Radebeul in alten Ansichten Band 1

Radebeul in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Liselotte Schließer
Gemeente
:   Radebeul
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5418-5
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Radebeul in alten Ansichten Band 1'

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69. Das kleine Winzerhaus, am Eingang zum Lößnitzgrund gelegen, bot nicht nur Malern ein reizvolles Motiv, es erfreute auch viele Spaziergänger und die Fahrgäste der 'Bimmelbahn'. die dicht an ihm vorbei nach Moritzburg fuhr. Es war in früheren Zeiten die Winzerwohnung zum darüberliegenden herrschaftlichen 'Grundhof' gewesen. Als der Weinbau im ausgehenden 19. Jahrhundert erlag, trennte man es von diesem ab. Lange wares noch bewohnt, bis es nach einem Brand abgerissen wurde.

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70, Die Restauration 'Flora' liegt am Weg zum Lößnitzgrund. Dort hatte Gottfried Bäßler 1828 ein Stück Weinberg gekauft und ein Häuschen gebaut. Von ihm erwarb es Frau Marie Matthes, die 1872 die Konzession zum Ausschank von Obstwein und Flaschenbier erhielt. Im zugehörigen Garten gab es auch Kaffee und Kuchen. Sie taufte ihre kleine Gaststätte 'Flora', Dem nächsten Besitzer, O. Birnbaurn, war sie zu klein, deshalb ließ er daneben das große Haus erbauen und die Schankkonzession darauf übertragen. Erst 1927 erhielt die 'Flora' durch Umbau ihr heutiges Aussehen, und war ein gern besuchtes Lokal, bis es die HO 1959 übernahm und wenig späterfür immer schloß.

71. Die Gemeinde Wahnsdorf gehörte einst zum Rittergut Herrnsdorf. Auf dem Gasthof ruhten die Realrechte des freien Salzschanks, des Brauens, Backens und Schlachtens. Mehrmals mußtc das Gebäude erweitert werden, denn besonders zur Kirschenzeit und Weinlese kamen unzählige Ausflügler hierher. Vor allem hielten Vereine - einheimische und auswärtige - hier ihre Vergnügen ab. Die Wetterwarte steht auf der Wahnsdorfer Kuppe , rund 250 m ü.NN. Man erwarb dafür etwa 1 ha Land. Die Firma Höhne in Radebeul führte den Bau aus, und am 1. August 1916 nahm die Königlich Sächsische Landeswetterwarte den Betrieb auf. Den romantischen Weg durch den Fiedlergrund nach Wahnsdorf legte der Verein zur Verschönerung der Lößnitz an.

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Gruß aus Wahnsdorf

und Fleïschere: "Zur Friedensitnde:

Bes. Ma» Lehmann

72. Der Begründer dieser Gastwirtschaft, earl Lehmann, war Weinbergbesitzer und der Dorfkrämer in Wahnsdorf. Seine Bemühungen um eine Weinschankstätte blieben lange erfolglos, denn besonders der Wirt vom Gasthof wollte keine Konkurrenz. Erst nach vielen Gesuchen erhielt Lehmann 1870 die erbetene Genehmigung. Ein Brand zerstörte 1908 das Anwesen. Es blieb nur wenig übrig, dennoch wurde der Schankbetrieb weitergeführt. 1910 war der Neubau fertig, der nun die Aufschrift Gastwirtschaft 'Zur Friedenslinde' erhielt. Hier wird man auch heute noch gern bewirtet.

73. Die 'Graue Presse hat der erst 26jährige Hermann Jacob als 'imposante Gaststätte ' verbunden mit Bäckerei auf seinem Weinberg bauen lassen. Schon zum Hebeschmaus im Juli 1899 erschienen viele Gäste. Ausschenken durfte er aber lange Zeit nur alkoholfreie Getränke. Dennoch kehrte mancher, der den Strakenweg (heute Eduard-Bilz-Straße) hinaufwanderte, bei ihm ein. Schwerer wurde es für ihn, als das 'Spitzhaus' und die 'Wilhelmshöhe' eröffnet wurden. Da spannte er einen Esel vor den Handwagen und fuhr sein Brot hinunter nach Oberlößnitz. Die Gaststätte ruht Iängst, aber aus der Bäckerei kam bisher das beliebte Wahnsdorfer Brot.

