Radevormwald in alten Ansichten Band 6

Radevormwald in alten Ansichten Band 6

Auteur
:   Bernhard Sieper
Gemeente
:   Radevormwald
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1564-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Radevormwald in alten Ansichten Band 6'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

29. Wie in allen Abteilungen des Radevormwalder Turnvereins, so waren auch die Turnstunden der Damenabteilung stets gut besucht. Frauenturnwart war als das Foto gemacht wurde, Waldemar Specht. Als Vorturner standen ihm zur Verfügung Hugo Üllenberg und Gustav Ziess. Man sieht auf dem Gruppenbild in der Turnhalle: Hilde Fennel, Elli Amelung, Käthe Kirchner, Luise vom Berg, Hilde Bechte, Hilde Hombrecher, Luise Schaub, Ilse Winterhagen, Emmi Meskendahl und andere.

30. Nachdem nach dem Ersten Weltkrieg der RTV zunächst eine Fußballmannschaft gehabt hatte, die sich aber vom Verein trennte, wurde Handball ab 1922/23 Rasenspiel im Verein zum Faustballspiel. Die Ruhrbesetzung 1923 gab keine Spielmöglichkeiten mehr durch Grenzziehungen. Nach einigen Jahren trafen sich Turner vorm Hause Bangert und meinten zum Handball: 'Löffe ens wier ahnfangen'. Und dann gings los mit den Spielern: Heini Üllenberg, Waldemar Specht, Erich Ruckebier, Gustav Zie ss, Kurt Bretfeld, Willi Klug, Adolf Welsen, Paul Schuster, Walter Ziess, Kar! Hesterberg und Viktor Sommer. Es gab schöne Spielerfolge mit dieser Handball-Vereinsrnannschaft.

31. Zu Festen und Ausmärschen besaïs der Radevormwalder Turnverein vor Jahrzehnten eine vereinseigene Tromrnlerabteilung, vom Volksmund 'Knüppelmusik' genannt. Übungsort waren Räume in der früheren Ziegelei, wo sich auch die Turnerjugend traf. Eine Aufnahme wurde auf dem Eichenkreuzsportplatz gemacht. Musizierende Turner waren damals: Jan van Tuinen, Hans Raum, Ferdi Schrnidt, Gustav Ziess, Waldemar Specht, Paul Schuster und Alfred und Hugo Helmich. Angefordert wurde die Trommlerabteilung auch von anderen örtlichen Vereinen und zu Volksfesten.

32. Die bauliche Entwicklung unserer Stadtgemeinde nach dem Ersten Weltkrieg ist den örtlichen Bauunternehmungen zu danken. Ein Fotoschnappschuß von einer Baustelle jener Zeit hat die geschätzten Männer vom Bau zünftig vereint. So Philipp Kreckel, Ernst Schwanz, Otto Drecker, Artur Brombi und Paul, Otto und Walter Kreckel, sowie Dachdeckermeister Hermarrn Krapp und seine Söhne Hermann und Artur.

33. Bedingt durch die örtliche Schlittschuhindustrie des Hudora Werkes, kam es vor Jahrzehnten im Keller des Hauses Dornseif zur Gründung der ersten örtlichen Eishockeymannschaft. Das war für unsere Fuß- und handball-begeisterte Stadt eine ganz neue Sportart ohne jede Tradition. Gute Turner, wie Waldemar Specht, Paul Mühl, Richard Hombrecher, Willi Sondermann, Willi Klug, Erich Fliege, Werner Meier und Leo Biesenbach, brachten die Kondition mit, auf dem Eis des Ülfebades sich gut zu schlagen. Gerade die schöne Winterlandschaft im Tal der Ülfe, brachte auch viele Zuschauer, die vom Bootslandessteg oder von den Terassen der Restauration die neue Sportart begrüßten, die es leider längst nicht mehr gibt in unserer Stadt.

34. Bei Niederschrift dieses Textes zu obigem Foto, feiert der Altersturner Willi Keusen im Kreise der Turnerfamilie des Radevormwalder Turnvereins seinen 80. Geburtstag im Februar 1981. Ein überaus reiches turnerisches Leben liegt hinter dem geschätzten Mitbürger. Da er, Willi Keusen, bei einer Wanderfahrt der Turnerjugend in die Wahner Heide die wichtige Aufgabe der Essenausgabe auf einem Bauernhof übernommen hatte, sei dieses Erinnerungsbild ins Buch eingegliedert. Damals, als die Walmer Heide noch Naturlandschaft war und niemand an einen Flughafen dort dachte, war die große Zeit der deutschen Jugendbewegung. Es waren bei der Wanderfahrt mit dabei: Willi Reinbott, Hans Weber, Ferdi Schmidt, Walter Steinkamp und Bob Pickhardt.

