Radevormwald in alten Ansichten Band 4

Radevormwald in alten Ansichten Band 4

Auteur
:   Bernhard Sieper
Gemeente
:   Radevormwald
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1334-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Radevormwald in alten Ansichten Band 4'

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59. Vor 1933 hatte die katholische Pfarrgemeinde ein reiches Jugendleben. Neben den Kreuzfahrern und der Sturmschar gab es die Jungschar, die Klemens Biesenbach leitete. In Böhlefeldshaus vergnügten sich damals die Jungen mit FußballspieL Durch die Schaffung des städtischen Sportplatzes 1923 auf dem Kollenberg. Er bot vor allen Dingen die Sportvereinigung Radevormwald Anregungen, gute Spieler zu werden. Auf ländlichen Wiesen konnten die Jungen erste spielerische Erfahrungen sammeln. Selbst in Herbeek und auf Önkfeld gab es Fußballmannschaften. In der Jungschar spielten nach dem Foto: Hans Baroth, Paul Baroth, Harri Erlemann und die Brüder Dahlhaus.

60. Durch den 1923 von der Stadt fertiggestellten Sportplatz auf dem Kollenberg gab es eine reiche Entfaltung sportlichen Lebens. Bei den katholischen Jungmännervereinen gab es die Deutsche Jugendkraftabteilung, die sich 'Sport und Spiel' nannte. Sie erzielte hohe Leistungen. Die erste Fußballmannschaft, die vor einem Tor auf dem Kollenberg fotografiert wurde, hatte folgende bekannte Mitbürger als aktive Fußballspieler: Ewald Reinhard, Hannes Schumacher, Altbürgermeister Karl Schröer, Fritz Balve, Hermann Sommer, Ernst Faupel, Erich Merx, Karl Beeker, Franz Stümpel, Klemens Kreckel und Rudolf Schneider. Einige von ihnen leben nicht mehr.

61. Hatte der Fußballsport in unserer Stadt schon vor dem Ersten Weltkrieg mit dem Klub 'Stern' begonnen und nach Kriegsende der Radevormwalder Turnverein Fußballmannschaften, so brachte erst 1923 der von der Stadt geschaffene Sportplatz Kollenberg reges Leben. Es gab ab 1922 den Radevormwalder BalIspielclub, aus dem 1928 die Spielvereinigung hervorging. In diesem Jahr 1928 gab es auch bei der Deutschen Jugendkraft, 'Sport und Spiel', bereits eine Jugendmannschaft. Nach dem obigen Foto gehörten dieser Mannschaft an: Hans Klesper, Hermann Sommer, Erich Merx, Kar! Schneider, Fritz Koch, Walt er Bechte, Fritz Breuer, Hubert Biesenbach, Franz Reinhard, Philipp Kreckel und Josef Koch.

62. Auf einern weiteren Foto rnit Fußballspielern der Deutschen Jugendkraft, 'Sport und Spiel', Radevormwald vor 1933 auf dem Sportplatz Kollenberg sind von links gesehen folgende Mitbürger in schwarz-weißern Vereinstrikot zu sehen: Mathias Koch, Heinrich Eickmeier, Willi Kirschey, Johannes Stümpel, Ewald Reinhardt, Hännes Schumacher, Josef Lagudka, Franz Scheider und Peter Bornewasser. Torwart (mit Mütze) war damals Willi Bornewasser. Schiedsrichter, zweiter von rechts, war Edmund Greve, der als Kunststoffunternehmer tätig war. Begarm der Fußballsport in unserer Stadt schon vor dem Ersten Weltkrieg mit dem Klub 'Stern' und entstand 1922 der 'Radevormwalder Ballspielclub' , so konnte sich erst ab 1923 auf dem ersten festen Sportplatz auch das Fußballspiel voll entfalten. DJK hatte gute Spieler.

63. Der alten Bergerhofer Stolz und Erholungsort war stets der Garten hinterm Haus. Familie Sieper, an der EIberfelder Straße, erfreute sich eines Rosengärtchens. Auf einem Fotoschnappschuß vor der Natur-Rosenkulisse sieht man Opa und Oma Sieper, Frau Werth mit Sohn Helmut und Frau Heringhaus, die durch viele Jahre im Dienst am Union-Theater bekannt wurde. Da bei den Rosen bekanntlich auch die Dornen stehen, gab es für Opa Sieper manchen Ärger, wenn er die Früchte seines Apfelbaumes im Garten ernten wollte. Meistens waren Diebe schneller als er. Daran hat sich nicht viel geändert.

