Radevormwald damals und heute Band 2

Radevormwald damals und heute Band 2

Auteur
:   Bernhard Sieper
Gemeente
:   Radevormwald
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2429-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Radevormwald damals und heute Band 2'

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39. Seit der Einweihung der Grundschule Bergerhof sind 25 Jahre vergangen. An den Klassen-Pavillons hat sich nichts verändert. Auf dem Schulhof ist ein Baum gewachsen aus dem zu erkennen ist, wie die Zeit vergeht. In diesem Jahr 1983 verstand es die Schule durch eine Projektwoche Anerkennung zu finden. Die dem Feuerwehrhaus gegenüberliegende Schule ist zum neuen kulturellen Mittelpunkt der Orte Bergerhof und Herbeek geworden. Auf dem Schulhof enden die alljährlichen Martinsumzüge, Im schattigen Wald neben dem Schulgelände sind Spielgeräte für die Jugend. Hier lassen sich Waldfeste feiern, Viele der Herren die an der Schuleinweihung teilnahmen leben nicht mehr. Die Herder- und die Goethestraße sind Einbahnstraßen geworden, wohl zum Schutze der vielen im Schulviertel wohnenden Kinder.

Burg strasse

40. Der Straßennarne 'Burgstrasse' soll, so wird vermutet, seinen Ursprung darin haben, daß sich zur Festungszeit ein burgartiger Bau am Stadtgraben befunden haben soll. Das alte Postkartenfoto dürfte aus der Zeit sein, als sich links der lutherischen Kirche gegenüber die Brauerei und Gaststätte mit Kaisersaal, Feckinghaus befand. Über eine zweiseitige Treppe gelangte man in den Bau, der stets als 'Burg' bezeichnet wurde. Hier fanden große Feste und Theateraufführungen statt. Angebaut sieht man einen Teil der Gaststätte Wild. Gegenüber rechts sind die Häuser Sieberg und Hecker zu erkennen. Vor der lutherischen Kirche waren die Ahornbäume, die der Jugend oft als Fußballtore dienten, noch jung. Da es noch keine Spielplätze wie heute gab, hatte der Küster den Ärger zerstrümmerter Kirchenfenster hinzunehmen.

41. Im Vergleich zum alten Bild der Burgstraße wird der heutige Betrachter wohl kaum erkennen, daß sich nicht mehr die ursprüngliche lutherische Kirche von 1804 im Straßeneinblick erhebt, sondern die vor Jahrzehnten erfolgte Rekonstruktion durch den Radevormwalder Architekten Waldemar Specht. Das war eine bauliche Notwendigkeit, die man als Kulturtat ansehen kann, Der mit Kreuz und Turmhahn geschmückte Turm ist, wie der Architekt bekundet, etwas höher geworden, was niemand bemerkt. Der Kircheneingang erhielt nach dem Neubau einen wettergeschützten winklig überdachten Eingang. Aus der Gaststätte Feckinghaus, die Union-Theater geworden war, ist das Warenhaus Prix entstanden. Noch war die Gaststätte Wild nicht abgerissen. Die Straße ist Fußgängerbereich mit Pflanzen und Blumenschmuck geworden.

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42. Als 1950 die Badetage im Ülfebad endeten wegen bakterienverseuchten Wassers der 11000 Quadratmeter großen Fläche, da bekam das Bad den Charakter eines Freizeitparks. Als Augenweide für die Bevölkerung wurde ein Schwanenpaar angeschafft, das sich bewundern ließ. Aber die zu große Bewunderung durch viele Menschen mißfiel den Schwänen. Sie flogen in die Umgebung und fanden den Kollenberg als ruhigeren Ort. Vom Bauamt wurde Eitel Litzau als Schwanenfänger eingesetzt. Wie ein Foto beweist hatte er Glück und konnte einen Ausreißer zunächst im Stall des Hofes Hübel am Kollenberg unterbringen. Eitel Litzau war kein Lohengrin. Man konnte ihn befragen nach seinem Erleben mit den Schwänen, Leider ließen sich die schönen Wasservögel im Ülfebad nicht halten. Sie erforschten das Tal der Ülfe auf ihre Weise und setzten sich auf die Wupper in Dahlhausen ab. Seither begnügen wir uns im Tal der Ülfe mit Enten, die zwar nicht so romantisch wirken wie Schwäne, aber ortsgebunden bleiben.

43. Mit der Flucht der beiden Schwäne aus dem früheren Ü1febad hat für unsere Stadtgemeinde keine 'schwanenlose Zeit' begonnen. Zwar wollten die Tiere nichts mehr von der Unruhe an der Ülfestauung wissen, da sie sich beim Brüten gestört fühlten, doch zur heimisehen Wupper fühlten sie sich hingezogen. Dort sind die Uferbereiche so, daß niemand die Tiere stören kann. 1983 kann man feststellen, daß die tierliebenden Dahlhauser Bürger an der Wupperbrücke zur Hardtstraße hin, die beiden WupperSchwäne mit Nahrung versorgen. Wir Radevormwalder Stadtbewohner haben eingesehen, daß man Schwäne nicht dort ansiedeln kann wo wir Menschen es wünschen, sondern dem tierischen Bedürfnis nach ungestörter Entfaltung nachgehen müssen.

