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Radevormwald damals und heute Band 1

Radevormwald damals und heute Band 1

Auteur
:   Bernhard Sieper
Gemeente
:   Radevormwald
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1933-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Radevormwald damals und heute Band 1'

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EINLEITUNG

Nachdem ich von 1976 bis 1981 für den Verlag Europäische Bibliothek, ZaltbommeljNiederlande sechs Bildbände 'Radevormwald in alten Ansichten' zusammenstellte, soll nun eine neue Bildbandreihe 'damals und heute' Programm des Verlages sein. Es ist verständlich, daß sich in sechs Bänden mit Bildern aus der Zeit zwischen 1880 und 1930, der Vorrat aus heimisehen Familien die noch alte Fotos besitzen, erschöpft hat. Wenn nun keine genaue Zeitspanne für die neue Bildfolge angestrebt ist, so kann der Begriff 'damals' vieles beinhalten was zeitgeschichtlich zurückliegt, Vom Buchtechnischen her sind 38 alte Bilder von heute, solchen von 1982 gegenüberzustellen. Das ist nicht viel an Motiven, doch das neue Moment ist der sich zeigende Entwicklungsvergleich unserer alten Stadt. Es gelang mir nur aus der Zeit der fünfziger und sechziger Jahre Bilder und Fotos ausgeliehen zu bekommen, abgesehen von eigenem Bildmaterial. Was in diesem Band an Gegenüberstellungen zu sehen ist: ich habe das alles als Reporter miterlebt und kann daher Ereignisse behandeln, die nach heutigen Gesichtspunkten schon 'damals' sind.

Noch in keiner anderen Zeitepoche als der nach 1945 ist unsere alte Stadt einem so schnellen Wechsel von Stadtbildern unterworfen gewesen. Man kann sagen, daß täglich Erinnerungsstätten verschwinden. Die

Zivilisation verdrängt nicht nur Bausubstanz, sie wandelt auch den Volkstumscharakter. Wissenschaftlich wird zur Zeit schwer darum gerungen, unsere Mundart zu bewahren. Trabantenstädte umdrängen den inneren Stadtkern und haben veränderte Lebensbedingungen geschaffen. Was nicht durch die Denkmalspflege geschützt ist, geht unwiederbringlich dahin. Auch sterben zuviele alte Mitbürger, die sich noch alter Zeiten entsinnen,

Dieser Band hat den Vorteil, daß mancher noch die Dinge und Geschehnisse kermt, die behandelt werden. Sicher waren viele Mitbürger Augenzeuge. Wenn ich erstmalig Unfälle mit einschalte, dann sind sie solcher Natur, daß eine Wiederholung undenkbar ist. Ein zur Abschreckung aufgestelltes Unfallauto würde in unseren Tagen fast täglicher schwerer Unfälle seine Wirkung verloren haben. Der Teich von Kleinsiepen ist heute so gesichert, daß dort niemand mehr im Auto ertrinken kann. Mag zwar ein entflohener Affe wie ihn Hanns Frangenberg auf dem Dach des Hauses Geissler noch im Schnappschuß erfaßte mal wieder auftauchen können, so aber kaum wie im Foto festgehalten. Und was die Bullenjagd der Polizei betrifft, so wird wohl solch ein 'Stierkampf' nicht wieder bei Heesmühle stattfinden. Hans Aldermann als Fotograf heimiseher Zeitgeschichte konnte die

Schnappschüsse liefern aus gemeinsamer Pressezeit. Wenn ich in diesem Buch das größte und schrecklichste Unglück unserer Stadt ausspare, dann um nicht an bleibende Wunden von Mitbürgern zu rühren. Solches 'damals' bedarf noch vieler Zeit, der Gegenwart gegenübergestellt zu werden.

Welche Bilder vom damaligen Leben unserer Stadt die nun vorliegen sind dahin, also ohne Bilderinnerung verloren: Da wäre die malerisch so schöne, jetzt verschwundene Ortschaft Kotten. Von dem Titanwerk besteht nur noch ein Rest. Einen Gardeverein und einen Arbeiter-Radfahrverein gibt es nicht mehr. Spannagels oder heute Ambrocks Teich ist nur noch von bescheidener Größe und ohne die Möglichkeit des Schlittschuhlaufs. Auf dem Gelände von Steins Fabrik wurde das Hallenbad erbaut. Auch am Hölterhof findet sich keine Allee mehr. 'Finkenecke' ist längst dahin. Kein Zug fährt mehr und über verbliebenem Bahnschotter soll eine Umgehungsstraße gebaut werden. Wo die Schule Herbeek stand, werden heute Autos gehandelt. In Herbeek findet man keinen Feilenhauer mehr. Unser beliebter Bahnhofsbau verschwand auf Müllhalden. Aber was ist denn noch geblieben von den alten Dingen die unser Leben ausmachten und die uns bereicherten? Jahr um Jahr ziehen noch die Schützen durch die Innenstadt, so als sei

