Radevormwald in alten Ansichten Band 4

Radevormwald in alten Ansichten Band 4

Auteur
:   Bernhard Sieper
Gemeente
:   Radevormwald
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1334-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Radevormwald in alten Ansichten Band 4'

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49. Wo jetzt am Grünenbaum Ennepers Weide ist, stand vor Jahrzehnten ein Haus, in welchem Familie Förster beim Hof Finkensieper wohnte. Nach den Bekundungen van Familie Enneper war dies var mehr als fünfzig Jahren. Das könnte nach der Kleidung der vor dem längst verschwundenen Hause stehenden Personen stimmen. Es sind: Ida, Hedwig und Charlotte Förster. Ihnen hat sich Fritz Eisenbach zugesellt. Mag für den Vorort Bergerhof die EIberfeIder Straße die Hauptverkehrsdurchgangsstraße geblieben sein, so ist heute noch die Kölner Straße, an der sich die Ortschaft Grünen-baum befindet, als alte Eisenstraße nach Kräwinklerbrücke und Remscheid wichtige Verkehrsstraße van Bergerhof nach Wermelskirchen, Opladen und Köln.

50. Band 2 von 'Radevormwald in alten Ansichten' endete rnit einer Postkarte vom strohgedeckten Bauernhaus in Rernlingrade-Oege irn Tal der Wupper. War das Haus nach Oedeschlenke hin fotografiert, so hat die obige Aufnahme von Else Joergens, Dahlhausen den Höhenrücken als Hintergrund, an dem von Remlingrade her die Straße nach Rernlingrade-Bahnhof hinabkommt. Der Schornstein des Werkes Hindrichs Auffermann ist zu sehen. So wie das alte Haus von 1680 längst verschwand, so gibt es auch nach Schaffung der Ülfe-Wuppertalstraße paralell zur Wupper keine Bahnstation Remlingrade mehr. Dafür hat unsere Stadtgemeinde in unseren Tagen aber wieder ein strohgedecktes Haus, daß sich als Privathaus in Vorm Holte befindet. Modern, wohnlich und sehr ansprechend.

51. Zur Blütezeit der deutschen Jugendbewegung vor 1933 waren in unserer Stadt romantische Treffpunkte beliebt. Zwar konnte die Turnerjugend des Radevormwalder Turnvereins ihre Tieabende im Besprechungsraum der Turnhalle an der Ecke Bredder-Mühlenstraße durchführen, doch auswärtige Gruppen empfing man gern am schönen Kollenberg. Da man, solange Familie Höltring ihr japanisches Teehaus am Telegraf besaß, es öffentlich nicht betreten konnte, wurde der so exotische Bau nach Öffnung des Gelandes bei der Jugend beliebt. An den noch jungen Gesichtern bekarmter Radevormwalder wie Willi Reinbott, Hilde Hessler, Hugo Üllenberg, Luise vom Berg und Hans Weber läßt sich erkennen, daß man heute sagen kann: Lang ist's her. Heute steht dort die Landessportschule.

52. Wenn man 1979 in der Bahnhofsgaststätte Vesper in Bergerhof ein Werbeplakat mit dem Text: 'Besucht das Bergseebad Ülfetalsperre Radevormwald' sieht, hat man es gleich mit zwei überholten Gegebenheiten zu tun: in Bergerhof kann man weder eine Fahrkarte lösen wie in den Zeiten der Eisenbahn ~ also weder ein- noch aussteigen - noch wird ein Schwimrner, wie auf dem Plakat verheissen, in das gepriesene Bergseebad im Tal der Ülfe springen können. Diese Zeiten sind dahin, denn der Personenverkehr der Eisenbahn ist seit Monaten eingestellt und seit 1950 gibt es keine Badefreuden in der Ü1fetalsperre mehr, da zuviel Bakterien ins Wasser gelangen. Zwar blieb die Stauung des Ülfebaches ab Heesmühle erhalten, aber nur als Parklandschaft mit Tretbootfahren. Wer baden will, muß das jetzige Hallenbad aufsuchen.

53. Mögen wir Radevormwalder die östlichste Grenzstadt des Rheinlandes nach Westfalen hin sein, so haben wir uns doch stets als Rheinländer gefühlt. So besuchten Altersturner des Radevormwa1der Turnvereins das Deutsche Eck in Koblenz, die Landzunge zwischen Rhein und Mosel, die damals noch das 1897 errichtete Denkmal Wilheims I. krönte. Durch die Kriegszerstörung ist das Deutsche Eek ab 1953 Mahnmal zur Wiederherstellung der deutschen Einheit. An dem Turnerausflug nahmen teil: Hugo Üllenberg, Otto Schmitz, Edmund Fennel, Robert Reinbott, Georg Brass, Hans Keusen, Erich und Otto Dürholt, Walter und Otto von der Mühlen, Paul Klüting, Fritz vom Berg, Fritz Herzog, Erich Becker und Hugo Langenscheid. Sie waren wohl 1923 dabei als es galt, Rheinländer aus den von den Alliierten besetzten Stadten schwarz zum deutschen Turnfest nach München zu bringen.

