Radevormwald in alten Ansichten Band 2

Radevormwald in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Bernhard Sieper
Gemeente
:   Radevormwald
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1332-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Radevormwald in alten Ansichten Band 2'

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69. Wohl nie zuvor hatte es im April solch einen Schneefall bei uns in Radevormwald gegeben wie 1936. An einem Tage fiel soviel Schnee, daß alle Autos im Stadt- und Landbereich ausgegraben werden mußten. Ein Foto aus der Nordstraße ab Zugang zur Metzgerei Beier verdeutlicht die Höhe der ausgegrabenen Gehwege an den Häusern entlang. Hoch auf dem Schneewall steht, als lustiger Figaro, Friseur Ewald Beier jr., der - man sieht es am Handwerkszeichen - seinen Salon im Hause Beier hatte. Es war für Tage nicht möglich, Tote mit rollenden Wagen zu bestatten. Pferdeschlitten wurden notwendig, hoch über meterhohen Schnee zum Friedhof zu kommen. Keine Eisenbahn kam mehr durch, Bald folgendes Tauwetter beendete die zu große winterliche Schneepracht.

70. Wie es nach dem gewaltigen Schneefall im Aprill936 am Beginn der damaligen Hochstraße, heute Bischof-Bornewasser-Straße aussah, beweist ein Foto mit Bliek zur Kaiserstraße, Wohl ein Gast vom Hotel Henn, der sein Auto abgestellt hatte, war, wie so mancher andere Kraftfahrer auch, nicht mehr in der Lage heimzufahren, Nur Fußgänger waren in der Lage, sich schmale hohe Gassen durch die Schneernassen zu schaufeln. Es gab noch keine moderne Schneeräumung, Da die ganze Stadtgemeinde so einmalig tiefverschneit war, hätte es eines gewaltigen Aufgebotes von Schneeschauflern bedurft, um wenigstens die Kaiserstraße für den Verkehr räumen zu können, Die beiden Geschäftshäuser Schwanz und Fischer, die 1945 durch Kriegseinwirkung niederbrannten, bilden den Hintergrund zu den ebenfalls verschwundenen Eckbauten Ambrock und RocholL

71. Der Hammerwerksbesitzer Johann Flender in Kräwinklerbrücke, der von 1763 bis 1770 Brotgeber des damaligen Hauslehrers Heinrich Jung-Stilling, des späteren Humanisten- und Goethefreundes war, hatte seinen sieben Kindern je ein schönes Patrizierhaus oberhalb der alten Wupperbrücke errichten lassen. Das älteste dieser Häuser aus der Goethezeit mag Beispiel dafür sein, welch hohe Wohnkultur am alten Hammerwerksort Kräwinklerbrücke das Auge erfreute. Bemerkenswert war das in seinem Oberteil vorkragende Dach mit zur Frontseite ausgebautem spitzwinkligen Dachausbau. Dann die Sturmlaterne über der Tür und die rot-weißen Fensterläden bei proportional ausgewogener Fensteraufteilung. Die Patrizierhäuser mußten dem Talsperrenbau unserer Tage weichen.

72. Die ab 1896 gebaute Bevertalsperre mit ihrern Fassungsvermögen von acht Millionen Kubikmetern, wurde 1936 auf über einundzwanzig Millionen Kubikmeter erweitert und umfunktioniert. Als Trinkwassertalsperre gebaut, erhielt sie die Funktion, die Wupper mit Industriewasser zu versorgen. Statt der den alten Stauraum abgrenzenden, dem Wasser zu vorgewölbten Staumauer, bekam die erweiterte Bevertalsperre einen Erddammabschluß. Die überflüssig gewordene alte Sperrmauer, die in der neuen Wasserstauung verblieb, trotzte verschiedenen Sprengversuchen. Doch nach 1945 gelang die volle Sprengung jener Mauer, die noch auf obiger alter Postkarte zu sehen ist. Die linksseitig zu sehende damalige Talsperrenrestauration ist heute Schulinternat. Über die Sperrmauer führte der Weg zur Neyetalsperre.

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DEUTSCHLAND

73. Als der VdK, Ortsgruppe Radevormwald zu Weihnachten 1959 das einmalig schöne Foto von Heinz Krüpe: 'Ansicht der alten Wiebachmühle' als Spendenkarte herausgab, da gab es das Müh1haus bald schon nicht mehr, das dem Bau der Wuppertalsperre ebenso weichen mußte wie so mancher historische Bau. Der winterliche Schnee in dem so einsamen Tal am Wiebach verzauberte märchenhaft die fichtenreiche Landschaft. Nur Spuren des Mühlteiches findet man heute noch nahe der Stelle, wo bis 1910 die Kupfergrube 'Caroline' bestand als Ort heimiseher Kupfergewinnung. Nur noch Monate wird es möglich sein, den Ort vergangenen Getreidemühlengewerbes wandernd zu besuchen in Erinnerung an das Mühlhaus mit angewinkeltem kleinen bergischen Wohnhaus.

74. Mag der Abriß der geschichtlichen Bauten von Kräwinklerbrücke als Vormaßnahme zur Wuppertalsperre bedauert worden sein, so auch der Verlust des SGV-Heimes im Wiebachtal, das dem bürgerlichen Wanderverein nach 1933 zuerkannt wurde, als die SA das von dem sozialistisch eingestellten Verein 'Die Naturfreunde' gebaute Haus innen demoliert hatte. Rückgabeansprüche der 'Naturfreunde' nach 1945 führten gerichtlich nicht zum Erfolg für den wieder zugelassenen Wanderverein, da wohl zuviel Kostenersatz anfieL Und so war das Haus durch die aufgeschlossene Wuppertaler SGV-Abteilung Einkehrstätte fur viele Radevormwalder Wanderer. Da der Bau im Talsperrenbereich nicht stehenbleiben konnte, wurde vor einigen Jahren vom SGV ein neues

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