Raguhn in alten Ansichten

Raguhn in alten Ansichten

Auteur
:   Rudolf Brückner
Gemeente
:   Raguhn
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5375-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Raguhn in alten Ansichten'

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9. Da Übernachtungsmöglichkeiten fehlten, wurde im Jahre 1929 das Rathaus um ein Stockwerk erhöht und der Backsteinbau verputzt. Die ursprünglich hier untergebrachte Stadt-Sparkasse erhielt 1937 ihr eigenes Gebäude. Der Saal des Ratskellers wurde 1940 zu Diensträumen umgebaut, so daß die Stadtverwaltung nun über die gesamte erste Etage verfügte, seit 1980 auch über die ehemaligen Fremdenzimmer.

10. Inmitten der Stadt, auf dem früheren Friedhof, liegt die Kirche St. Georg. Sie wurde in den Jahren 1839/40 auf den Fundamentmauern der alten Kirche errichtet, aus Mangel an Geld und Mauersteinen der Turm erst 1842 angebaut. Ihre Geschichte geht bis in das 13. Jahrhundert zurück. Der Pfarrer Henricus unterschrieb im Jahre 1285 als Zeuge die älteste erhaltene Urkunde , die als Nachweis über das Bestehen des Ortes gilt. Eine der alten Glocken, die bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges in der Kirche aufbewahrt wurden, war im 13. Jahrhundert gegossen worden, die andere etwa zwei Jahrhunderte später.

1 J . Die Aufnahme der Raguhner Kirche von Westen her zeigt den Turm in seiner ursprünglichen Gestalt, mit Uhr und Spitztürmchen. Hierauf wurde bei seinem Wiederaufbau verzichtet. Die weithin einsehbare Uhr hatte in den Zeiten, als nur der wohlhabende Bürger über seine Taschenuhr verfügte, erhebliche Bedeutung. Den Bauern auf dem Felde zeigte sie Pausen und Arbeitsende an, den Kindern die Zeit, zu der sie sich zu den Mahlzeiten zu Haus einzustellen hatten. Als sich die hier eingepfarrten Retzauer Einwohner an den Kosten beteiligen sollten, verwiesen sie in ihrem Einspruch darauf, daß sie ja die Turmuhr weder sehen noch ihr Schlagen hören könnten.

12. Als im April 1945 acht Tage lang zwischen USTruppen und den die Stadt verteidigenden deutschen Einheiten gekämpft wurde, fiel der Kirchturm dem ArtilleriebeschuB zum Opfer. Die Amerikaner hatten den hier eingesetzten Beobachtungsstand schnell erkannt und konzentrierten ihr Feuer deshalb hierauf. Die gesamte Kirche wurde stark beschädigt. Es sollte danach Jahre dauern, bis die ärgsten Schäden behoben werden konnten. Da nach Kriegsende der Besitz von Fotoapparaten von der Besatzungsmacht untersagt war, sind nur wenige Bilder der Folgen jener für die Stadt so argen Tage erhalten geblieben.

RFGUHN (Anhalt)

von der Wittenberger Brücke

13. Der Bliek von der Wittenberger Brücke auf die Hauptstraße zeigt neben erhaltenen Gebäuden auch jene, die im April 1945 zerstört wurden: links das erste zweistöckige, das Haus des Schmiedemeisters Müller und rechts das zweite Haus, das des Sattlermeisters Nikolai.

Hauptstrasse

14. Die Postkarte aus dem 19. Jahrhundert zeigt die Hauptstraße von der Höhe Rathaus aus gesehen, ganz am Ende das Torschreiberhaus, Es wurde im Jahre 1911 beim Neubau der Wittenberger Brücke abgebrochen, um eine gerade Weiterführung der Straße zu errnöglichen. Wie zu dieser Zeit üblich, wurden die Dimensionen erheblich erweitert, so daß man glauben konnte, die Hauptstraße hätte in der Breite etwa der Dessauer Kavalierstraße entsprochen. Ihre Ausdehnung war aber auch damals nicht größer als heute.

Raguhn Hilupt·Stril~e

15. Das Eckhaus gegenüber dem Rathaus, Buchbindermeister Koch zu Beginn dieses Jahrhunderts gehörend, entstand zum Teil auf dem Gelände des alten Rathauses. Zwischen beiden führte seit 1865 die Schloßstraße ohne Beschränkung nach Schloß Libehna und Jeßnitz.

Raguhn 'Anhalt)

16. Parkprobleme gab es im Jahre 1920 noch nicht, wie die Aufnahme der Hauptstraße aus dieser Zeit zeigt. Beachtenswert die Pumpe - von den Raguhnern 'Plumpe genannt - vor dem Rathaus. Vier davon gab es in der Hauptstraße. Dort wurde das Trink- und Gebrauchswasser gepumpt ('geplumpt'), hier wurde aber auch das Neueste vom Tage ausgetauscht. Erst im Jahre 1927 karn es in Raguhn zur Verlegung von Wasserleitung und Kanalisation. Gemeinsam mil Jeßnitz und Bobbau bildete Raguhn einen Wasserwerks-Verband. Vorn Bobbauer Wasserturm aus wurden die drei Orte mil Wasser von hoher Qualität versorgt.

·Ra~uhn ? Haupl·S:ra&e mil Postamt

17. Eine der ersten Foto-Postkarten von Raguhn zeigt die Hauptstraße etwa von Fleischerei Schmidt (damals noch Tennert) aus. Die Wagen weisen uns auf den Stellmacher hin, der neben der Post seinen Handwerksbetrieb hatte. Am Ende der Straße ist das Torschreiberhaus zu erkennen.

Raguhn I. Anh.

Po tarnt

18. Im Oktober 1850 wurde in Raguhn eine Posthalterei eingerichtet. Kaufmann Brunner betrieb sie in seinern Grundstück 'ruitten in der Hauptstraße gelegen', Als sich durch den steigenden Betrieb die Räume als nicht mehr ausreichend erwiesen, zog sein Nachfolger in die Kirchstraße um. Aus der Konkursmasse Hauns erwarb Mauermeister Linke das Grundstück Hauptstraße 22 und errichtete nach Abbruch des baufälligen Hauses ein Gebäude für das Postarnt. so, wie es heute noch genutzt wird. Am 1. April1894 wurde es in Betrieb genornmen.

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