74. Das 'Fiedlerhaus' am Augustusweg 114 steht auf einem 1658 als Weinberg angelegten Gelände. Zeitweise betrieb man auch eine 'Wachsbleiche", später dann eine Gastwirtschaft. Diese wurde nach 1823 als 'Walthers Weinberg' bekannt und gern besucht. 1892 schloß die Restauration. Auf Anregung des Medizinalrates Dr. Fiedler, Leiter des Dresdner Stadtkrankenhauses, wurde das Grundstück von der Stadt Dresden angekauft und als Genesungsheim für Lungenkranke eingerichtet. Zu Ehren des Begründers erhielt es seinen Namen. Es ist seit langem Besitz des Krankenhauses Dresden-Neustadt.

75. Das 'Errnelhaus' am Augustusweg trägt den Namen seines Stifters. Der Dresdner Bürger Dr. Ermel hatte 1835 eine 'wohlgerneinte Stiftung' mit einem Kapital von 50 000 Talern errichtet und festgelegt, daß das Heim 'für rat- und hilflose, ledige, verwitwete oder sonst in Not befindliche werdende Mütter' erst dann errichtet werden solle, wenn sich die Summe durch Zinsen verdoppelt haben würde. Dieser testamentarische Wille konnte 1885 durch den damaligen Dresdner Bürgermeister Dr. Stübel und seine Frau erfüllt werden. Es ist noch irn Besitz des Krankenhauses Dresden-Neustadt.

76. Der Name 'Bennoschlößchen' wurde dem Haus an der Bennostraße erst im vorigen Jahrhundert zugelegt. In den Urkunden ist es als 'das steinerne Haus' zu finden. das etwa um 1570 im Besitz des Kammermeisters Hans Harrer, und mitten im Weinberg, errichtet worden war. Baulich hat es einige Veränderungen erfahren, doch der heutige Besitzer ist noch Weinbauer. Besonders schön ist der Bliek auf das Haus von der Weinbergstraße aus. Allerdings hat es zu dem Bischof Benno, der schon 1106 starb, keine Beziehung, und ein Schloß ist es auch nicht, aber eines kann man sagen: es ist das älteste unter den Herrenhäusern in unserer Lößnitz.

77. Unweit der einst kurfürstlichen Hoflößnitz steht dieses Turmhaus, am Fuß des Weinberges gelegen. Das Gelände war um 1900 noch wenig bebaut. Der Hofbuchdrucker Carl Christian Meinhold ließ das vorhandene Haus um 1840 umbauen und mit einem Turm versehen, wodurch es einem kleinen Schloß gleicht. Seit 1792 war es im Besitz der Familie, deren letzter Nachkomme Frau Johanna Thenius war. Die heutigen Besitzer restaurierten das unter Denkmalschutz stehende Gebäude. An der Ecke der Bennostraße steht 'Haus Leonhardt'. Es wurde 1843 im sogenannten toskanischen Stil errichtet. Um 1905 besaß es der Baumeister Fr. Wilhelm Leenhardt. mit dessen Namen es in die Denkmalliste aufgenommen wurde.

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78. Das 'Breitighaus' an der Nizzastraße (Maxim-Gorki-Straße) ist das einzige Haus in Radebeul, das ganz in Fachwerk aufgeführt ist. Es wurde schon vór 1730 in einem großen Weinbergsgrundstück errichtet, später aber mehrfach verändert und schließlich nur noch als Stall genutzt. Sein Verfall schien nicht mehr aufzuhalten zu sein. Doch in den achtziger Jahren gelang den jetzigen Besitzern mit viel persönlichem Einsatz und geschickten Handwerkern die völlige Erneuerung des wertvollen Baues. Rechts davon sind die ehemalige Gaststätte 'Zum Russen' und das Rathaus von Oberlößnitzzu sehen.

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