Radevormwald damals und heute Band 1

Radevormwald damals und heute Band 1

Auteur
:   Bernhard Sieper
Gemeente
:   Radevormwald
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1933-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Radevormwald damals und heute Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Wäre das Gelände linksseits der Hölterhofer Straße nicht Bauland für neue Wohnviertel geworden, für die die Straße wichtigste Zufahrt ist, die schattige Lindenallee hätte erhalten werden können. So aber wurden zwei Fahrbahnen erforderlich und der zeitgernässe Ausbau der Straße. Man sieht die abfallende Straße hinab den Beginn neuer Wohnblocks. Im Tal hat die Straße eine Weiterführung durch Linkskurve zur Industriestraße hin. Hinter dem Waldbereich liegt Dieplingsberg und Hagelsiepen, doch nach dort erfolgte kein Straßenausbau. Wo einst Kutschen zum Ausflugslokal 'Hölterhof' rollten, hat das Auto freie Fahrt.

16. Die westliche Seite des Marktplatzes am Beginn der Südstraße ist viele Jahrzehnte Produktionsort der Schloßfabrik H.W. Rocholl gewesen. Packstube und Büro befanden sich links, wo ein Postbeamter den Briefkasten leert. Dann sieht man das beschieferte Haus Engstfeld. Es folgte der dreistöckige Bau in welchem sich das Gemüsegeschäft Weber befand vor dem Eckhaus Böhmer zur Kaiser- und Weststraße hin. Der Bliek fällt auf die 'Süße Ecke' des Hauses Krauskopf am Beginn der Nordstraße und zur Oststraße hin auf die Ecke Meskendahl. Friedenseiche und Ehrenmal sind zu erkennen und rechts im Schatten war die Metzgerei Alex Knipping.

Bei der Benennung der Straßen unserer alten Innenstadt des historischen Festungskerns hatte man es einfach, Das Foto des heutigen Zustandes mit Bliek von der Süd- zur Nordstraße benötigt keinen Kompaß. Von der Grabenstraße her steigt die Südstraße zum Marktplatz hoch. Was sich hier der rechten Ecke Knipping gegenüber veränderte, ist das linksseitige Warenhaus Nickel und die sich anschließende Apotheke. Auf dem mit Steinplatten bedeekten Marktplatz blieb die Friedenseiche erhalten. Betonumfassungen mit Gewächsen sind Akzente der modernen Beleuchtung. Am Beginn der Nordstraße wurde die sogenannte 'Süße Ecke' zwar renoviert, aber in ihrer Bauform nicht verändert. Rechtsseitig blieb alte Bausubstanz erhalten.

17. In unserer alten Stadt hat es zwar zuweilen Todesfälle durch Unglücke gegeben, die schockierten, doch erst der Kraftverkehr brachte es mit sich, daß solche Unglücke als warnende Beispiele dienten. Täglich konnte sich so etwas wiederholen. Der besonders tragische Tod zweier junger Männer aus Ennepetal am 2. September 1961 regte Polizeikommissar Karl-Heinz Trott an, das Unfallauto als warnendes Beispiel auf dem Marktplatz ausstellen zu lassen mit dem Schildhinweis: 'Ergebnis 2 Tote.' Vor den Häusern Lahrne, Pohlig und Halbach ist das total zerstrümmerte Autowrack zu sehen, das in der Kurve vor Möllersbaum gegen einen Baum raste. Nur weil zuvor und auch bis heute 1982 nicht wieder so drastisch optisch gewarnt wurde, obwohl die Zahl der Todesfälle überhand nimmt, sei das Foto einbezogen.

Dort, wo Polizeikommissar Karl-Heinz Trott das völlig zerstörte Unfallauto 1961 zur Abschreckung wegen der zwei Toten die der Unfall forderte, ausgestellt hatte, ist der Häuserhintergrund zum Glück nicht abgerissen, sondern renoviert worden. Der rechte Bau Helmich beherbergt eine Zeitungsredaktion. An der Nordseite des Marktplatzes, hinter der sitzenden Gruppe junger Menschen, befindet sich im Haus Lahme das Warenhaus HilI. Rechts Café Pohlig wurde Gaststätte. Der steinausgelegte Marktplatz ist Treffpunkt vieler Bürger geworden. Moderne Kandelaber und einige angepflanzte Bäume sind Akzente neuer Marktplatzgestaltung ohne die früheren Ehrenmale, die entfernt wurden. Nur das Ehrenmal für den Krieg 1914/1918 befindet sich jetzt noch im Kollenbergpark.

