Raguhn in alten Ansichten

Raguhn in alten Ansichten

Auteur
:   Rudolf Brückner
Gemeente
:   Raguhn
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5375-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Raguhn in alten Ansichten'

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Raguhn i. Á.

Haupt traße

19. Die Raguhner Apotheke befand sich über viele Jahrzehnte im Hause Hauptstraße 50. Apotheker Kant erwarb in den dreißiger Jahren das im Jahre 1990 abgebrochene und nun neu errichtete Gebäude Rathausstraße 54, in dem sie jetzt seit sechs Jahrzehnten ihre Heimstatt hat. Links neben der Apotheke das Kaufhaus Wilhelm Kühnelt, rechts daneben die Drogerie Kirsten.

20. Das Haus Ecke Hauptstraße/KirchstraBe hatte durch seine Lage gegenüber dem Rathaus über Jahrhunderte erhebliche Bedeutung. Hier befand sich eines der ältesten Geschäfte der Stadt, war über Jahre hinweg die Poststelle. Die Postkutsche (am rechten Bildrand) brachte Fahrgäste, Pakete und Briefpost zu den am Bahnhof eintreffenden Zügen und Ankommende und Eintreffendes zurück in die Stadt.

21. Das Winter-Foto des Doppelhauses Hauptstraße 58/59 wurde nach dem Ersten Weltkrieg aufgenommen. Neben dem 'Hamburger Kaffee-Geschäft' befanden sich die Gaststätte von Karl Ecke , Kurt Quells Druckerei und Verlag der 'Raguhner Nachrichten' und das Modewarengeschäft der Frau Gertrud Schneider unter einem Dach.

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22. Werbung ist keinesfalls eine Erfindung der privaten Fernseh-Sender, wie mancher heute annimmt. Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sind im 'Anhaltischen Staats-Anzeiger' und in den 'Raguhner Nachrichten' Annoneen der großen Produzenten von Nahrungs- und Genußmitteln und Kosmetika zu finden. Beliebt waren Kost- und Kochproben von Suppen, Kaffee und Kakao. So mancher kam dazu allerdings auch nur, um sich aufzuwärmen. Die Raguhner Kolonialwarengeschäfte (LebensmittelhändIer) wurden vorwiegend von den Dessauer Großhändlern Max Henze und Kolbitz & Bangemann versorgt, die bis in die dreißiger Jahre hinein wöchentlich einmal mit Pferd und Wagen die je siebzehn Kilometer für Hin- und Heimweg zurücklegten.

23. In der Brauhausstraße hatte sich Sattlermeister Ulrich etabliert, der über Jahrzehnte auch als 'Dekkelriernenfabrikant' seine Erzeugnisse anbot. Vom Brauhaus, das der Straße seinen Namen gab, sind leider keine Aufnahmen erhalten geblieben. Es schloß seine Pforten nach dem Zusammenbruch der Raguhner Gewerbebank im Jahre 1905, als Brauereibesitzer Barthel sein gesamtes Verrnögcn einbüßte.

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Schlossstrasse

24. In der Schloßstraße entstanden um die Jahrhundertwende die ersten villenähnlichen Gebäude , errichtet von den Besitzern der sich entwickelnden Industriebetriebe. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts hatte die Bebauung der Straße begonnen. Ursprünglich wurde dieser beidseitig landwirtschaftlich genutzte Weg nach Schloß Libehna und Jeßnitz Abend für Abend gesperrt. Der Ratskellerwirt hatte das durch das Rathaus führende Tor zu schließen. Erst nach dem Brand im Jahre 1863 war freie Durchfahrt und damit der Ausbau der Schloßstraße durch die Korrektur des Standorts des Rathauses möglich.

25. Nach Haetge/Harksen (Die Kunstdenkmale des Landkreises Dessau-Köthen, Burg, 1943) war das Haus KirchstraBe 7 (Ecke KirchstraBe/Mühlstraße) das älteste bis in das 20. Jahrhundert erhaltene. Als Baujahr nannten sie 1500. Der zweigeschossige Fachwerkbau hatte am Dachgesims Balkenköpfe, der Giebel war abgewalmt mit Schiffkielen. Letzter Bewohner war die Familie Paschmionka. Wegen Baufälligkeit wurde das Haus um das Jahr 1960 abgebrochen. Das Grundstück ging in den Besitz der Firma PeralESRA über.

26. Der Marktplatz, zeitweise auch 'Plan' genannt, beherbergte einige interessante Gebäude , war jedoch zu keiner Zeit der Mittelpunkt der Stadt. Gegenüber der Schule befand sich der Gasthof 'Stadt Dessau'. Im Hause Markt 2 wohnte über Jahrzehnte der Bürgerrneister, der zeitweise dort auch sein Dienstzimmer hatte. Seinen Namen hat der Platz vom Wochenmarkt, der hier abgehalten wurde , während die Jahrmärkte vor allem in der Hauptstraße stattfanden.

27. Auf dem Schulhof ließen sich die Raguhner Lehrer des Jahrgangs 1898 mit ihren neuesten Lehrmitteln fotografieren. Neben Rektor Schmidt sind die älteren Bürgern der Stadt noch bekarmten Lehrer Blume und Franke, die Herren Liebrecht, Standtke und Walther sowie Fräulein Heinrich zu sehen. Zu dieser Zeit gab es eine Volksschule mit fünf Klassen und 291 Schülern und die Bürgerschule mit drei Klassen und 94 Schülern. Abends und sonntags nach dem Gottesdienst wurden von den gleichen Lehrern die Lehrlinge in der 'Fortbildungsschule' unterrichtet.

28. Als im Jahre 1868 der Gasthof 'Zurn goldenen Hirsch' abbrannte , kaufte der Rat der Stadt das Grundstück und errichtete darauf die 'neue' Schule. Sie wurde im Jahre 1888 um die Turnhalle und zwei Klassenräume erweitert. Bis zum Neubau in der Gartenstraße (1938) war sie mit ihren dreizehn Klassenräumen die einzige Schule unserer Stadt. Grund-, Volks- und Mittelschule waren hier untergebracht.

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