64. Zu diesem Fotoschnappschuß von Willi Hussels vom Eislauf auf dem Ülfebad ist zu sagen: Lang ist's her. Die vordergründigen Startblöcke gibt es nicht mehr. Kein Schwimmer springt ab 1950 in die so kühlen Fluten des bis dahin beliebten Freibades, da sie bakterienverseucht sind. Jedoch Eislauf ist in strengen Wintern noch möglich. Wer in jenen Tagen, als es noch Badebetrieb im Ülfebad gab, hinaufblickte zum Kollenberg, sah dort am Waldende nur den Bauernhof Hübel und die Jugendherberge. Der Höhenrücken auf Heesmühle zu, war noch nicht durch die Evangelische Jugendakademie bebaut. Noch waren die Bäume zum Hagebuch klein. Zum Baden zahlte man Eintritt an den Kassenhäuschen vor der Fußgängerbrücke. Eislauf war dagegen frei.

65. Eine Postkarte (ohne Ver1egerangabe) hat die Ansicht des seit Jahren verschwundenen Hotel-Café Wilhelm Sieper in Kràwinklerbrücke überliefert. Auch dieser Bau an der Wupper mußte der kommenden Wuppertalsperre weichen. An der historischen Eisenstraße Breckerfeld-Radevormwald-BergischBom-Remscheid gelegen, war die Hotel-Idylle als letztes Gebäude auf Radevormwalder Boden, da die Wupper-Mitte Grenze nach Hückeswagen hin ist, bergisches Ausflugsziel und Erholungsort im waldreichen Flußtal. Gegenüber am anderen Wupperufer befanden sich die Flenderschen Patrizierhäuser der Goethezeit, die auch verschwinden mußten als Grund der kommenden Talsperre. Noch steht die nicht mehr befahrbare alte Wupperbrücke rnit ihren Eisbrecherpf:ihlen. Der Kraftverkehr ist heute über eine moderne Hochbrücke verlegt, da der Industrieort Kräwinklerbrücke mit seinen Hammerwerken nicht mehr besteht.

66. Wenn seit Jahren viele Radevormwalder die schönen Waldwege der Hälverschen Mark als Staatsforst durchwandern, dann wird mancher nicht wissen, daß diese Wege auch Mitbürgern zu danken sind. Hatte unsere Stadt viele Arbeitslose eingesetzt beim Bau der Ülfe-Wuppertalstraße und beim Bau des Ülfebades, so ging die damals arbeitslose Jugend in die vor 1933 bestehenden Einrichtungen eines freiwilligen Arbeitsdienstes. Ein Foto aus jenen Tagen hat festgehalten, wie solch eine Gruppe unter Leitung von Staatsförster Böck (Krebsöge) einen entspannenden Ausflug unternahm. Für ein geringes Taschengeld wurden öffentliche Aufgaben bewältigt, die in der Notzeit nicht durch Fachkräfte ausgeführt werden konnten. Philipp Kreckel, Paul Stoffel, Hans Wehberg, Karl Höltken, Fritz Breuer, Leo Biesenbach und die Mitbürger Clever und Blackert machten mit.

67. Zu mancher örtlichen Veränderung gehört vor allen Dingen die Wandlung des Zeitungswesens in unserer Stadt. In kaiserlichen Zeiten und in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg, gab es bei uns auf bergischer Höhe zwei örtliche Zeitungen: die 'Bergische Landeszeitung' (des Verlages Friedrich Keim an der Hohenfuhrstraße) und die von Paul Wernicke in der Lindenstraße verlegte 'Radevorrnwalder Zeitung'. Letzter Drucker und Verleger der 'Radevorrnwalder Zeitung' war Walter Wernicke, der auf dem Foto neben seiner Schwester Franziska steht. Walt er Wernicke hatte einen Einrnannbetrieb. Er, der als Mitglied örtlicher Vereine sein eigener Reporter war, stand nach Festen am Setzkasten und schuf eigenhändig seine rein lokalgebundene Zeitung.

68. Zwar haben wir Radevormwalder 1979 ein Hallenbad, in welchem zu jeder Jahreszeit gebadet werden kann, doch wer von uns ein Freibad besuchen möchte, muß schon eine Reise in Kauf nehmen. Entweder muß man nach Schwelm, nach Vörde, nach Halver, nach Wermelskirchen oder nach Remscheid fahren. Wie gut hatten es doch die Bewohner unserer Stadtgemeinde bis 1950, als im Tal der Ülfe das so naturschöne Ülfebad zum Baden besucht werden konnte. Auf der Liegewiese zur Ülfe-Wuppertalstraße hin vergnügten sich junge Männer mit einer Pyramide, die Willi Hussels auf den Schultem trug. Erich Fliege und Paul Stahl waren dabei. Heute ersetzt ein Trimmpfad solche sportliche Schulung.

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