Radebeul in alten Ansichten Band 1

Radebeul in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Liselotte Schließer
Gemeente
:   Radebeul
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5418-5
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Radebeul in alten Ansichten Band 1'

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29. Die 'Colonialwaren, Delikatessen und Tabakwaren-Handlung' von Paul Pönitz an der Ecke der Bahnhot- und Güterhofstraße war um die lahrhundertwende noch in einem bescheidenen Haus untergebracht. Doch gab es auch eine Weinstube, daß der Käufer die Weine und Liköre vor Abschluß des Geschäftes kosten könne. Im Februar 1913 ließ der Besitzer das alte Haus abbrechen und an seiner Stelle das große Eckhaus errichten, das mit dem vorher gebauten Seitenflügel verbunden wurde. Schon am 3. November 1913 erfolgte die Einweihung. Das Geschäft von Pönitz besteht noch heute.

30. Die Gemeinde Kötzschenbroda hat im Laufe des 19. Jahrhunderts mehrere Schulen errichten rnüssen, um mit der wachsenden Bevölkerung Schritt zu halten. Nachdem das kleine Schulhaus am Markt (kurz vor der Neuestraße) nicht mehr ausreichte, wurde 1863 eine neue Schule an der Vorwerkstraße 14 errichtet, der 1874 der Bau einer dritten Schule am Gradsteg (unser Bild) folgte. Sie war nun zwar viel geräumiger. doch 1904 wurde an der Harmoniestraße das vierte Schulhaus gebaut. Am Gradsteg richtete man 1920 die Räume als Berufsschule ein.

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31. Diese große Sängerhalle entstand anläßlich des 1908 in Kötzschenbroda durchgeführten ElbgauSängerfestes. Der 'Hornwiese genannte Platz wurde schon vorher für Vogelschießen und andere Veranstaltungen genutzt. Der Holzbau war 60 m lang und 21 m breit, hatte eine Galerie und ein festes Podium sowie Platz für 6 000 Personen. Es wurde ein gelungenes Fest. Nach Abschluß erwarb die Schützengesellschaft die Halle, die nun die 'Schützenhalle' wurde. Nach zwanzig Jahren mußte sie abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Dieser konnte 1928 eingeweiht werden und steht als 'Sporthalle" heute noch.

32. Der Landeplatz der Dampfschiffe befindet sich noch heute an dieser Stelle. 1837 fuhr erstmals ein maschinengetriebenes Schiff auf der Elbe. Dieses neue Verkehrsmittel wurde bald von vielen Ausflüglern benutzt. Den Ankommenden und Abfahrenden bot das 'Darnpfschiff-Restaurant' in seinem schattigen Garten angenehmen Aufenthalt und Ausblick auf die Eibe und die Berge der anderen Elbseite. Den Gästen standen aber auch Gesellschaftszimmer mit Piano, ein französisches Billard und eine AsphaltKegelbahn zur Verfügung. Gut bedient wurde auch, wer nur eine Schiffskarte lösen wollte. Seit 1958 ist das Haus geschlossen.

33. Das erste Elbbad hatte Adolf Hultsch 1880 eröffnet. Die dann von Emil Kleinert und Sohn betriebene Badeanstalt mußte irn Winter an Land gebracht, und im Frühjahr neu aufgebaut werden, da sie ja nur aus Holz bestand. Um das Baden an ungeschützten Stellen zu verhindern, gab man für Kinder und Jugendliche ermäßigte Badekarten aus, wofür Kieinert cinen Zuschuß aus der Gerneindekasse erhielt. Seitens der Gemeinde wurde angestrebt, daß Schulklassen gerneinsarn zum Baden gingen, doch dagegen erhoben Eltern Einspruch, da sie das als 'unberechtigte Eingriffe der Schuldirektoren' betrachteten. Errnäßigte Preise gab es auch für Arbeiter als sogenannte Saison-Badekarten. Man wollte damit etwas zur Gesunderhaltung beitragen. Wegen Verschrnutzung der EIbe wurde das Bad seit 1928 nicht wieder aufgebaut.

