Radevormwald in alten Ansichten Band 5

Radevormwald in alten Ansichten Band 5

Auteur
:   Bernhard Sieper
Gemeente
:   Radevormwald
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2896-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Radevormwald in alten Ansichten Band 5'

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59. Dieses Foto einer Felsenlandschaft mit aufsteigendem Fußpfad war nur zu erläutern durch die Suche nach dem abgelichteten Motiv. Es handelt sich um den Aufstieg zum Bilstein in Kräwinklerbrücke. Ein Vergleich mit heute macht deutlich, daß der Aufstiegspfad erst frisch angelegt worden war, denn heute ist der Hang zum Weg nach Dörpmühle mit Bäumen bewachsen, Die Reste einer Wallburganlage, auf der die beiden Täler von Wupper und Dörpe beherrschenden Felskuppe, weist auf einen frühgeschiehtliehen Beobachtungs- oder Fluchtort hin. Da auch das gut 10 Kilometer entfernte Beyenburg einen solchen Felsen hat, der Bielstein heißt, denn es gibt beide Schreibformen mit e und ohne, ja selbst im Sauerland eine Stadt Bielstein heißt, muß der Name wohl aus dem mundartlichen Biel für Beil kommen, wie man ihn auch in Westfalen kennt.

60. Ein längst nicht mehr bestehender Bliek auf die Feldstraße und die Stadtsilhouette von Süden her, ist im Foto festgehalten. Es stand noch die Nopperei der Firma Johan Wülfing & Sohn, Dahlerau. Auch die Bauten der längst nicht mehr bestehenden Firma 'Schlittschuh und Baubeschlag' waren noch im alten Zustand da. Bewohnt von den Familien Stoffel, Gecks, August Rumpf, Gebrüder Reinhard und Huckenbeck. Linksseitig wohnte der Heilpraktiker Michel mit seinem Sohn. Beide waren bei der Bahn tätig. Eine Ecke des Neubaus Brass ist noch zu erkennen. Die Schloßfabrik Ludwig Rocholl & Co, mit ihrem hohen Schornstein, hat inzwischen Platz machen müssen für ein neues Kultur- und Wirtschaftszentrum. In dem kleinen Haus, linksseitig der Feldstraße, wohnte Familie Bartholomäus.

61. Diese Ansicht vom Möbelgeschäft Georg Keusen mit Hofeinblick zur Schreinerei besteht nicht mehr. Das Handwerkshaus Keusen an der Ülfestraße hat heute einen mit der Straßenflucht abschließenden Neubau, Auf den neuen Schaufenstern ist zu lesen: 'Beerdigungsinstitut Georg Keusen.' Es handelt sich um den Sohn des Firmengründers. Im Zeitalter des Kaufes von serienmäßig gefertigten Möbeln haben sich auch Schreiner auf die Übernahme aller Beerdigungsformalitäten umgestellt; von der Sarglieferung bis zum Kassieren von Sterbegeldern für die Hinterbliebenen. Nach Hausversicherungsunterlagen ist der Betrieb Keusen über hundert Jahre alt. In Band 2 konnten wir ein Foto bringen aus dem hervorgeht, daß Schreinermeister Georg Keusen als Oberführer-Steiger seine Söhne Hans, Willi und Georg junior als gute Turner im RTV in die Feuerwehr holte, da es an Wehrmännern fehlte. Noch heute sind die Keusens Jungen Willi, Hans, Georg und Ernst geschätzte Turner im RTV.

62. Am Wegeknotenpunkt Laakbaum-Ispingrade, Sieplenbusch-Kattenbusch stand das Einfamilienhaus von Paul Bornewasser in Zeiten, als die Bereiche Laakbaum und Kattenbusch noch nicht als Wohnraumbebauungsflächen ausgewiesen waren wie seit einigen Jahren. Laakbaum war noch stiller Außenbereich, der schon vom Namen her an alte Festungsstadtzeiten erinnert, denn aus dem mundartlichen Lohkbohm, für Pfahlbaum, wurde das hochdeutsche Laakbaum. Der Burgbann unserer Stadt war in Laakbaum durch einen Pfahl abgesteckt. Ebenso hat das so nahe Kattenbusch von Namen her nichts rnit Katzen zu tun, sondern wurde von Kate abgeleitet. Der moderne Straßenausbau läßt zur Straße hin keine Bäume mehr zu und einen Schneemann, wie zur Zeit der Aufnahme, wird man heute besser zur Hofseite errichten.

63. Der verstorbene RadevormwaJder Kunstmaler Paul Wellershaus hat vor seinem Tod ein impressives Gemälde geschaffen, auf dem die Wahrzeichen unserer Stadt, die vier Kirchtürrne, nebeneinander zu sehen sind. Mag es solch einen Stadtblick zwar in der Wirklichkeit nicht geben, so ist doch aus einem Foto von der Neustraße aus zu erkennen, daß bei diesem Fotografenstandort die drei Türme von altlutherischer, reformierter und katholischer Kirche wie nebeneinanderstehend erscheinen, was nur perspektivisch bewirkt wird. Das katholische Pfarrhaus scheint neben der altlutherischen Kirche zu stehen und die Oststraße diese Kirche mit der reformierten zu verbinden, was aber nicht den realen Gegebenheiten entspricht. Wer die Heimat kermt, weiß, wie 'Radevormwald im Bergischen Land' zu sehen ist.

