Radevormwald in alten Ansichten Band 1

Radevormwald in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Bernhard Sieper
Gemeente
:   Radevormwald
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1278-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Radevormwald in alten Ansichten Band 1'

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bei Radevorm~/ald.

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Verl. von Emil Viigand Bergerhof bei Radevormwald

59. Daß die zusammengehörenden Ortschaften Bergerhof und Herbeek im Jahre 1903 einen ortsansässigen Postkartenverlag hatten, dürfte manchem nicht bekannt sein. Es war der Verlag von Emil Wiegand in Bergerhof. Verlegt wurde eine est-west-Ansicht der EIberfelder Straße, als 'Gruss aus Herbeek bei Radevormwald'. Mögen die beiden vordergründigen Häuser, in Höhe der martialisch aufgestellten Anwohnergruppe, das Haus der Firma Titan (links), bewohnt damals von Familie Rennert, und das Haus Rheinländer rechts, auch heute noch bestehen, die nach Bergerhof-Stadt führende Elberfelderstraße, als Teil der heutigen B 229, hat längst keine Alleebäume mehr, nach modernem Straßenausbau und Bürgersteigen.

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Honsberg b. Kräwin!{lerbrüc!{e

60. Josef Gerhardts, Radevormwald, sah 1912 die germanische Siedlung Honsberg, also Berg eines Honnen, eines germanischen Stamrnesführers der Siedlungsepoche, nur in der Darstellung der Gaststätte Ewald Spiekenheuer. Man sieht den Theken- und den Gästeraum, mit Klavier für die Honsberger Sänger. Das Mittelbild, vom Hofzugang zur Gaststätte, hat sich im Laufe der Zeit nicht wesentlich verandert. Auch blieb das Haus dem gastronomischen Gewerbe treu. Die malerische Umrahmung der Karte mit gekühltem Wein, mit Spielkarten und Kegelpinnen. dürfte zutreffend gewesen sein, doch kein stattlicher Hirsch in den Hangwäldern zur Wupper hin, wo es stets nur Hase und Reh gab. Als Ausflugsziel war Honsberg stets beliebt.

~ ~~ 1833-1933

61. Als 1933 die Landschule Honsberg, unter ihrern damaligen Leiter Ernst Luckhaus, das hundertjährige Bestehen feierte, bedeutete das nicht, daß erst einhundert Jahre in Honsberg Schulunterricht erteilt wurde. Das stattliche zweistöckige Schulhaus von 1833 hatte einen kleinen Schulbauvorgänger, der in napoleonischer Zeit, 1808, gebaut, aber schon 1833 zu klein geworden war. Daß die Honsberger Schulgemeinde sehr am historischen Schulhaus hing, nachdem dort bis nach 1945 so viele Kinder ihre Elementarbildung durch gute Lehrer erfahren hatten, ist zu verständlich, Als vor Jahren als erste Maßnahme zur Aufhebung kleiner Landschulen auch die Landschule Honsberg, von zwei auf eine Klasse verkleinert wurde, setzte Lehrer Damm die Staatsfahne aufHalbmast, was ihm eine Versetzung einbrachte.

62. Mit viellandschaftlicher Phantasie schuf 1898 die Kunstanstalt Tilly und Thiele, Elberfeld einen Kartengruß aus Kräwinklerbrücke. Die historische Grenzortschaft an der Wupper, deren Flußbrücke die Grafschaften Berg und Mark zeitweilig trennte, besaß damals vor der eben gebauten rechten Eisenbahnbrücke über das Feldbachtal noch im Tale die Textilfabrik Lausberg. Links die zweite Eisenbahnbrücke führte die Bahn nach Kräwinkel hoch und hinab zur Bahnstation hinter dem eingezeichneten Zug. Wie das spätere Hotel Sieper an der Wupperbrücke 1898 aussah, macht die besondere Zeichnung des Hauses deutlich. Da sich die Landschaft nicht verändert hat, fragt der heutige Bildbetrachter vergeblich nach den (zu) spitzkegeligen Bergen, die der Ortschaftsansicht als Kulisse dienen.

63. Eine Postkarte des Verlages Blümer, Wuppertal, hat in vier Ansichten die verschwundene älteste Radevormwalder Industrieortschaft, Kräwinklerbrücke, in Fotos bewahrt. In wenigen Jahren werden selbst die Plätze, auf denen die historischen Bauten standen, wie Vineta in den Wassern der künftigen Wuppertalsperre verschwunden sein. Nur das links oben zu sehende Jung-Stilling-Haus, in dem von 1763 bis 1770 der Schneidergeselle Heinrich Jung-Stilling als Hauslehrer wirkte und als Freund Goethes und Augenarzt bekannt wurde, ist nach Kürten verlagert worden. Das Hotel Sieper an der alten Wupperbrücke, oben rechts, wie unten links Haus Enneper und das Stahlwerk Urbach am Bahnhof Kräwinklerbrücke, sind nicht mehr. Verschwunden ist selbst das Wohnhaus der Familie Urbach, unten rechts.

