Radevormwald damals und heute Band 2

Radevormwald damals und heute Band 2

Auteur
:   Bernhard Sieper
Gemeente
:   Radevormwald
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2429-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Radevormwald damals und heute Band 2'

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29. Was hat sich gegenüber früher in der Hohenfuhrstraße verändert? Nach dem Abriß des alten Hauses Drecker wurde der Neubau Busenbecker bis an die Kottenstraße als moderner Wohnblock errichtet und der bestehenden Fluchtlinie angeglichen. An der linken Seite der Kottenstraße verschwand das Kohlenlager Busenbecker. Aus dem früheren Pfarrgarten des Pastorates Burgstraße wurde eine städtische Grünanlage, Bürgersteige wurden angelegt um beim steigenden Kraftverkehr in der Hohenfuhrstraße Fußgänger zu schützen. Der mit roten Ziegeln bedachte Hausteil des Anwesens Flüs war einmal Polizeistation für einen berittenen Gendarmen. Aus der früheren Volksschule wurde eine Gaststätte für Türken. In unseren Tagen wird die Hohenfuhrstraße als innerstädtische Umgehungsstraße genutzt,

30. Den beiden Postbeamten Karnper und Bomewasser ist es zu danken, daß die heute noch lebenden Schüler und Schülerinnen der Schule Hahnenberg von 1934 ermittelt werden konnten. Auf dem Foto der Schulklasse sind zu sehen erste Reihe: Erich Ritter, Karl-Heinz Schaumburg, Heinrich Wader, Karl Kötter, Lehrer Schwermer, Martha Schmidt, lrma Buschhaus, Gerda Sieberg, Hilde Geizenhauer, Brunhilde Schäfer, Edith Busch, Else Üllenberg und Lieselotte Langeneckardt. Zweite Reihe: Kurt Huckenbeck, Helmut Höller, Elli Fischer, Ursula Pilgram, Grete Wellershaus, Magdalene Huckenbeck, Herta Fischer, Auguste Pilgram, Else Huckenbeck, Martha Kreckel und Willi Wader. Dritte Reihe: Willi Fischer, Hans Ottofülling, Ernst Pilgram, August Aldermann und Hans Wellershaus. Vierte Reihe: Erwin Ottoftilling, Artur Schmidt, Alfred Vöpel, Erhard Schaumburg und Kurt Schmidt. Elf Schüler sind verstorben. Lehrer Bruno Schwermer unterrichtete nur ein Jahr in Hahnenberg als Nachfolger von Lehrer Lockemann. Weiterer Lehrer war Alfred Wagener, der im Zweiten Weltkrieg fiel.

31. Der Baum bei der früheren Schule Hahnenberg steht noch. 1934 wurden dort die Schulkinder mit Lehrer Schwermer fotografiert. Inzwischen gibt es langst keinen Schulunterricht auf Hahnenberg mehr, Aus dem Schulbau ist die Pension Unkrieg Hahnenberg geworden. Symbolisch krönt das Pensionsschild ein Hahn, der dem Ort seinen Namen gab, Nach einer alten Legende sollen drei Männer im Gemeindebereich den Dreißigjährigen Krieg überlebt haben, die sich durch Hornsignale verständigten, noch zu leben. Einer der Männer vergab an die beiden anderen seinen Anteil an Besitz für einen schwarzen Hahn. Und so soll Hahnenberg entstanden sein. Welch blühende Ortschaft war doch der Berg der Hähne. Durch den Bahnbau von 1910, gab es Feiern und Feste. Ja, man hatte nicht nur eine eigene Bahnstation, sondern auch eine örtliche Postvertretung. Schon während der Hungerjahre im Ersten Weltkrieg war Hahnenberg Ziel vieler sogenannter 'Hamsterer', denn nur unsere Bauern vermochten Not zu lindern. Bahn und Post sind dahin. Dafür hat Hahnenberg heute das Busdepot des Radevormwalders. Verschwindende Bahndämme verändern die Landschaft, aber den Weg von der früheren Schule nach Rädereichen gibt es noch. Und man hat noch die Hahnenberger Sänger, die heimische Volksliedtradition zu bewahren wissen.