die Zeit der Schiefer- und Fachwerkidylle vorherrschend geblieben. Noch singen unsere zahlreichen Gesangvereine und erfreuen durch manches Konzert. Unsere durch drei historische Stadtbrände feuerscheu gewordene Gemeinde. ist ohne Feuerwehr undenkbar, ja sie moderuisiert sich laufend um schlagkräftig zu sein. Pflaumenkirmes im September bleibt Volksfest seit Jahrhunderten, wenn auch an anderer Stelle als früher. Eine Ziegelei dürfte aus Mangel an Material nicht wieder entstehen. Zwar demonstrieren zum I. Mai nicht mehr die Gewerkschaften in der Stadt, aber sie versammeln sich in Räumen. Ackermannsmühle wird kein Mehl mehr liefern, aber gastronomisch eine Bereicherung für den Fremdenverkehr werden. Von Finkenecke werden noch lange unsere alten Mitbürger zu berichten wissen.

Wenn zu einem alten Foto kein Gegenbild unserer Tage erscheint, hat das motivliche Ursachen. Die Schule Herbeek habe ich in den Vordergrund gerückt, weil diese frühere Schule verschiedene Klassengerneinschaften die bestanden zu eiriem Fest 1982 vereinte. Nun muß sich erweisen, ob Bilder unserer Stadt wie ich sie ausleihen konnte, und als Gegenbilder selbst schuf oder durch meine Frau fotografieren ließ, ankommen. Was die Zeit auch an Veränderungen gebracht hat, es gilt, heimatbewußt zu bleiben.

1. Da unsere Stadt durch die Grafen von Berg als Festung angelegt wurde, wählte man das Höhenplateau vor dem Anstieg zum Sauerland. Also wurde in freier bäuerlicher Landschaft der befestigte Häuserkreis geschaffen. Doch blieb es im Laufe städtischer Entfaltung nicht aus, daß nur nach Norden der alte Zustand der direkten Begegnung von Stadt und Land bestehen blieb. Das nördliche Stadttor führte von der Hohenfuhrstraße die Kottenstraße hinab über die Ortschaft Kotten weiter nach Önkfeld und dann ins Märkische hinein. Viele Jahrzehnte war von Kotten aus der Bliek auf das Stadtbild ein sehr beliebtes Malermotiv wie es Fritz vom Stein geschaffen hat mit Bauernhof Buscher inmitten wogender Felder, überragt von den vier Kirchtürmen.

Als Fritz vom Stein die Ortschaft Kotten mit dem Stadtbild als Hintergrund malte, hätte niemand von uns Radevormwaldern gedacht, daß gerade hier eine Hochhaus-Trabantenstadt, die Nordstadt, entstehen würde. Was aus der Ortschaft Kotten an Altbauten übrig blieb, ist lediglich das im Tal vordergründig zu sehende Haus Enneper. Selbst der Bauernhof Buscher ist als Neubau zu sehen. Vom Stadtbild blieben die beiden barocken Kirchtürme der reformierten und lutherischen Gemeinden. Das Corso-Theater und die Turnhalle der Geschwister-Scholl-Schule sowie der Wohnblock Hohenfuhrstraße sperren den Bliek auf die Altstadt.

2. Fritz vom Stein zeichnete lange vor seinem Tode die markanteste Ecke unserer Stadt, den Beginn des Engpasses Kaiserstraße, Er wollte damit das bauliche Charakteristikum nach dem Stadtbrand von 1802 als wohl bleibendes Bild festhalten. Dort wo an der Alten Post nach links die Hohenfuhrstraße abzweigt und nach rechts beirn Hause Ruckebier die Grabenstraße, stand zur Festungszeit das Kölner Tor als Zugang zu unserer Stadt von Westen, Hohenfuhr- und Grabenstraße folgen dem Verlauf des nicht mehr vorhandenen Stadtgrabens vor der abgetragenen Stadtmauer. Die vordergründige Breite der Kaiserstraße läßt die Stadtausweitung nach Westen erkennen. Die Türme von lutherischer, katholischer und reformierter Kirche gaben Radevormwald den Namen vieltürmige Bergstadt.

