde, entstand hier ein Haltepunkt, und die Veranda des Gasthofes wurde zum Warteraum. Die Postkutsche aber stellte zu gleicher Zeit ihre Fahrten ein. Nachdem 1898 noch die Straßenbahn dazukam, ist die Verkehrssituation nur noch durch die Autos verändert worden.

17. Das 'Albert-Schlößchen' an der ehemaligen Eisoldstraße (jetzt Gohliser Straße) galt um 1900 als größtes und schönstes Etablissement der Lößnitz, wohl besonders durch seinen großen und schattigen Garten, der bis an die Meißner Straße reichte , und in dem auch Konzerte stattfanden. Neben Fremdenzimmern gab es auch einen Ballsaai und sogar eine heizbare Asphalt-Kegelbahn. Im Hof waren Ställe für die 'Ausspanne' verhanden. Viel genutzt wurde das Lokal für Familien- und Vereinsfestlichkeiten. 1922 mußte es infolge der Inflation geschlossen und versteigert werden. Seit 1991 befindet sich hier das Stadtarchiv Radebeul.

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18. Der östliche Teil von Alt-Kötzschenbroda - das Oberdorf - wie es um 1900 aussah. Die Kirche war schon 1884 wegen Baufälligkeit erneuert worden. Mitten auf dem Anger stand bis 1908 das sogenannte Comrnunhaus, in dem ein Pächter das Schlachtrecht der Gemeinde und Bierschank betrieb. An Markttagen herrschte ringsum reges Treiben. Man stellte Efeuwände , Tische und Bänke davor auf, um den Marktbesuchern und Händlern Platz zu bieten. Die alten Gemeindebrunnen vor Nieses Gut und dem Pfarrhaus wurden 1914 bcseitigt, aber lange noch stand das vom Militärverein gestiftete Ehrenmal für die Gefallenen des Krieges 1870/71.

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