44. Nach 1905, als die Herberge 'Zur Heimat' an der Ecke KaiserstraßejHochstraße verschwand, wurde der feste dreistöckige Bau von Hotel Henn mit seinen Dachausbauten zu einem der drei Mittelpunkte bürgerlichen Gesellschaftslebens. In der Nacht zum 13. April 1945 begann hier der kriegsbedingte Brand innerstädtischer Häuser, dem auch Hotel Henn zum Opfer fiel, weil unter Artilleriebeschuß und Wassernot die Feuerwehr den Bau nicht zu retten vermochte. Karl Henn als Grundstückseigentümer zögerte nicht, den Wiederaufbau seines Hauses zu betreiben. Da die Wiederaufbauplanung unserer Stadt eine verbreiterte Kaiserstraße vorsah, sah sich Walter Henn April 1953 für seinen Vater um 20 000 Mark geschädigt. Er war der einzige bisherige Burger, der mit einem großen Schild auf dem Hennschen Ruinengrundstück öffentlich protestierte. Bevor der Neubau begann, fanden auf dem Grundstück erste Wochenmarktverkäufe statt, Mochte der Appell an die Stadtvertretung ohne Erfolg bleiben, Haus Henn erstand neu, aber nicht mehr als Hotel, sondern als Gewerbe- und Wohnbau.

45. Mochte der bisher einzige optische Bürgerprotest von Walter Henn um den Wiederaufbau von Hotel Henn ohne Erfolg bleiben, ein neues Haus Henn entstand. An der Ecke Kaiserstraße/Bischof-Bornewasser-Straße gliedert der vierstöckige Steinbau die neue Kaiserstraßenzeile zur Ecke Ülfestraße hin und die Bischof-Bornewasser-Straße empor. Gab es hier keinen neuen Hotelbau wie früher, so hat doch der Mieter Volksbank gewerbliches Leben gebracht. Dazu ist Wohnraum mitten im Stadtzentrum beliebt. Aus der im Vordergrund beginnenden früheren Bahnhofstraße wurde die heutige Schloßmacherstraße als Zugang zu einem neuen Geschäftsviertel. Würde nicht der Turm der reformierten Kirche die Neubauecke vom Haus Schwanz aus überragen, unsere Stadt wäre hier nicht mehr wiederzuerkennen.

46. Der Ausflugsort Spreelermühle an der Radevormwalder Gemeindegrenze ist seit Jahrzehnten beliebtes Ziel. Gerade hier an der Straße Remlingrade-Kühlchen kreuzen sich die Waldtäler abwärts nach Rernlingrade-Bahnhof und aufwärts nach Schlagbaum. Auf dem Saalberg vor Schlagbaum befindet sich die einzige Sonnenuhr des Wanderbereiches. Auch kann von Spreelermühle aus über Hölzerne Klinke nach Beyenburg gewandert werden. Nach einem alten Foto gab es einmal gegenüber der Gaststätte Regeniter in Spreelermühle, linksseits der Verkehrsstraße, eine Parkanlage mit Teich. Das ergab ein reizvolles Landschaftsbild. Viele auswärtige Besucher kehren gerne zum Kaffeetrinken an Sonntagen in Spreelermühle ein, wo es zwei Gaststätten gibt.

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47. In Spreelermühle, gegenüber der Gaststätte Regeniter, sind die Anlagen linksseitig der Straße nach Külchen nicht mehr vorhanden. Die Aufnahme verrät aber, daß das schöne Waldtal hinab nach Rernlingrade-Bahnhof nach wie vor besteht und Wanderern ebenso Freude bereitet wie Gästen der Ausflugsortschaft. Man kann von hier Beyenburg ebenso erreichen wie die Sonnenuhr auf dem Saaiberg oder die Heilenbecker Talsperre. Uberwiegen in unseren Waldbereichen sonst die Fichten, so blieb um Spreelermühle Mischwald bestehen. Da der verstorbene Radevormwalder Maler Paul Wellershaus oberhalb von Spreelermühle in Vorm Baum sein Atelier hatte, sind gerade diese Grenzlandbereiche zur Mark hin in bleibenden impressionistischen Kunstwerken bewahrt,

48. Folgt man der Wupper von Krebsöge her auf Wuppertal zu, erreicht man als ersten Textilindustrieort Dahlhausen. Der Ortsname deutet auf hohes Alter hin, doch kommt der Name vom weit oberhalb gelegenen Rittersitz Dahlhausen, dessen Geschichte im 16. Jahrhundert beginnt. Die Ortschaft Dahlhausen lag lange im geschichtlichen Dunkel und wie sie sich auf einem alten Foto präsentiert, ist sie entstanden durch das industriell notwendige Wasser der Wupper und das Zusammenwachsen von Industrie und Wohnbauten für die Beschäftigten. Nach der Rückkehr der Textilindustrie aus französischem Zollgebiet nach 1812, entstand das Ortsbild von Dahlhausen. Von Keilbecker Höhe aus sieht man im Tal das Herrenhaus Hardt, dann die Fabrikbauten Hardt, Pocorny & Co. Es folgt höhenwärts die Häuserzeile von Beschäftigtenhäusern, der Schulbau und das heute nicht mehr vorhandene Mädchenheim. Dort waren beschäftigte Arbeiterinnen untergebracht. Die Wupper trennt Privat- und Werksgelände.

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