32. Am 6. Februar 1852 wurde in unserer Stadt ein Jünglingsverein gegründet, der männlichen Jugend ein Heim für Freizeit zu schaffen. Später gab es die für ganz Deutschland geltende Vereinsbenennung: 'Christlicher Verein junger Männer.' Man hielt sich dabei aber nie streng an Lebensalter, sondern sah als jung an, wer im christlichen Glauben sich bewährte. Erst unsere Tage haben es mit sich gebracht, daß auch weibliche Mitglieder Aufnahme finden können. Erstes Heim der Vereins war bis 1945 der Germaniasaal an der Hochstraße. Dann erwarb man das Haus des Kindergartens an der Grabenstraße. Im Jahr 1961 wurde vom CVJM der Grundstein zu seinem neuen Heim an der Hermannstraße gelegt. Vorsitzender Erich Wader nahm den Festakt vor, Er war beruflich Rendant der lutherischen Gemeinde und ist schon seit Jahren verstorben.

33. Das dritte Jugendheim des CVJM, an der Herrnannstraße gelegen, hat, wie ein Foto von 1983 ergibt, diese Ansicht, die wie ein Wohnhaus wirkt. Der Brand des ersten Jugendheims mit Saal an der Hochstraße brachte dem Verein große Verluste, da auch Mobilar verbrannte. Dann hatte man schlichte Räume im ehemaligen Kindergartenbau an der Grabenstraße gehabt, die Druckerei Ringsdorff wurden. Der Neubau eines Jugendheimes mußte geplant werden wie es die bescheidenen Vereinsmittel erlaubten. Als Nachbar hatte man das Lehrlingsheim der evangelischen Gemeinden, das heute Haus des Blauen Kreuzes fûr Alkoholkranke ist. Die Lage des CVJM-Heims gegenüber den Friedhöfen der evangelischen Gemeinden bedingte, daß nach Beerdigungen die Vereinsräume als Orte für den sogenannten 'Reuzech' genutzt werden. Das bedeutet, trauernde Familie und Freundeskreis trinken nach einer Beerdigung im CVJM-Heim Kaffee. Was hat sich zwischen Grundsteinlegung des Heims und nun 1983 geändert? Der vereinseigene Sportplatz unterhalb des Kommunalfriedhofes ging verloren. Im Vereinsnamen heißt es nun statt 'Christlicher Verein jungen Männer', 'Christlicher Verein junger Menschen'.

34. Mit der Anlage eines ersten Sportplatzes 1923 auf der Höhe des Kollenberges, bekam unsere Stadt eine Sportstätte, die sich größter Beliebtheit erfreute. Vor allen Dingen die 'Radevormwalder Kampfspiele' brachten viele Sportler und Gäste in unsere Stadt. An der Stelle des historischen optischen Telegrafen auf der höchsten Platzböschung stand noch der Bau der früheren Gaststätte Zöltzer, der einen Turm gehabt hatte. Hier war noch 1849 eine Station der Telegrafenleitung von Berlin bis zur Festung Ehrenbreitstein. Mit optischen Signalen wurden Nachrichten weitergegeben. Rechts von dem alten Haus befand sich ein Raum für die Spielleitung und Preisvergabe. Im Vordergrund fand Hochsprung statt. Radevormwalder wie Willi Reinbott, Heinz Konze, Paul Mühl und Paul Schuster brachten gute sportliche Leistungen.