64. Ein Foto der nicht mehr bestehenden Restauration Niedernfeld ist deshalb historisch, weil durch die Beseitigung der S-Kurven an der B 229 zwischen Krebsöge und Herbeek die günstige Verkehrslage des Gewerbes entfiel. Otto Schmitz als Inhaber, der gleichzeitig eine Autoreparatur betrieb, ist vielen alten Radevormwaldern unvergeßlich in seiner hilfsbereiten Art, Autos der dreißiger Jahre wieder flott zu machen und alle Gaste, die sich zwischen Lennep und Radevormwald eine Pause gönnten, gut zu bewirten. Vor dem alten Hause dürften auch die Postkutschen auf der Bergfahrt nach Radevormwald gehalten haben, weil sich dazu das kurze flache Straßenstück von Niedernfeld anbot. Heute ist der Verkehr einhundert Meter nach links verlegt und rollt seitlich vorüber,

65. Wer diesen kolorierten gezeichneten Kartengruß von Krebsöge um 1901 schuf, geht aus dem historischen Dokument nicht hervor. Er wurde für die damalige Bahnhofsrestauration Carl Rockhoff angefertigt, wobei die wohl bis heute nicht bekannte Originalität auftaucht, daß das Wohnhaus des Gastwirtes als 'Karlshöhe' erscheint. Zunächst beeindruckt der inzwischen längst aufgehobene Eisenbahnknotenpunkt Krebsöge. Mit Wehmut denkt mancher daran zurück, daß man noch bis 1945 mit der Eisenbahn von Radevormwald über Krebsöge nach Lennep fahren konnte. Die Strecke Radevormwald-Krebsöge-Wuppertal endete 1976 im Mai. Noch ist das damalige kaiserliche Postamt postalisch genutzt, doch das Waschhaus an der Wupperbrücke ist nicht mehr.

66. Im Verlag L. Schwarze & Oberhoff, Barmen, war im Jahre 1897 ein gezeichneter Gruß aus Dahlhausen an der Wupper zu haben, der folgende Einzelbilder zeigt: Die katholische Kirche von Vogelsmühle, dann den Bahnhof von Dahlhausen, mit Bliek auf die auf der Keilbecker Höhe ins Land grüßende evangelische Kirche. Diese ist auch im Nahblick festgehalten. Das Postamt mit Bliek auf die Fabrikanlagen Hardt, Pocorny & Co., als Wollindustrie, fehlt nicht. Die Talübersicht läßt links den Fußweg der Wupper entlang von Wilhelmstal nach Dahlhausen, und die Eisenbahnbrücke über die Wupper erkennen. Rechts von der Wupper die Fabrikanlagen Hardt, Pocorny & Co. mit Stallungen und Beschäftigtenhäusern. Wupperbrücke und Keilbecker Kirche sind auch zu sehen.

67. Als kolorierte Totalansicht von Dahlhausen/Wupper wurde 1906 eine Postkarte verschickt, auf der man die früher so markante Ecke Hardt, Pocorny & Co. und Keilsche Fabrik sieht, am Beginn des ÜIfestales. Rechts von der ansteigenden Flurstraße die Gaststätte Lingel, und vor dem ansteigenden Waldhöhenrücken das kleine Geschäftshaus von F.W. Quednau, das auch als Einzelbild aufgenommen wurde. Es war ein Kolonialwarenladen. Links steigt das Dach des hohen Schieferhauses bei der Gaststätte lautos empor, das nach 1945 Hotel des Reiseuntemehmens Schneiderhöhn wurde. Die nach Keilbeek emporführende Flurstraße war rechtsseitig schon mit zwei Häusern auf halber Höhe bebaut.

Çruss aus Voge/smüh/e bei j)ah.'l)ausen a. d. wupper.

68. Als August Mesenholl aus Dahlhausen einen Gruß aus Vogelsmühle bei Dahlhausen an der Wupper verlegte, war der Keilbecker Berg noch öde und leer. Nur die untere katholische Kirche und die evangelische Kirche auf der Berghöhe bestimmten neben dem Pfarrhaus am Schröderweg das rechtsseitige Landschaftsbild vom Wupperufer aufwärts auf Herkingrade zu, Das in Stein errichtete Eckhaus links von der aufwärtsführenden Keilbeckerstraße war die Metzgerei Rüsing. Darunter sieht man eines der Arbeiterhäuser der Tuchindustrie, und im Grunde an der Wupper die Fabrikanlagen von Schürmann & Schröder, Im Laufe der Jahrzehnte hat sich das Bild aus dem frühen Beginn der durch das Wupperwasser bedingten Textilindustrie mit der Ansiedlung von Arbeitskräften stark verändert,

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