35. Mag Hotel Fasbender schon öfters auf Postkarten im Bild bewahrt worden sein, so zeigt dochjede Postkartenveröffentlichung an, welche Bedeutung der Hotelbau im Stadtbild hatte. Die Ansicht mit der Aufschrift 'Richard Fasbender, Hotel Radevormwald Tel. 19', verlegte der Kunstverlag 'Universum V. Knöss, Frankfurt a. Main'. Der dreistöckige Fachwerkbau hatte schon Steinputzfassade bekommen und ausgebautes Dachgeschoß. Den Bildausschnitt grenzt die Wand vom Gasthof 'Zur Bahn' ab, dem späteren Hotel Henn. Links die Gasse am Hotel Fasbender war für die Hofzufahrt von Gästen bestimmt. Sie trennte vom alten Rathaus, das noch als Ecke zu sehen ist. Dort war die städtische Polizei untergebracht. Unter den Kindern auf der Straße ist ein Junge, der Zeitungen verkauft.

Richard Fasbender, Hotel Radevormwald

Tel. 19

36. Um 1925 herum gab es die Bruderschaft Radevormwald des Jungdeutschen Ordens, eines nationalen Verbandes den Artur Mahraun geschaffen hatte unterm Nachbarschaftsgedanken. Das schwarze Johanniterkreuz auf weißem Grunde war Ordenszeichen. Auch Altbürgermeister Ewald Meskendahl war damals Ordensbruder. Die Brüder Hans und Werner Paulig, Erwin und Eugen Meskendahl, Erich und Eugen Kreckel gehörten dem Jungdo, wie die Bevölkerung sagte, an. Franz Nowak, Walter Steinkamp, Adolf Specht und sein Sohn Waldemar, Paul Cramer, Alfred Langenscheidt, Hermann Krapp, Albrecht Betz, Walter Saul, Willi Schneider, Paul Rüggeberg, Gustav Fax, Wilhelm Binder waren unter anderen dabei. 1933 wurde der Jungdeutsche Orden verboten.

37. Für die Eisenbahnstrecke Radevormwald-Wuppertal war in den Jahrzehnten ihres Bestehens kein Ort so romantisch und auch so verantwortungsvoll wie der Schrankenwärten-Posten 7 am Kreuzungspunkt Kreuz des Schienenstranges mit der B 229. Zu jeder Eisenbahnüberquerung der Straße mufsten die gekoppelten Schrankenbäume herabgelassen werden, Unfälle zu vermeiden. Das kleine Einraumhäuschen aus Ziegelsteinen wurde in den Wintermonaten mit einern Ofen beheizt, der anheimelnde Wärme bot, wenn Stürme die Bäume der alten Allee durchtobten. Die sich dienstlich ablösenden Schrankenwärter hatten sich, die Mussezeit auszufüllen, ein Gärtchen angelegt. Man konnte bei Tage mit Anwohnern plaudern, doch die Stille der Nachtstunden war hier ohne Besucher recht einsarnes Wachen auf Signale nahender Züge zu achten. Wilhelm Ahlefeld hatte Dienst.

38. Die heutige Druckerei Ringsdorff an der Grabenstraße war vor Jahrzehnten evangelischer Kindergarten. Um 1930 herum hatte die Kindergärtnerin Fräulein Rüsing, wie man sieht, eine stattliche Kinderschar zu betreuen. Es dürften an die 60 gewesen sein. Zur Hofseite des Hauses war noch naturhafter Baurnbestand als Fotokulisse zur Gartenstraße hin, die inzwischen bebaut ist. Auf dem Foto sind zu sehen: Gisela und Edith Hölter, Irmgard Meier, Gebrüder Hecker, Christa Duisberg, Hannelore Ambrock, Joachim von der Mühlen, Anneliese Nahrgang, Siegfried Wolzenburg, Otto Giersiepen, Wilfried Winterhagen, Erika Brüninghaus, Karl-Heinz Zöller und andere.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2022 Uitgeverij Europese Bibliotheek