Radevormwald in alten Ansichten Band 1

Radevormwald in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Bernhard Sieper
Gemeente
:   Radevormwald
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1278-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Radevormwald in alten Ansichten Band 1'

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29. Im Jahre 1901 bot die Burgstraße von der Kaiserstraße aus den hier gezeigten Einblick. Das linke Eckhaus mit Gaslaterne war damals die Konditorei und Gaststätte Wild. Laden und Gaststätte hatten noch Treppeneingänge. Auch vor der sogenannten 'Burg', der damaligen Gaststätte Feckinghaus, mit dem zur Hohenfuhrstraße gelegenen 'Kaisersaal', sieht man noch den beidseitigen Treppenaufgang. Rechts die ebenso heute noch vorhandenen Häuser Sieberg und Hecker. Inzwischen sind zeitgemäße Veränderungen durchgeftihrt. Die 'Burg', die ab 1927 Union-Theater als Kino wurde und heute Warenhaus ist, ist stark verändert, Die lutherische Kirche, im Mittelpunkt, wurde vor Jahren stilecht erneuert.

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30. Die Radevormwalder Kunstanstalt Willy Thoren sah 1908 die Blumenstraße als lohnendes Fotoobjekt für eine hintergründige Stadtansicht. Die durch Zuzüge aus Hessen vorwiegend bewohnte, ostwärts aus dem Stadtbereich führende Straße hat bis heute den Charakter einer Straße mit Vorgärten und alter bergischer Bauweise behalten. Nur ist inzwischen die linke, damals noch unbebaute Fläche mit Mehrfamilienhäusern der dreißiger Jahre bebaut. Die Türme der reformierten, lutherischen und altlutherischen Kirche überragen die Innenstadt. Die auf der unteren Bildhälfte zu sehende damalige Rektorat- und höhere Mädchenschule ist heute modernisiert Grundschule.

31. Gegenüber 1902 hat sich an der kolorierten damaligen Ansicht der Burgstraße von der Kottenstraße her nur verandert, daß die linksseitige Vorhofabgrenzung zur evangelischen Kinderlehre und die rechtsseitige Mauer zum kirchlichen Gartengrundstück verschwunden sind. Aus dem linksseitigen lutherischen Pfarrhaus hat die Stadt Radevormwald inzwischen durch stilechte Renovierung ein repräsentatives Haus für Verwaltung und Rat der Stadt geschaffen. Mag auch die lutherische Kirche vollkommen vor Jahren erst erneuert worden sein, so doch wie sie schon 1908 sich dem Bliek darbot. Die Treppe zum Pfarrhauseingang wurde wohl1908 erneuert.

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32. Eine Ansicht von 1901 der Kaiserstraßenbiegung, vom alten Postbau her westwärts zum Markt hin, läßt erkennen, daß rechts die Konditorei von Eduard Osenberg einen Balkonausbau hatte. Die angrenzende Wirtschaft der Brennerei von Julius Hasenburg blieb bis heute so erhalten. Bei ihr war der Ort des Schweinemarktes zur Radevormwalder Pflaumenkirmes. Die dann die rechte Straßenzeile abschließende historische 'Finkenecke' ist längst der Verbreitung von Ülfe- und Hohenfuhrstraße gewichen, Der folgende altlutherische Gartenbereich ist heute modern bebaut. Die große Schar der zeitgemäß gekleideten Kinder läßt auf damaligen Kindersegen schließen.

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33. Im Jahre 1911 gab es bei Walter Krauskopf zu Radevormwald eine kolorierte Postkarte mit vier Stadtansichten. Da ist zunächst links oben der Einblick in die ab Markt nach Westen ftihrende Kaiserstraße, auf der noch rechts zwischen den Häusern Krauskopf und Flockenhaus die Volksbank jener Jahre im Hause Garschagen zu sehen ist. Links dagegen sieht man das Eckhaus Meier als Gernüseladen, wo man Ostern die Ostereier kaufte. Der rechte Kaiserstraße ausschnitt bietet ab altem Rathaus und Gaststätte Dörner die Straßenzeilen bis zum Eckhaus Rocholl Der Bahnübergang Allee mit Bahnposten ist eine wehmütige Erinnerung an eine der schönsten Alleen Westdeutschlands, die dem Verkehr geopfert wurde. Auch das Kriegerdenkmal auf dem Marktplatz, rechts unten, ist langst nicht mehr.