64. Die Industriefotografen Klinke & Co, Berlin, erhielten eine Fliegeraufnahme von unserem ab 1927 bestehenden Ülfebad zur Veröffentlichung freigegeben. Mit dieser Postkarte aus der Vogelschau ist die Formstruktur unseres bis 1950 bestehenden schönen Naturfreibades zu überblicken. Parallel der ÜlfeWuppertalstraße Richtung Ülfebacheinlauf Heesrnühle besteht eine bumerangähnliche Krümmung. Damals. als die Fliegeraufnahme entstand, gab es noch auf dem Staudamm die Umkleideräume und die erste gewinkelte Fußgängerbrücke bestand noch, die inzwischen ersetzt worden ist. Das frühere Bad ist heute Erholungsbereich. Der Bootlandesteg ist, wie die Umkleidekabinen, nicht mehr vorhanden. Selbst am Nichtschwimmerbereich gab es, wie man sieht, Umkleidekabinen.

65. Im Sozialbereich unserer Stadt war bis 1945 das Versorgungshaus ein Begriff. Der an der Slepenstraße befindliche große zweistöckige Bau mit dem im Mittelteil betonten stumpfwinkligen Dachausbau, diente der Unterbringung von Waisen und Alten. Eine dem Haus angegliederte Landwirtschaft war zur Selbstversorgung der Hausinsassen da. Daher besaß das Versorgungshaus verschiedene Ländereien, die bewirtschaftet wurden. Da das gleichzeitig bestehende Krankenhaus 'Kaiser-Wilhelrn-Stift ' mit seinen dreißig Betten nach dem Zweiten Weltkrieg zu klein geworden war, wurde das Versorgungshaus als Flügel dem Krankenhausneubau angegliedert. Die vorhandenen Zimmer ließen sich gut in Krankenzimmer umwandeln. Das zunächst von der Stadt geführte Krankenhaus, ging vor einigen Jahren in den Besitz des Johanniterordens über, der es wirtschaftlich zu leiten versteht.

66. Eine Aufnahme vom Turm der reformierten Kirche aus bietet einen Fernblick bis zu den Waldungen an der B 483, also auf Hückeswagen zu. Man sieht noch die ersten Bauten am Wiedenhofkamp. An der Feldstraße stand noch der Bau der Nopperei. Zu den Häusern der Kaiserstraße ist zu sagen, daß die rechts abwärts führende Häuserzeile damals Dachausbauten hatte. Heute, nach dem Wiederaufbau, nur noch der Neubau Kormannshaus. Hotel Henn, sowie der ganze Bereich des Rochol!'schen Fabrikbesitzes und das Eckhaus Rochol! an der Ecke Kaiser-jBahnhofstraße verschwanden. Auch die Häuser im Vordergrund links sind nicht mehr. Aus dem noch vorhandenen Bahnkörper sol! eine Stadtumgehungsstraße werden.

67. Nach den heutigen Straßennamen bildeten die vier nach den Himmelsrichtungen benannten Straßen zur Kaiserstraße den Kern der Festung Radevormwald. Somit ist auch die Oststraße eine historische Straße, die vom Marktplatz aus zum Stadtgraben führte und nun an der Hohenfuhrstraße endet. Noch stehen die links zu sehenden Häuser Bechte, Finkensieper, Pohlig, Sommer und Völker mit überholten Fassaden. Doch rechts, wo sich der Hofzugang zum Saal August Berg befand, stehen heute Neubauten. An der linken Ecke zur Schützenstraße wurde Freiraum geschaffen. Der Bliek auf die an der Ülfestraße gelegene Kirche der altlutherischen Gemeinde ist noch gegeben. Auch der rechts zu sehende Spitzhelmturm der katholischen Kirche blieb, obgleich die Kirche selbst erneuert wurde Jahrzehnte liegen zwischen die Aufnahme und heute.

Radevormweld.

Kalserstrasse mi! Allee.

68. Diese historische Ecke Kaiserstraße-Telegrafenstraße, die zwar modernisiert noch besteht, ist durch Verkehrsplanungen bedroht im Zug innerstädtischer Veränderungen. Lange ist es her, daß rechts das Lebensmittelgeschäft Hermann Knipping so aussah wie auf dem Foto zu sehen, Viele heute in unserer Stadt wohnende Mitbürger haben die stattliche Kastanienallee nicht gekannt, die bis vor das damalige Haus Stoffel reichte (heute Haus Dornseif, aber ohne Treppenzugang), Die Mönichs hatten noch eine Gaststätte mit Saal. Die links zu sehende Gaststätte Stauder lebt nur noch in Erinnerungen. Die noch bestehende Lücke zwischen den Häusern Stauder und Klinker, ist durch den Bau Kampmann geschlossen worden. Noch stehen links die hohen erkerbelebten Bauten aus der Epoche nach 1900.

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