35. Wenn 1983 der Sportplatz Kollenberg nicht mehr der einzige städtische Sportplatz ist, er bleibt der Ort aller wichtigen sportlichen Entscheidungen. Die Jugendspiele der Schulen werden hier ebenso ausgetragen wie Vereinswettkämpfe. Durch die Anlage eines zweiten Platzes am Telegraf hat man die Möglichkeit, gleichzeitig zwei Veranstaltungen durchführen zu können. Dort wo der optische Telegraf bis 1849 stand, wurde das Haus des Platzwartes abgetragen. Ein neues Platzwarthaus entstand und auch Jugendräume für Leistungsbewertungen und Umkleideräume. Sonst aber hat sich, von Mischwald umsäumt, der hochgelegene Sportplatz seit 1923 bewährt. Bei Dunkelheit ist seine Flutlichtanlage weithin zu sehen.

36. Wenn je für eine Mitbürgerin ein Leben sportlichen Erfolges vorauszusehen war, dann bei der Tochter des Heimleiterehepaares Heinz und Margret Rosendahl vom Haus des Sportes. Das ist auch heute noch die Ausbildungsstätte des Westdeutschen Sportbundes auf der geschichtlichen Höhe des optischen Telegrafen in unserer Stadt. Eine Schülerin der städtischen Realschule die von den eigenen Eltern zu immer besseren leichtathletischen Leistungen gesteigert wurde, war Heide. Sie stand bei den Bundesjugendspielen stets als erste Siegerin mit den meisten Punkten im Mittelpunkt vielseitiger Bewunderung. Dabei waren die schulischen und musischen Leistungen der Sportierin ebenfalls gut, so, daß nicht von einseitiger Ausrichtung die Rede sein konnte. Bürgermeister Ewald Meskendahl zeichnet auf dem Erinnerungsfoto Heide Rosendahl aus. Die größten Tage im Leben der dann Frau Eckert gewordenen Radevormwalderin waren am 2. und 3. September 1972 bei den Olympischen Spielen in München die Goldmedaille im Weitsprung mit 6.78 Metern, die Silbermedaille im Fünfkampf und die Goldmedaille als Schlußläuferin bei der vier mal WO Meter Staffel. Solch ein Erfolg durch Fleiß und Willenskraft, brachte unserer alten Stadt weltweites Ansehen auf dem Wege zur Sportstadt. Die Athletin bleibt unvergessener Ansporn der Jugend.

37. Im Gegensatz zur Schülerinnenzeit von Heide Rosendahlläßt ein Foto von heute erkennen, wem die Sportlerin ihre Welterfolge verdankt. Da ist links der Vater Heinz Rosendahl. Auch er errang Meisterehren wie seine Tochter. 1948 warf er den Diskus 46 Meter weit. 1951 warf Heinz Rosendahl 46.97 Meter und war somit zweimal deutscher Meister in seiner Disziplin. Der väterliche Traum, auch die Mutter war begeisterte Sportlerin, seine Tochter zu olyrnpischen Ehren zu führen, ging in Erfüllung. Dazu gehörte wohl tägliches nicht einfaches Training für die Tochter. Aber ein Diskusmeister vermag nicht alle Höchstformen für Sprung und Lauf zu vermitteln. Gert Osenberg wurde Trainer. Er sitzt rechts der großen Sportlerin. Sie hat den amerikanischen Basketbalispieler John Eckert geheiratet. Aber als Bergische haben die Rosendahls und Familie Eckert Wohnung in BergischNeukirchen bezogen, denn nach den Berufsjahren in unserer Stadt ist man doch bergisch geblieben und schätzt die heimische Landschaft in der stets der Erfolg aus Mühe und Willenskraft zählt.

38. In unserer Schulgeschichte war die Aufhebung der alten Landschulen eine einschneidende Maßnahme. Auch die Volksschule Herbeek verschwand. Dafür wurde erstmals in Bergerhof eine Grundschule gebaut, deren Pavillons der Klassenräume sich am Rande des Waldes gliedern, der sich an der Lessingstraße befindet. Bei der Einweihung am 17. Oktober 1958 waren unter anderen anwesend: Fabrikant Ehrenbürger Fritz Hardt, Schulrat Richwin und Bürgermeister Hans Jendges. Auf dem Foto von der Schuleinweihungsfeier sind zu erkennen: Superintendent Becker und die Stadtvertreter Kunze und Dörpinghaus.

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