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34. Als der Verlag Fieseier 1901 auf einer Postkarte drei Stadtansichten herausbrachte, war am Bahnhof die ab 1890 bestehende Bahnstrecke Rittershausen-Radevormwald noch nicht bis HalverLüdenscheid weitergeflihrt. Das geschah erst 1910. Nun (1976) rollt kein Personenzug rnehr, die Zeit der Eisenbahn ist für Radevormwald vorbei. Wo damals zwischen Innenstadt und Ortschaft Kotten noch Wiesen- und Gartenbereiche waren, beginnt heute die moderne Nordstadt. Rechts, in Höhe der reformierten Kirche, befindet sich an der Kottenstraße nun das Hallenbad und auf dem Hohenfuhrfeld die Geschwister-Scholl-Schule. Aus dem früheren evangelischen Vereinshaus an der Grabenstraße wurde die Druckerei Ringsdorff.

35. Ein einmaliges Eisenbahndokument ist die kolorierte Postkarte des Verlages Max Kettling, Schalksmühle aus dem Jahre 1910, als die in ihren Stationen gezeigte Strecke Oberbrügge-Halver-Radevormwald-Wipperfürth eröffnet wurde. Die Bahnhöfe Oberbrügge, Volme-Ehringhausen, Halver, Anschlag, Wipperfürth, Radevormwald, Kupferberg, Wasserfuhr, Schwenke und Hahnenberg sind in Kleinformaten festgehalten. Von den damaligen zehn Bahnhöfen gibt es 1976 nur noch vier: Oberbrügge, Volme-Ehringhausen, Halver und Wipperfürth. Radevormwald ist von jedem Eisenbahnverkehr auf Schienen abgeschnitten durch den Bau der Wuppertalsperre. Anschlag war Umsteigestation für die dort abzweigende Strecke nach Wipperfürth, Es rollen bei uns keine Züge mehr.

36. Da man zu einer Postkartensammlung der Zeiten zwischen 1840 und 1930 auch nach den Menschen fragt und nach ihren Häusern, so sei hier ein Foto der Familie Hager aus Herbeek von 1911 eingefügt, Für die Männer waren damals bis zum Kragen zugeknöpfte Jacken und Schirmmützen zu langen Pfeifen typisch. Für die Frauen waren weiße Schürzen, Blusen und lange Röcke Zeichen der Adrettheit. Das lange Frauenhaar wurde auf dem Kopfe aufgesteckt, oder ältere Damen hatten einen Mittelscheitel. Solch ein altbergisches Haus wie das der Hagers hatte noch Holzschindelbekleidung zu weißen Fenstern und grünen Fensterläden. Schmale Fenster schützten vor Einsicht und Kälte. An diesem Hause an der Landstraße Radevormwald-Lennep, rollten täglich die Postwagen vorbei, man erlebte Geschichte im Vorüberzug des Lebens.

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Gruss aus Radevormwald

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37. Im Jahre 1900, wie es das Foto der Kaiserstraße ab Rathaus zur Ecke Bahnhofstraße beweist, hatte Hotel Fassbender, rechts vom alten Rathaus, noch nicht aufgestockt. Abgeschirrte Kutschwagen vor dem Hotel Fassbender zeigen auf, daß Gäste abgestiegen sind. Rechts die Gaststätte Dörner (heute Fandrich) war noch wie ein übliches Bürgerhaus mit Schlagläden versehen und einer von außen ins Haus führenden Treppe. Bis zum dritten rechtsseitigen Haus, nach Kormannshaus, Duisberg, reichte 1945 das Kriegsschadenfeuer. Altes Rathaus und Hotel Fassbender sind längst nicht mehr. Ebenso die links oben fotografierte Allee vom Kreuz zur Innenstadt. Dagegen ist das links unten erscheinende Haus von Rektor Spratte, in veranderter Form erhalten geblieben als heutiger Saal der Freien Evangelischen Gemeinde.

RADEVORMWALD.

Springe!.

38. Eines der schönsten innerstädtischen Idylle, das kleine Fachwerkhaus Im Springel, Iängst dahin, ist von der Buchhandlung Rudolf Lanzmann (heute Buchhandlung Heinz Konze) als Postkarte koloriert überliefert. Jene Talmulde zwischen dem damals offenen Alleeteil mit den die Kaiserstraße begrenzenden Häusern Schmale und Schwanz war im Winter Rodelberg für die Kinder, in der Abfahrt den Weg von der Kaiserstraße hinab. Links beschließen die noch vorhandenen Bauten Gärtnerei Neureuter und Elektrotechnische Fabrik Giersiepen, dazu ein Trockenschuppen der Spannagelschen Ziegelei, das Panorama. Bei der Bebauung der Freifläche oberhalb von Im Springel an der Kaiserstraße verschwand dieses beschauliche Stück Alt-Radevormwald ebenso wie die Ziegelei.

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