gruss aus Restaurant "WetUnhaus",

G. Inhaber: Max Schlösser. i)

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34. An der Stelle des 'Wettinhauses' an der Ecke Meißnerstraße-Moritzburger Straße stand erst ein kleineres Haus. Bäckermeister Winkier betrieb darin Bäckerei. Weinschank und außerdem einen Kaffeeund Kuchengarten. Die Etage hatte er an den Apotheker Reibisch vermietet. Der spätere Pächter Roßberg gab der Restauration den Namen 'Zum Deutschen Kanonier'. 18981ieß der neue Besitzer Carl Günther das Haus gänzlich abreißen und das 'Wettinhaus' errichten, rnit einer großen Gaststube und einer Stehbierhalle im Erdgeschoß. Diese dierite gleich als Wartehalle für die Fahrgäste der Straßcnbahn, die hier Endstation hatte. So war es ein gutgehendes Lokal, in dem auch musikalische Veranstaltungen startfanden. 1917 schloß es, weil die Dresdner Bank die Räume beanspruchte. Jetzt befindet sich die Deutsche Bank darin.

35. Die Aufnahme der Kreuzung Meißnerstraße und Moritzburger Straße dürfte um 1895 entstanden sein. Es gab noch keine Straßenbahn. aber den Straßengraben und Bäume an der Meißner Chaussee. Das 'Kaufhaus' ist etwa um 1880 erbaut worden. Eigentümer war um diese Zeit Franz Striegler, ein Dresdner Kaufmann. In der Etage hatte ein Zahnarzt seine Praxis, 'Zahnkünstler' steht auf dem Schild über der Tür. Neben dem Kaufhaus ist das Haus von Fabers zu sehen, und an der Stelle der heutigen 'Ochsenkopf-Fleischerei' stand noch die weit kleinere 'Fleischhalle' von Kar! Wünsche.

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36. Das 'Faberhaus' an der Meißner Straße ist sicher vielen Radebeulern bekannt. Begründer der Firma im Jahre 1873 war Hugo Faber, der mit Mützen, Schirmen und Zigarren handelte. Er ließ das große Haus erbauen. Sein Sohn machte aus dem Laden ein 'Spezialgeschäft für elegante Herrenartikel'; der Vater führte daneben den kleinen Zigarrenladen weiter. Auf dem Bild - 1906 aufgenommen - sind beide Herren zu sehen. 1921 wurde ein Teil an einen Friseur vermietet, später kam die Buchhandlung Finster dazu (heute Sauermanns). 1929 ließen die Fabers den Anbau errichten, in dem Herr Herbert Faber, der Enkel des Gründers, das Geschäft seit 1939 führt.

37. Das Haus steht an der Bahnhofstraße zwischen der Apotheke und dem ehemaligen Café Lehmann. Eigentümer war der Kürschnermeister Ernst Kupfer , der hier ein Geschäft für Pelzwaren und Hüte besaß. Er hat das Gebäude mehrmals baulich verändern lassen. 1913 wurde der große Laden angebaut. In dem kleinen Laden betrieb Frau Emilie Devantié ein Seifengeschäft. Sie besaß auch die Kötzschenbrodaer Seifensiederei. Bis vor wenigen Jahren befand sich hier das Pelzgeschäft von Albin Fischer, nun wird es bald einem anderen Zwecke dienen.

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KÖTZSCHE~BRODA

38. Der Bahnhof Kötzschenbroda wurde 1896 in Betrieb genommen, und beim Zusammenschluß der Städte Kötzschenbroda und Radebeul in Radebeul-West umbenannt. Zum Bezirk des 1910 erbauten Amtsgerichtes gehörten außer den Lößnitzorten auch Coswig. Kötitz, Niederwartha, Wildberg. Reichcnberg, Wahnsdorf und Dippelsdorf-Buchholz. Das Postamt an der Meißner Straße - 1916117 erbaut - zeigt sich heute nach Restaurierung seiner Fassade in alter Schönheit. Für das Realgymnasium wurde der Grundstein am 29. August 1906 gelegt. Schon am 7. Oktober 1907 konnte es eingeweiht , und am Tag darauf der Schulbetrieb aufgenommen werden.

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