Radevormwald in alten Ansichten Band 1

Radevormwald in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Bernhard Sieper
Gemeente
:   Radevormwald
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1278-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Radevormwald in alten Ansichten Band 1'

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9. Der Verlag Max Biegel, Elberfeld, wählte für die Stadtansicht einen Fotostandort von der nördlich gelegenen Neustraße aus, wo sich bis heute noch Gartenbereiche erhielten. Links sind Häuser der Blumenstraße zu sehen, in die mit der Industrialisierung seit 1815 auch Hessen einzogen. Die vier markanten Kirchtürme unserer Stadt erscheinen von links nach rechts so: reformierte Kirche, katholische Kirche, lutherische Kirche, altlutherische Kirche als jüngste des Stadtbildes von 1852. Die das Stadtbild überragenden Fabrikschornsteine weisen von links nach rechts, auf die Lage der Fabriken Bisterfeld & Stölting, Ludwig Rocholl, H.W. Rocholl und Meskendahl & Ambrock hin,

aus i(adevormwald. Markt.

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10. Da die topographische Struktur des Marktplatzes mit der ihn durchquerenden Kaiserstraße und den abzweigenden Straßen, Süd- und Oststraße, sich nicht veränderte, muß die um 1901 entstandene kolorierte Postkarte 'Gruss aus Radevormwald Markt', ohne Verlegerangabe, befremdlich wirken. Durch Fotomontage entstand das in der Natur so nicht zu schauende Bild unbekannter Großräumigkeit. Noch war nur die rechte Marktplatzhälfte, mit der nach der Reichsgründung gepflanzten Friedenseiche, Ehrenstätte des Gedenkens an Kriegstote. Links aber vor der Gaststätte Meskendahl standen grünende Linden.

11. Der 1976 achtundachtzigjährig verstorbene, bedeutende Radevormwalder Kunstmaler Paul Welletshaus schuf in seiner kräftigen, auf malerische Effekte ausgehende impressive Malweise, den Kartengruß aus Radevormwald, während des Ersten Weltkrieges verlegt bei Bernhard Bornewasser, Weststraße. Der das Bild linksseitig begrenzende Steinbau aus kaiserlicher Zeit, war an der Ecke Weststraße-Lindenstraße städtisches Wohnhaus für Bürgermeister Hochstein, der in den zwanziger Jahren von der Feuerwehr verabschiedet wurde, als er unsere Stadt nach Dienstende verließ, Zuletzt war in dem Haus die Stadtbücherei und dann die Telefonie der Post untergebracht. Nach Abriß des Gebäudessteht nun ein moderner Bau der Post an dieser Stelle. Die Fabrikschornsteine der innerstädtischen Schloßfabriken, verschwanden ebenfalls aus dem Stadtbild.

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12. Eine Stadtansicht von 1901, erschienen im Verlag von F.W. Fieseler, läßt erstmals den Bahnkörper mit dahinter sichtbarem Gartenhaus von 1772 erkennen. Lutherische und reformierte Kirche überragen hoch das zum Marktplatz aufsteigende Stadtbild. Die katholische Kirche hat noch einen stumpfwinkligen Turmabschluß. Rechts ist die abfallende Feldstraße zu erkennen und dahinter die frühere Achenbachsche Fabrik. Das zusätzlich im Foto auf der Karte zu sehende Haus von Rektor Emil Spratte an der Bahnhofstraße, scheint deshalb bedeutungsvoll, weil Rektor Spratte Anwalt aller örtlichen Verkehrs- und Kulturbelange war.

lyrark! mit reformierter Kirche

13. Die Postkarte von 1903: 'Markt mit reformierter Kirche' zeigt nicht nur die alte öffentliche Wasserpumpe und die Linden vor der Gaststätte Meskendahl und dem rechten Eckhause Helmich zur Oststraße hin, sondern auch einen ersten örtlichen Kiosk auf der linken Marktplatzseite. Doch stand damals noch nicht das Ehrenmal für die Gefallenen von 1870/71. Verschwunden sind inzwischen, rechts vom Zugang zur reformierten Kirche, die alte Gaststatte Freymann, wegen der drei sie bewirtschaftenden Senwestern 'Dreimäderlhaus' genannt, wie auch das Rathaus, markant durch hohen Treppenaufgang und den Dachstuhlausbau krönenden Kaiseradler,