18. Vor Jahren war die markante Straßenecke Ispingrader Straße-Kohlstraße-Hölterhofer Straße nur eine ins Ländliche führende Wegeabzweigung die das Ende der Stadtstraßen begrenzte. Rechts befand sich noch der Heckenbereich des ländlichen Anwesens Engstfeld. Es standen noch Milchflaschen zum Abholen bereit. Ein Schild weist auf das damals noch in der Ortschaft Kaffekanne bestehende Café hin. Im Hintergrund rechts sind die Häuser der Ortschaft Höh zu erkennen, was deutlich macht, daß noch keine Bebauung hinzu den weiteren Orten Laakbaum und Ispingrade angestrebt war.

Aus dem ab Hof Engstfeld früher abzweigenden Landweg Ispingrader Straße ist die ausgebaute Stadtstraßenecke Ispingrader Straße und Hölterhofer Straße und rechts, als neue Straße angelegt, die Straße An der Eick geworden. Dafür hat man die nach Kaffekanne führende Kohlstraße bis hinter das Transformatorenhaus an der Ispingrader Straße verlegt, den Knotenpunkt zu entscharfen. Das bedeutet die bauliche Verlängerung des Stadtbereiches bis nach Laakbaum. Die Aufgabe bäuerlicher Grundstücke hat die Stadtentfaltung auch hier nach Süden hin stark gefördert. Neben den Altbauten Hürxtal und Engstfeld, entstanden viele neue Wohnhäuser.

:.

~=-- .

--~"';;-?~

---~-

--~ ..? -

.;--"" -

19. Um 1925 war der Bau eines Feuerwehrgerätehauses am Hohenfuhrfeld akut geworden. Die Bauarbeiten wurden aufgenommen. Am 29. Mai 1959 stand das moderne Gebäude mit Sitzungssaal und Turm zum Schlauchtrocknen. Alex Knipping wurde Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Radevormwald. Für alle notwendigen Löschfahrzeuge gab es zentral Garagenplatz. Der Rat der Stadt, der im Rathaus keinen ausreichenden Sitzungssaal hatte, konnte im Feuerwehrhaus tagen. Noch befand sich rechts von der Feuerwehrunterkunft das alte städtische Schiefernhaus, das Zellen besaß, um Obdachlose übernachten zu lassen. Das Hohenfuhrfeld war ein guter Platz für Übungen und Ausfahrten.

Der Grund dafür, daß man unsere Radevormwalder Feuerwehr nicht mehr in dem so repräsentativen Bau am Hohenfuhrfeld findet, ist wohl der, daß schon nach 1945, als die Feuerwehr die örtlichen Krankentransporte durchführen mußte, eine enge Verbindung mit dem Krankenhaus bestand. Mag inzwischen das Johanniterkrankenhaus über einen eigenen Unfalldienst verfügen, so kann man bei schweren Unglücken ohne Feuerwehr, die über entsprechendes Gerät verfügt, nicht auskommen. So findet man 1982 die Feuerwehr mit Dienst- und Garagenräumen an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße beim Johanniter-Altenheim und in Steinwurfweite vom Krankenhaus.

20. Wenn am 2. Juniweehonende Musikkapellen im Stadtbereich zu hören sind und die Bevölkerung Spalier bildet auf den innerstädtischen Bürgersteigen, dann heißt es: 'Se kommen'. Wer da kommt, kann seit 1708 nur der Schützenverein mit seinen Gästen, befreundeten Schützenvereinen aus dem Bergischen und dem Sauerland, sein. Es gibt keinen traditienelleren heirnatlichen Brauch als dieses Fest, wenn zur Zeit der ersten Heuernte die Grünröcke mit den federgeschmückten Hüten, mit Kaisern-Königen und Fahnen marschieren, denn eine ganze Stadt wartet auf einen neuen Schützenkönig, der alte Bürgertugenden repräsentiert. Auf dem Fotoschnappschuß im engen Teil der alten Kaiserstraße sind noch Willi Braatz und Hugo Bever zu erkennen.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek