Radevormwald in alten Ansichten Band 2

Radevormwald in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Bernhard Sieper
Gemeente
:   Radevormwald
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1332-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Radevormwald in alten Ansichten Band 2'

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59. In den Jahren vor 1933 gab es in der städtischen Turnhalle einen Gymnastiklehrgang für die örtlichen Turn- und Sportvereine. Von den Vereinen seien nur einige Namen aus Platzgründen genannt. Vom RTV nahmen teil: Paul Schuster, Karl Sondermann, Albert und Adolf Welsch, Willi Reinbott, Bob Pickhardt, Viktor Sommer, Alfred Henze, Walter Zieß, Erwin Hedfeld und Jan van Tuinen. Vom ADT: Ernst Enneper, Karl Uhlenbrock, Kar! Hessler, Gustav Üllenberg und Albert Sommer. Vom TV Herbeek: Lehrer Neveling, Paul Schmitz, Werner Schneider und Emil Strombaeh. Die deutsche Jugendkraft als katholische Sportorganisation war vertreten durch Paul Böhlefeld (heute Tanzlehrer), Gerhard Koch, Kar! Becker (heute Bergerhofer Gastwirt im Ruhestand) und Franz Böhlefeld. Von den damaligen Vereinen blieben nach den Verboten 1933 nur RTV und TV Herbeek erhalten.

60. Für Radevormwalder, die während des Ersten Weltkrieges noch Kinder waren, konnte es nichts geheimnissvolleres geben als den Privatpark der Villa Höltring. Dieser Park, an der damals noch Wilhelmstraße heißenden heutigen Jahnstraße, erstreckte sich von dem noch stehenden Komplex der ehemaligen Höltringschen TextiIfabrik bis zum heutigen Haus des Sportes auf der Höhe am Telegraf. Schon die Landung eines Militärf1ugzeuges 1913 auf der Buscherschen Weide an der WilheJmstraße, als ein Offizier WilheJm Höltring besuchte, hatte das Seltsame um die Villa im Schweizer Baustil bewirkt. Da scharfe Hunde den Park bewachten, kam Radevormwalder Jugend erst nach 1918 in den Park und fand auf der Höhe am Telegraf ein japanisches Teehaus als exotische Spielstätte. Fritz von Stein zeichnete es.

61. Das erste Pastorat der katholischen Gemeinde neben der Kirche war ein zweistöckiger Schieferbau für mehrere Familien an der damaligen Hochstraße, heute Bischof-Bornewasser-Straße, Hier hat der in der Erinnerung fortlebende Nachtwächter Franz Feldhoff gewohnt. Bis zum Brande des Hauses 1945, wohnte linksseitig Familie Merx. Zur Zeit des Fotos befand sieh rechtsseitig die Ritualitätenhandlung von Küster Hoff. Der Vorplatz des Hauses war baumbestanden. Durch den Kriegsbrand am 13. April 1945, bei dem Pfarrer Franz Brors tatkräftig sieh an den Löscharbeiten beteiligte, wurde Raum frei für die Kirchenerweiterung. Gleichzeitig wurde die Sparkasse Nachbar. Das Foto hat stadtgeschiehtlich dokumentarischen Wert.

62. Die Annahme, dieser gewinkelte Schieferbau sei der Hof Feldermann in Kattenbusch, trifft nicht zu. Seit 1977 als das Bild zuerst erschien, ist es nicht gelungen zu ermitteln, um welches alte Radevormwalder Haus es sich handelt. Es muß aber ein Gebäude sein, das früh im 19. Jahrhundert gebaut wurde, als noch schmale hohe Schornsteine aus den Dächern ragten und Dachausbauten als Futterluken bestanden. Die Beschieferung ist schlicht und deutet darauf hin, daß es sich nicht um ein Patrizierhaus handelt, sondern um ein Wohnhaus für einfache Leute. Bei der großen Zahl der unsere Stadt umgebenden Höfe- und Ortschaften ist es nicht Ieicht, herauszufinden, wo das fotografierte Haus einrnal stand, da es wohllängst verändert wurde, oder aber verschwand.

63. Der Volksmund schuf für die Hofseitengasse zwischen Kaiser- und Grabenstraße die originelle Bezeichnung 'Abe-Straße', was besagen soll, daß sich hier Plumsclo neben Plumsclo befand. Das winterliche Bild der verschachtelten Häuser die 1945 niederbrannten, läßt rechtseitig, von unten nach oben, die Anwesen Köhler, Heinzemann, Konsum und Richard und OHo Dörner erkennen. Linksseitig sieht man, von oben nach unten, einen Heuschuppen, die Häuser van Tuinen, Heinzemann und einen Schuppen Köhler. Durch den Taxenbetrieb Riohard Dörner war die enge Gasse ebenso befahren wie durch Fuhren zum Konsum oder zum Schlachthaus der Metzgerei Dörner. Mag die Gasse auch nach 1945 in früherer Enge aus Raumnot wieder erstanden sein; aber modern, ohne Plumpsclos.