54. Bei einer Namenstagsfeier in der katholischen Volksschule RocholIstraße entstand ein Klassenfoto. Radevormwalder Bürger wie Helmut Feldhoff, Heinz Schmidt, Hugo Berger, Walter Fastenrath, Frau Schwinderlauf, Frau Köhler, Gertrud Becker und Margret Höbler erlebten eine gute Schulzeit, denn Lehrer Fritz Ertel war, wie auch sein Kollege Walter Frielingsdorf, beliebt als ein der Jugendbewegung und dem Volksliedgut nahestehender Erzieher. Ab 1910 hatte die vierklassige katholische Volksschule bestanden. Heute gibt es nur noch konfessionelle Grundschulen. Die stets gute Verbundenheit zwischen Schule und Pfarrgemeinde wurde zwischen 1939 und 1945 gestört, als die politischen Machthaber sie ausgerechnet als 'Alfred-Rosenberg-Schule' in eine Simultanschule wandelten.

55. Ein Schnappschuß von einem Krieger-Verbandsfest hat als Hintergrund einen Kaiserstraßenteil festgehalten, der seit 1945 und für das Haus Finke Jahre später nicht mehr existiert. Das markante Eckhaus der Martinigemeinde mit der hohen Treppe davor war lange Jahre Arztpraxis. Das gegenüberliegende Eckhaus Rocholl am Beginn der Bahnhofstraße als Wohnhaus der bekarmten Radevormwalder Fabrikantenfamilie Rocholl grenzte zum Bahnhof hin an die Stallungen der Firma Ludwig Rocholl & Co. Hinter den hohen Bäumen des linksseitigen Gartenbereiches sieht man die Front des Hauses Finke. Hier traf man sich abends nachbarschaftlich zum frohen Tagesausklang. Haus Finke wurde zur Verbreiterung der Ülfestraße abgebrochen, während die beiden anderen Häuser 1945 niederbrannten.

56. Dem Rufe Turnvater Jahns zur Gründung von Turnvereinen folgten in unserer Stadt 1859 der Radevormwalder Turnverein und 1897 der Herbecker Turnverein. Die Herbecker Turner hatten und bchielten vor der Gründungsgaststätte Ü1fer einen turnerischen Übungsplatz. Als nach 1918 zunächst Fußball auch von Turnern gespielt wurde, dann aber, als sich besondere Fußballvereine bildeten. die beiden Turnvereine nach Möglichkeiten suchten, zum Turnen die Jugend zu begeistern, kam man auf Handball, weil zu dieser Sportart turnerische Wendigkeit sich geradezu anbot. Und so wie die Rader Turnerhandballer schöne Erfolge aufzuweisen hatten in den dreißiger Jahren so auch die Herbecker. Ein Foto macht deutlich, welches Rasensportleben in Herbeek herrschte. Zu sehen sind unter anderen Hans Wehberg, Hans Hussels, Fräulein Schrnidt, Peter Ferner, Fräulein Rabenschlag, Paul Schrnitz, Fräulein Wehberg, Josef Scheider, Willi Ibach und Karl Höltken.

57. Der Verfasser der wohl ersten umfassenden Radevormwalder Heimatgeschichte, Pfarrer Joh. Heinrich Becker aus Köln, war 1862 Gründer des Kirchenchores 'Cäcilia', Als 1928 Pfarrer Franz Brors aus Brühl, musikbegabter Kunstfreund, sich des Kirchenchores besondern annahm und den begabten Dirigenten Anton Isermann anstellte, da hatten die Sänger der Pfarrgemeinde St. Marien wohl ihre bedeutsamsten Ausbildungs- und Erfolgszeiten. Der Idealismus, zu den Gesangsproben im Vereinshaus zu erscheinen, war so groß, daß Hugo Baroth es nicht scheute, von Köln aus mit dem Fahrrad in die Heimatstadt zu kommen. Wie man auf dem Fotoschnappschuß sieht, wurde bei den fröhlichen Treffen auch der Durst gestillt. Die bekarmten Sänger Eickmeier, Stoffel und Reinhardt waren auch zur Stelle.

58. Leider weiß kein heutiges Chormitglied mehr, wann der Radevormwalder Pfarr-Kirchenchor 'Cäcilia' einen Tagesausflug zur westfälischen Burg Altena unternahm. Doch in jenen Tagen, da die Sänger Burg Altena nicht nur als Sitz eines Grafen aus dem bergischen Herrscherhaus Burg an der Wupper besuchten sondern auch als erste Jugendherberge der Welt. Da ergab sich der Bezug zu unserer Stadt, da diese 1909 die zweite deutsche Jugendherberge bekam. Vorm inneren Burgtor stand die Gruppe. Von links gesehen waren die Chormitglieder: Fritz Brüser, Rudolf Greve, Georg Keusen sen., Hugo Baroth, Rudolf Roth, Emil Küster, Richard Becker, Ernst Merx, Lehrer Walter Frielingsdorf, August Bornewasser, Willi Baroth, OHo Dierdorf, Paul Stoffel, Paul Bornewasser, Franz Eickmeier, August Schmidt, Willi Opherden und Emil Bornewasser unterwegs.

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