Radevormwald damals und heute Band 1

Radevormwald damals und heute Band 1

Auteur
:   Bernhard Sieper
Gemeente
:   Radevormwald
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1933-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Radevormwald damals und heute Band 1'

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Die frühere Finkenecke, benannt nach dem Friseurgeschäft Finke, das sich vor der Gaststatte Hasenburg befand, ist zum bedeutsamen Verkehrsknotenpunkt geworden. Das Haus Finke mußte dem Straßenausbau weichen, da durch die neue Führung der Hohenfuhrstraße zu dieser Ecke der entsprechende Verkehrsraum benötigt wurde, zumal man die hier ebenfalls mündende Ülfestraße auch ausbauen mußte. Ohne Ampelanlage wäre es kaum noch möglich hier Fahrzeuge ven der Kaiserstraße her abbiegen zu lassen. Auf der Kaiserstraße sieht man links die Häuser Hasenburg, Osenberg und den alten Postbau, der schon lange durch einen neuen Postbau 500 Meter entfernt, als Postdienststelle überflüsslg wurde.

36. Zu einer Corrida, also einem Stierkampf, kam es bei uns am 4. Januar 1963. Mag es zwischen einem spanischen Kampfstier und einem deutschen Bullen Rasseunterschiede geben, gefährlich sind beide Vertreter des männlichen Geschlechtes unter Kühen. Nur von einem organisierten Kampf zwischen Mensch und Tier konnte keine Rede sein, denn bei uns in Deutschland gibt es keine Stierkampfarena. Und so hatten Metzger in Bergerhof keinen Matador zur Hand, der einen im Schlachthaus wildgewordenen Bullen mit Degenstich töten konnte. Der Bulle hätte das auch nicht geduldet, da er einen Ausflug ins Radevormwalder Gemeindegebiet dem Tod im Schlachthaus vorzog. Erst die zur Hilfe gerufene Funkstreife hatte in dem Beamten Wolf gang Schmidt den Matador, der sich mit gezogener Pistole darauf einlassen konnte, diese unfreiwillige Corrida siegreich zu beenden. Als Schutz diente ein Lieferwagen.

Da, wo die Ülfe- Wuppertalstraße an Unterste Mühle oder Heesmühle vorbei führt, gab es, allerdings bei Schnee, die einzige Corrida bisher auf Radevormwalder Boden. Sie endete mit dem Sieg der Metzger nur, weil eine Polizeipistole einen spanischen Degen ersetzen mußte. Mag ein bergischer Bulle nicht einem spanischen Stier an Beweglichkeit gleichzusetzen sein, so hat doch jeder Furcht vor einem wildgewordenen Bullen. Am Kampfplatz wurde das alte Mühlhaus von Heesmühle zur Gaststätte. Aber die alten dieken Mauern blieben und erinnern an Zeiten, da man hier Hafermehl bekommen konnte. Am oberen Ülfebad ist ein Kinderspielplatz geschaffen worden.

37. Es ist zu einem neuen Brauch geworden, daß sich ehemalige Schüler nicht mehr bestehender Schulen als Erwachsene treffen, ihrer Schulzeit zu gedenken. In diesem Jahr 1982 hat Rudi Wohlfahrt solch ein Treffen für die Schule Herbeek ausgerichtet. Zur Erinnerung gab es das wohl älteste Foto des nicht mehr vorhandenen Schulbaues. Es dürfte 1910 gewesen sein als die beiden Lehrer Speckbötel und Grub vor dem Schulhans standen, das, wie das Foto es zeigt, über dem mittleren Eingangsteil einen spitzen Abschluß mit türmchenartigem Ausklang hatte. Der Schulhof zur Straße hin war schon mit jungen Bäumen bepflanzt, auf dem die Schulkinder ungefährdet spielen konnten.

Mit der Ausweisung des Geländes nahe der Volksschule Herbeek zum Gewerbegebiet verschwand nach Aufhebung der Schule das Interesse an der Erhaltung des Schulgebäudes. Dieses stand rechts vom heutigen Gelände des Autohauses Seiferth. Ein Wohnhaus bei einer Autoverkaufs- und ReparatursteIle war nicht gefragt. Daher können die vielen Kinder die die Herbecker Schule besuchten, nicht einmal den baumbestandenen Schulhof mehr finden auf dem sie auf einer Böschung an der B 229 in den Pausen spielten und wo sie eine gute Schulausbildung erfuhren. Bergerhof, und somit auch das verbundene Herbeck, bekam eine neue in Pavillons gegliederte Grundschule. Der alte Schulbau war dazu nicht zu verwerten.

38. Als Bild 20 erschien in Band 5 eine Ansicht der längst nicht mehr vorhandenen Spannagelschen Ziegelei am Spring el mit Bliek auf die Espertstraße. Nun folgt ein Bild des Unternehmens von der Seite der Gewölbegänge zum Beschicken des Brennofens bei den beiden Schornsteinen. Rohmaterial, also Lehm, wurde dort entnommen, wo sich das Baulager der Banfirma von Ernst Schwanz befand. Die Ziegelei wurde vollständig abgetragen als nach dem Ersten Weltkrieg das Rohmaterial ausging und sich das Ziegelbrennen bei uns nicht mehr lohnte. Heute ist an dieser Stelle ein Lager der Baufirma Ph. Kreckel Söhne.

Da wo sich die Gewölbegänge der ehernaligen Spannagelschen Ziegelei befanden, errichtete die Baufirma Ph. Kreckel & Söhne ihr Baulager. Durch Erdanschüttungen in den zur Ziegelei gehörenden Teich bekam man ausreichend Baugrund. Die Flurbezeichnung hier 'Im Springel' deutet auf Wasservorkommen, was wohl zur Teichbildung führte. Rechts auf der Höhe sieht man Haus Faupel an der Weststraße und links überragend Häuser an der Kaiserstraße. Dort wo Jahrzehnte die Bahn vorbeifuhr, ist eine Umgehungsstraße geplant.

Zum Abschluß dieses Gedicht:

RADEVORMWALDER HEIMAT

Als sich die Wasser des Devonmeeres verliefen, blieb eine Gebirgsfalte aus erhdrtetem Schlamm,

verwitterter Tonschiefer und Grauwacke. Auf solcher Höhe bis zu 421 Meter stutzten rodend den wachsenden

Urwald germanische Urväter

zu bàuerlichem Sein in

naturschöner Harmonie.

Es blieb der Name der Heimat Rodungvordem Walde

als Radevormwald, bewacht

von sturmerprobten Turmhähnen. Ab 11. Jahrhundert wurden wir Untertanen und Festungsbewohner der Grafen von Berg, von denen sich der Landschaftsname

Bergisches Land ableitet. Wenn es um Streit ging,

Kampf und Tod, war querköpfige Glaubensspaltung die Ursache. Der Tradition verhaftet

waren Handel und Wandel meerwärts gerichtet bei ozeanischem Klima.

Der Rote Hahn fraß dreimal Balken, Kalkfelder und Schiefer

der sich enganlehnenden Häuserketten gediegener Lebens- und Wohnart. Lied- und tumfreudig ûberstanden

wir Jahrzehnte und suchen nun

nach den Spuren heimatbewußter Jugend.

Radevormwald im Mai 1982

Bernhard Sieper

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