64. Im Jahre 1928 stel!ten sich die erste und zweite Klasse der sogenannten 'Hackstein-Schule', nach einem verdienten Lehrer so benannte Schule Neustraße, dem Fotografen Walter Krauskopf. Es sind Kinder der Jahre 1921 und 1922. Lehrer Willi Kochskämper betreute damals die Madehen und Jungen, unter denen bekannte Mitbürger sind, wie Erika Hasenclever, Elfriede Hebbinghaus, Herta Krüpe, Hanni Tillmanns, Ruth Steffens, Sigrid Niederdrenk und die noch als Schülerin verstorbene Hanna Martin. Als Jungens sieht man: Otto Schmidtseifer, Herbert Emde, Herbert Helbeek, Reinhard Meier, Fritz Clever, Ernst' und Ewald Winterhagen, Lünsenburg, Siegfried Bockelmann, Willi Schmidt, HansRichard Strombaeh, Gottschalk Rocholl, Brüder Wagner, Günter Witte, Heinz Betz und Kurt Kreimendahl unter anderen.

65. Eine kolorierte Postkarte 'Ülfetal bei Radevormwald' ohne Verlegerangabe, bietet die heute noch kaum verandert bestehende Ansicht der Ortschaft Vierte Ülfe. Nach dem vorbeifließenden Ülfebach wie die Ortschaften Erste bis Dritte Ülfe so benannt. Man sieht im Talgrunde, dort wo links der Weg nach Oberönkfeld abzweigt, den Hof Scheidt. Der im rechten Winkel nach Rochollsberg abzweigende Weg läßt das Ziel Rochollsberg vor der Wasserscheide der Landstraßenhöhe Radevormwald-Schwelm erkennen. Typisch bergische Landschaft entfaltet sich vom Tal der Ülfe aus höhenwärts mit dunklen Waldbereichen, die in den landwirtschaftlich genutzten Raum einzacken. Vierte Ülfe ist der Geburtsort des Stadtältesten und früheren Bürgermeisters Ewald Meskendahl, Eine stadtbekannte Persönlichkeit.

66. Die Tage des seit 1889 stehenden Bahnhofsgebäudes dürften ebensogezählt sein wie jetzt schon die letzte Fahrt eines Güterzuges, da der Personenzugverkehr schon eingestellt ist. Der Bahnkörper dürfte Teil der geplanten Stadtumgehungsstraße werden. Und somit auch das Bahnhofsgelände in die Umgestaltungen des früheren Geländes Rocholl fallen. Mochte man als Radevormwalder vom auswärtigen Arbeitsplatz aus die Heimatstadt mit der Bahn auch an den meisten Tagen eines Jahres pünktlich erreichen, nicht aber bei hohen Schneefällen. Von Lennep aus wurde zwar der Knotenpunkt Krebsöge erreicht, doch dann hieß es viele Stunden bei Nacht warten, bis ein Zug von Wuppertal kam, der dann mit voller Dampfkraft versuchte, die zugewehten Bahneinschnitte nach Heide hoch zu schaffen. Oft hieß es, zu Fuß nach Hause zu kommen.

67. Am 23. Juni 1929 war die Einweihung des Jugendherbergshauses am nördlichen Kollenberghang ein historisches Ereignis. Ab 1910 hatten zwar Notunterkünfte für die wandernde Jugend bestanden, doch erst mit der Übernahme einer festen Bleibe mit einhundert Betten begarm jenes Jugendleben, das sich bis heute von Jahr zu Jahr steigerte. Das Eröffnungsjahr 1929 brachte unserer Jugendherberge 3 878 Übernachtungen. 1932 waren es bereits 10466 Übernachtungen. Regierungsbaumeister Stahl aus Düsseldorf leitete 1928/29 den Herbergsbau, der von Dr. Fassbinder an die erste Herbergsmutter Fräulein Kerstein im Rahmen einer großen Feier mit vielen Jugendgruppen übergeben wurde. Da das Haus 1977 nicht mehr ausreicht zur Unterbringung vieler Gäste und auch modernisiert werden mußte, wurde im März 1977 ein Anbau übernommen.

68. Von den ersten Autos vor 1914 die in unserer Stadt auftauchten, bis zu einem stattlichen Mèreedes des Jahres 1935 war ein großer Entwicklungsschritt. Gastwirt und Taxiunternehmer Richard Dërner fuhr damals vom Hotel Fasbender aus als Vertreter des Radevormwalder Turnvereins die Turner Hans Keusen, Richard Eicker, Eugen Brass, Willi Keusen, Gustav Köhler und Willi Reinbott nach Coburg, wo die Deutsche Turnerschaft in den 'Reichsbund für Leibesübungen' überführt wurde. Die traditionsreiche Turnerschaft mußte sich politischer Anordnung fügen. Der unvergessene Gastwirt Richard Fasbender ist ebenso auf der historischen Aufnahme zu sehen wie Hans Jendges, Hermann ÜUenberg, Richard Becker, Frau Fasbender, Walter Sieberg, Frau Keusen, Frau Eicker und Hedwig van Tuinen, die spätere Frau Willi von Reinbott unter anderen.

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