Radevormwald in alten Ansichten Band 1

Radevormwald in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Bernhard Sieper
Gemeente
:   Radevormwald
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1278-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Radevormwald in alten Ansichten Band 1'

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19. Eine kolorierte Postkarte aus dem Jahre 1904 'Markt mit ref. Kirche', aus dem Verlag F.W. Fieseier, läßt vor dem 'Dreimäderlhaus' einen aus drei Leuchtkörpern bestehenden Gas-Kandelaber erkennen. Die rechtsseitig stehende Friedenseiche war durch einen Eisenzaun geschützt, Neben dem Rathaus, linksseitig die Kaiserstraße hinab, sieht man das schon renovierte Hotel Fassbender und dort wo die Straße in leichter Linkskurve abbiegt Haus Rocholl, das 1945 Opfer der Kriegsbrände wurde. Die Häuserfront ab 'Dreimäderlhaus' ist im Zuge der Innenstadtveränderung modern verandert worden. Keines der 1904 bestehenden Gebäude existiert noch, mit Ausnahme der an alter Stelle wiedererrichteten Löwenapotheke.

20. Vom Flugzeug aus bot sieh, auf dieser freigegebenen Aufnahme zum Postkartenvertrieb, dieser Bliek aus der Vogelperspektive auf das zweite Rathaus der Stadtgeschiehte ab 1802. Für die Zeit ab 1930, mit noch rein kleinstädtischem Charakter unserer so bergisch gehaltenen alten Stadt, sah das Rathaus, wenn auch für Hotelzweeke gebaut und entsprechend innen umgestaltet, repräsentativaus. Die Baumkulisse hinter dem Rathaus mit Gartenhaus Kormannshaus und Bäumen hinter dem Anwesen Rocholl, ließ das Rathaus nach Westen hin naturhaft isoliert erscheinen. Rechts, wo eine hohe Pappel an der Schloßfabrik Ludwig Rocholl & Co. aufragt, wurde später der Pavillon Hager errichtet. Hier entsteht nun ein neues Stadtviertel.

21. Das heutige Jugendzentrum am Bahnhof, bis 1930 Bahnhofshotel Pohlig, wurde in jenem Jahr Rathaus. Das bekundet eine Postkarte des Verlages Biegel im Elberfeld. Die Stadtverwaltung war aus Raumgründen gezwungen, ihre Diensträume aus dem alten Rathaus von 1804 vom Marktplatz zum Bahnhof zu verlagern. Der stilisierte Barockbau der Kaiserzeit mit stumpfwinkligem Dachvorbau und Turmaufsatz, mit hervorragenden Erkern, war, wie sich nach 1945 zeigte, bald auch nicht mehr den Raumanforderungen unserer von 12000 auf über 20000 Einwohner angestiegenen Stadt gewachsen, so daß heute die Stadtverwaltung in einem modernen Hochbau am Hohenfuhrfeld ihr Domizil hat.

22. Ein weiterer Turmblick des Düsseldorfer Verlages von der reformierten zur katholischen und altlutherischen Kirche hin, auch aus den dreißiger Jahren, erfaßt nur einen kleinen Teil der Stadtlandschaft mit der Oststraße. Quer vor der katholischen Kirche ist noch das 1945 abgebrannte Vereinshaus zu sehen, an dessen Stelle heute das Franz-Rudolt-Haus steht, das zum Gedenken an den Radevormwalder Ehrenbürger und Erzbischof von Trier, Franz-Rudolf Bornewasser für alle Kreise des katholischen Gemeindelebens errichtet wurde. Damals hieß die Straße noch Hochstraße, heute ist es die Bischof-Bornewasser-Straße. Hudorawerk und bebauter Hermannshagen bestanden schon.

23. Der Turmblick von der lutherischen Kirche, als Postkarte verlegt bei Rudolf Fuhrmann, Düsseldorf, erfaßt den verschachtelten Häuserbereich Nordstraße-Marktplatz-Süd- und Oststraße. Die Türme der reformierten und der katholischen Kirche, wie auch der Schornstein der Firma Ludwig Rocholl & Co., überragen diesen Teil des Stadtbildes das bis zur Siedlungslandschaft der Wasserscheide Wuppcr/Ruhr, also bis zur Höhenstraße nach Schwelm reicht. Es gab noch keinen bebauten Wiedenhofkamp. Auch die Höhenstraße Rädereichen-Hückeswagen ist am oberen rechten Bildrand zu erkennen. Auf der rechten Marktplatzhälfte ist eine Grünanlage bei der Friedenseiche zu sehen.