14. Da der Marktplatz unserer Stadt seit dem Stadtwiederaufbau nach 1802 in seiner rechteckigen Form so einmalig als Begegnungszentrum der Bevölkerung ist, wird er als typische Ansicht auf Postkarten während des Ersten Weltkrieges Stadtansichtmotiv. Auf der Feldpostkarte ohne Verlegerangabe ist die Marktplatzschau wohl von der Höhe eines Fensterblickes aus dem Eckhaus Böhmer gewählt, Neben dem markanten aufstrebenden Eekturm der reformierten Kirche mit den abschließenden zwiebelförmigen Ausbuchtungen zum Turmhahn hin, lugt über das 'Dreimäderlhaus' der Spitzhelmturm der katholischen Kirche. Die den Platz umstehenden Bäume bekunden den Charakter als Stadt vor dem Walde.

15. Im Jahre 1908 ist bei 'Photo Thoren', Radevormwald eine Postkarte zu haben, die das längst verschwundene Kriegerdenkmal für die Gefallenen von 1870/71 als Huldigung des preußischen Herrscherhauses zeigt. Der vor dem Zugang zur reformierten Kirche auf dem Marktplatz stehende, sich nach oben zur Kaiserkrone verjüngende Steinkoloß hat über den drei Wasserspeiern einen in Bronze gegossenen abflugbereiten Adler, während die Seiten des gedrungenen Obelisken Reliefbilder Wilhelm I und Bismarcks zieren. Die leichthügelich erhöhte Anlage ist mit einem niedrigen, von Steinstützen getragenen Eisenstangenzaun umgeben. Gewächse sind auf kurzem Vorrasen angepflanzt.

16. Auf der Postkarte 'Radevormwald. Marktplatz u. reform. Kirche' von 1908, aus dem Verlag Fieseler, ist jene bucklige Straßenpflasterung zu sehen, die Jahrzehnte ab 1833 durch den Ausbau der Straße Radevorrnwald-Lennep viel FahrzeugIärm bedingte. Doch damals 1908, als wie links vor dem Hotel Fassbender zu sehen, meistens nur pferdebespannte Haudereifahrzeuge rollten, machte das wenig aus. Der rechtsseitige Einblick in die vom Marktplatz aus abfallende Kaiserstraße läßt die Häuser der bodenständigen Familien Dörner, Kormannshaus, Duisberg, Hohage, Fischer und Schwanz in bergisch beschieferten Fassaden erkennen. Auf beiden Marktplatzhä1ften befand sich je eine öffentliche Wasserpumpe.

17. Eine Marktplatzansicht von der östlich abfallenden Kaiserstraße her, aus den dreißiger Jahren, zeigt hinter der dreieckig abgerundeten vergrößerten Grünanlage des Kriegerdenkrnals, die Fassaden der Häuser Meskendahl, Höller und Pohlig zum Beginn der Oststraße hin. Zugleich beschließt das Eckhaus Krauskopf (heute 'Süße Ecke') den linken Bildrand mit dem Einblick in die Nordstraße, mit der an der Burgstraße stehenden lutherischen Kirche. Trotz Hausrenovierungen ist dieser Marktplatzausschnitt, abgesehen vom verschwundenen Kriegerdenkmal, erhalten geblieben. Die alte Radevormwalder Gaststätte Meskendahl, mit dem Dachausbau früherer Futterlagerung für Nutztiere, blieb Ort heimatlicher Erinnerungen.

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18. Die Ansichtskartenfabrik Schöning & Co. Zu Lübeck sah die nördliche Marktplatzseite mit einem Baumhintergrund für das Kriegerdenkmal und der inzwischen mit stattlicher Krone herangewachsenen Friedenseiche als rechten Bildabschluß. Die Häuser Höller (Lahrne) und Pohlig sind bereits durch Fassadenveränderungen renoviert. Am Beginn der Kottenstraße ist das beschieferte Haus Halbach zu sehen. Der Treppenzugang zur reformierten Kirche mit Eisengittertor ist in direktem Einblick mit der Kamera erfaßt. Die Dachausstiege der beiden den Zugang flankierenden Häuser, erinnern an Zeiten der Viehhaltung in der Stadt. Sie dienten der Futterlagerung,

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