Wer nach Veränderungen an der Alten Post fragt, wird auf den ersten Bliek erkennen, daß jetzt Ampeln den Verkehr an der markanten Ecke regeln. Nach links zweigen noch Hohenfuhr- und Telegrafenstraße ab. Von rechts blieb die Grabenstraße bestehen, die als Einbahnstraße nur Ausfahrt zur Kaiserstraße hat. An den Gebäuden ist am Dach des früheren Hauses Wild zu erkennen, daß das Dach bereits abgetragen wurde und eine Renovierung des alten Hauses vorgesehen ist. Zwei Wahrzeichen der Stadt, die Türme der lutherischen und der reformierten Kirche, überragen das Stadtbild im Bliek von Westen nach Osten. Wo man seit Jahrzehnten gemütlich einkehrte, in der Alten Post, treffen sich auch heute noch viele Bürger und Gäste.

3. Schon von der Architektur her war das Haus Meier an der Ecke Kaiser- Weststraße bemerkenswert. Statt der bei Bauten sonst üblichen geraden Seitenwand war hier eine winklige Abschrägung zur Weststraße hin erfolgt. Fritz vom Stein hat zeichnerisch den alten Zustand des Hauses so festgehalten, wie es war in jenen Zeiten, als Meiers 'Prinz' hier seinen Gemüseladen hatte. Da nach altem Rader Volksbrauch zu Ostern Eier gekippt wurden, was bedeutete, daß man Eier gegeneinander schlug, um ihre Festigkeit zu erproben, war der Eierstand von Meiers 'Prinz' der bevorzugte. Die Eierschlachten, so kann man sagen, fanden ja auf dem so nahen Marktplatz statt, der zu einer weißen Wahlstatt von Eierschalen wurde.

Das für das gewerbliche Leben am Marktplatz einst so bedeutsame Haus von Meiers 'Prinz' an der Ecke Kaiser- und Weststraße ist in seiner Bauform erhalten geblieben. Die Dachkonstruktion ohne spitze Zusarnmenftihrung der Dachflächen blieb erhalten. Doch nach den Jahrzehnten die seit der alten Zeichnung vergingen ist das Haus renoviert worden und hat den Laden zur Kaiserstraße hin behalten, ohne die Tradition eines Gemüsehandels fortzusetzen. Das Foto wurde von der Ecke Ost- Kottenstraße im Bliek gewählt. Die rechtsseitigen Markt-Häuser Pohlig, Lahme und Meskendahl blieben in ihren Formen erhalten, doch sind sie modern renoviert.

4. Mag das Postkartenfoto des Kunstverlages 'Monopol', Inhaber W. Voerster, Solingen, bildhaft wenig über das alte Bergerhof als Industrievcrort besagen, so ist doch die vor 1914 noch wenig bebaute Eiberfelder Straße dokumentarisch festgehalten mit den langst verschwundenen Bäumen der Allee. Das auf der rechten Seite befindliche Haus der Fabrikantenfamilie Frowein steht noch heute. Dagegen verschwand das kleine Haus Weyrauch links, in welchem wohl damals der erste Turnwart des Herbecker Turnvereins Paul Weyrauch wohnte. Man sieht auf der stillen Straße Kinder mit weißen Kitteln, Ein Mädchen bewegt ein Rad, wie es lange Zeit als 'Schibbelband', Spielzeug der Jugend, genutzt wurde. Nahebei in den Gaststätten Gustav Ruckebier, Robert Louis und bei Vespers am Bahnhof traf man sich nachbarschaftlich.

Wie sehr sich unser Industrievcrort Bergerhof nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte, zeigt im Vergleich zur alten Postkarte von vor 1914 ein heutiges Foto. Zwar steht noch rechts vorne das Haus der Fabrikantenfamilie Frowein, doch linksseitig sind Bauten entstanden die das Bild vom modernen Bergerhof prägen. Durch die Abholzung der Straßenbäume wurde Platz gewonnen, die durch Bergerhof führende B 229 so zu erbreitern, daß sie dem Verkehr unserer Tage gerecht wird. Hohe Peitschenmasten verraten die heutige Ausleuchtung der Fahrbahnen. Durch Aufgabe der Eisenbahn verlor Bergerhof seine Bahnstation, bekam aber ein neues Zwelgpostarnt an der B 229, die hier die Bezeichnung EIberfeider Straße hat.

Beroerhol oei Rade D. Wald.

5. Die fotografische Anstalt August Krauskopf war 1909 Verleger einer Postkarte 'Bergerhof bei Rade v.Wald'. Standort des Fotografen war die Waldhöhe auf Börkel zu, dort wo sich heute der Kornmunalfricdhof befindet. Von links her sieht man den Bahnhof Bergerhof und dahinter die Fahrradwerke Bismarck. An der EIberfelder Straße ist Haus Ruckebier zu sehen. Zweite Industrieanlage an der rechten Bildseite ist die Titan Elektrizitäts AG. Der Talgrund von Leimhol war noch nicht bebaut. Da inzwischen die rechte Seite der auf Lennep zu führenden EIberfelder Straße bebaut wurde, ist solch ein Fotobliek nicht mehr gegeben.

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