24. Eine Postkarte von 1901: 'Gruss aus Radevormwald', verlegt von B. Bornewasser, bietet drei Stadtbilder der Jahrhundertwende. Auf dem Marktplatz steht eine bäuerliche Schlagkarre. Aufschlußreich ist das rechte Bild vom Kuhmarkt, also die heutige Ecke Telegrafen-/Andreasstraße. Links sieht man das Atelier Krauskopf und zum Hohenfuhrfeld hin die Steinsehe Feilenfabrik, die längst nicht mehr vorhanden ist, da das Grundstück Raum für Anlagen am Hallenbad abgab. Vor der lutherischen Kirche sieht man das noch vorhandene Gebäude der alten Schule an der Hohenfuhrstraße, wie auch links von der altlutherischen Kirche das verschwundene Polizeigewahrsam. Links unten ein Bild der vor Jahren abgeholzten Allee am Lindenbaum.

25. Das einzige historische Haus unserer Stadt aus dem 18. Jahrhundert, das Rokoko-Gartenhaus von 1772 auf privatem Gartenboden, hatte nie öffentlichen Zutritt, obgleich es von der Denkmalspflege unterhalten wird. 1802 beim Stadtbrand vor den Stadtmauern gelegen, blieben Gartenhäuser als Zeugen bürgerlicher Gartenkultur erhalten und dienten zunächst nach dem Brande als Notunterkünfte. Vor dem Ersten Weltkrieg trafen sich im achteckigen Gartenhaus mit dem pagodenförmigen Dach Radevormwalder Wandervögel zu ihren Nestabenden. Die heutigen Versuche der Stadt, das Gartenhaus anzukaufen und zu verlagern, sind gescheitert. Es gibt nur Fernblicke auf das Haus.

Villa Teleqmph Inh. Hugo Zöizer

26. Eine Postkarte der örtlichen Kunstanstalt A Dürr von 1906: 'Villa Telegraph Inh. Hugo Zölzer', mit der weiteren Erläuterung: 'Höchster Punkt von Radevormwald. Schöner Ausflugsort. 10 Min. vom Bahnhof. Aussichtsturm', verschweigt die historische Wahrheit des Turmes hinter der damaligen Gaststätte auf der Höhe des das Stadtbild überragenden Kollenberges. Mag ab 1849 der Turm als militärisch besetzter Posten der optischen Telegrafenlinie Berlin-Koblenz aufgegeben worden sein durch technische Wandlungen, so hatte man ab 1834 aber nicht an eine gute Aussicht für die Bevölkerung gedacht, sondern an die Weitergabe strategischer Nachrichten durch optische Signale von Turm zu Turm. Heute gibt es nur noch diese Bilderinnerung.

27. Im Jahre 1910 gab es diese Karte aus dem Radevormwalder Verlag Fieseier, die zwei Sozialbauten in die Erinnerung bringt. Links ist das nicht mehr vorhandene alte Krankenhaus am Höhweg, das 'Kaiser-Wilhelm-Stiït' zu sehen, wie es bis nach 1945 bestand und mit seinen dreißig Krankenbetten für damalige Verhältnisse ausreichte. Heute steht an gleicher Stelle ein modernes mehrstöckiges Altersheim. Aus dem rechts zu schauenden früheren Versorgungshaus für Waisen und hilfsbedürftige Menschen wurde nach 1945 ein Flügel des heutigen Johanniterkrankenhauses. Solange das Versorgungshaus als städtische Wohlfahrtseinrichtung bestand, gab es Eigenversorgung durch bewirtschaftete große landwirtschaftliche Flächen,

28. Die heute nicht mehr vorhandene Ansicht der von der Kaiserstraße aus linksseitigen Häuserzeile der Hochstraße, heutige Bischof-Bornewasser-Straße, muß nach 1923 vom Verlag Wilhelm Fülle, Barmen auf den Markt gebracht worden sein. Erst ab 1923 wurde der Saalbau August Berg mit der steilen Treppe und dem links angrenzenden alten Fachwerkhaus Jugendheim des CVJM. Da es außer dem Saal Mönich keinen weiteren für große Veranstaltungen gab, hat der CVJM seinen Saaloft auch an andere Vereine vermietet. Nach dem Ersten Weltkrieg begann der Wuppertaler August Limberg hier ein örtliches Kino, bis die Umgestaltung des alten Kaisersaales an der Burgerstraße 1927 vollendet war. 1945 vernichtete ein Kriegsbrand die Bauten.

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