Radevormwald in alten Ansichten Band 4

Radevormwald in alten Ansichten Band 4

Auteur
:   Bernhard Sieper
Gemeente
:   Radevormwald
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1334-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Radevormwald in alten Ansichten Band 4'

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69. Generationen von Radevormwaldern haben Tanzschulen besucht. Schon 1880 besuchten siebzehn Schüler die häusliche Tanzschule von G. Konze und achtundzwanzig Schüler die von Eduard Vogel in Landwehr. Damals sangen die örtlichen Tanzlehrer zum Walzertakt: '1-2-3 Ia-ti-tom, komm, kleine Wechken, komm, komm, komm!' In den dreißiger Jahren, wie aus dem Foto zu ersehen, waren es weit über dreißig Jungen und Mädchen, die im Blauen Saal vom Café Osenberg eine Tanzschule besuchten, die von einem Schwelmer Tanzlehrer geleitot wurde. Unterricht in Privathäusern gab es nicht mehr, da der Kreis der Interessenten immer mehr wuchs. Statt der Geigenmusik des Tanzlehrers war ein Klavierspieler meistens zur Stelle. Willi Hussels, Walter Schäfer und Braut, Cordula Fischer, Willi vorn Berg, Hilde Ahlefeld, Lisbeth vom Hofe und Luzi Frangenberg waren dabei.

70. Kein vergangenes heimatliches Motiv ist so als Mühlenlandschaft gefragt und immer wieder gern geschaut wie Wiebachmühle. Die Aufnahme entstand, als der alte Mühlenbau (in bergischem Fachwerk) Schulheim der Dickmann'schen Privatschule Wuppertal geworden war. Selbst das kleine Nebenhaus war noch im alten Zustand mit grünen Fensterläden. Das Mühlenhaus selbst war berankt. Dort, wo sich rechts einmal das Mühlrad der Getreidemühle befand, hatte man eine überdachte Terasse geschaffen. Und der noch vorhandene Mühlenteich war in sauberem Zustand. Im Garten unter alten Eichen gab es einen Laubenraum. Nun 1979, wo man weder einen Teich noch Reste der Mühle vorfindet (da diese Stelle im Wasser der kommenden Wuppertalsperre versinken wir), drängen sich Erinnerungen an Bootsfahrten auf dem Mühlenteich und das schöne Bild des Mühlhauses auf.

71. Bis zum Jahr 1961 hatte Haus Herriger an der Mühlenstraße die im Foto festgehaltene Ansicht eines bescheidenen Einfamilienhauses. Wilhelm Herriger hatte mit einem sogenannten Kolonialwarenladen begonnen, gewerbliches Leben in die Mühlenstraße zu bringen, die bis Kriegsende 1918 nur ein nach Heesmühle fûhrender Hohlweg war, an dessen Böschungen man Beeren und Wespennester fand und ab 'Schinskuhle' im Volksmund, also Schinderkuhle, wo Tierkadaver vergraben wurden, Waldbereiche des Hagebuchs. Die im Foto links zu sehenden Miethäuser der Wohnungsbaugenossenschaft an der Friedrichstraße dürften Familie Herriger bewogen haben, ein Einzelhandelsgeschäft der nachbarschaftlichen Versorgung zu wagen. Nun 1979 ist die Mühlenstraße inzwischen zur ausgebauten Verkehrsstraße geworden. Neubauten reichen bis zur früheren 'Schinskuhle',

72. Ein Fotoschnappschuß von der Rückseite des Hauses Ruckebier, also von der Hohenfuhrstraße aus, hat nicht nur ein Bild des inzwischen aufgehobenen alten lutherischen Friedhofes bewahrt sondern auch das nicht mehr bestehende Landschaftsbild der von Kotten her ansteigenden Wiesen und Felder zum Ülfer Kopf. Zwar sieht man rechts von der Jahnstraße die ersten beiden Neubauten des Bereiches am Telegraf, aber mit dem Bau der Nordstadt waf noch nicht begonnen worden, wodurch die Naturlandschaft in Hochhausbereiche gewandelt wurde. Von den vielen kulturell wertvollen alten Grabsteinen des Friedhofes sind einige erhalten worden, die bei der lutherischen Kirche Aufstellung finden werden. Mancher Lebensbaum wurde entfernt eine gelichtete Parklandschaft zu bekommen als Naturtor zum Wartburghaus.

73. Trotz aller Wandlungen der Telegrafenstraße blieb das altbergische beschieferte Haus Sieker an der Ecke zur Jahnstraße erhalten. Seine Eingangsseite ist zur Stadtmitte hingebaut und nicht zu einer der beiden Straßenfronten. Ein gewinkelter Vorgarten mit blühenden Obstbäumen belebt naturhaft die Straßengabelung. Als das Foto entstand, war bereits ein Hinweisschild zur Jugendherberge vorhanden, die 1929 eingeweiht wurde. Der Name der Telegrafenstraße besagt, daß an den optischen Telegrafen erinnert wird, der bis 1848 auf der Kollenberghöhe stand. Da nun 1979 die Telegrafenstraße auch zur evangelischen Jugendakademie und zur Schulungsstätte der Kundenkreditbank führt zum Kollenbergpark und den Sportanlagen, hat sie erhöhtes Verkehrsaufkommen. Die Weiterführu

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