Raguhn in alten Ansichten

Raguhn in alten Ansichten

Auteur
:   Rudolf Brückner
Gemeente
:   Raguhn
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5375-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Raguhn in alten Ansichten'

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1cguhn /. rïnli,

Ssrasse nach Schloss Eibebna

39. Die Straße nach Schloß Libehna war der beliebteste Spazierweg für die Raguhner Einwohner seit Errichtung der Gaststätte Ende des 18. Jahrhunderts. Schattenspendende Bäume auf beiden Seiten, der Bliek über die Muldaue bis hin nach Jeßnitz, Bobbau und Wolfen und die Aussicht auf eine gute Tasse Kaffee loekten hinaus ins Grüne.

Raguhn!

Schloß - Libehna

Raguhn!

Schlager!!

.Musik: v. Ericb Stiebeler Text . Willy Berkeabuscä

I.

Höre zu mein liebes Kind,

DaB wir beid' uns einig sind Nächsten Sonntag auf zum Tanz. Nach Libehna, Alters Franz.

Dort bei Kaffee. Bier und Wein Wied.~r lustig. tanzt.sich's fein, I Ja bei Fränzchen Alter ist:

Einfach "Knorke", daB Ihr's wiBt

11.

Es viel Tanzlokale gibt,

Die bekannt und auch beliebt. SchloB Libehna doch allein, Soll das Allerschönste sein. Jeden Sonntag ist dort Tanz,' Beim beliebten Alter Franz

Ja bei ihm ist's ganz famos', Alters Franz der hat was los.

111.

Eis mit Sahne, Kaffee, Tort,' Kuchen, Bier und Wein gibts dort, Die Musik spielt auf zum Tanz, Voller Schneid und Eleganz.

Ein hochfeines Publikum,

Dreht sich dann im Kreis herum, Und in Stimmung animiert,

Man sich köstlich amüsiert

40. Schloß Libehna wurde 1215 erstmalig als Sitz der anhaltisehen Fürsten erwähnt. Hier wurde irn Jahre 1285 auch jene Urkunde unterzeichnet, die für Raguhn als Gründungsurkunde gilt. Das Schloß hatte zwei dick gemauerte, Ieste , hohe Türme und war von einer hohen Mauer umgeben. Eine wichtige Rolle spielte es im Dreißigjährigen Krieg für Jeßnitzer und Raguhner Einwohner als Schutz vor durchziehender Soldateska. Nach einer am Hause angebrachten Tafel war es im Jahre 1753 noch einmal neu errichtet worden, nun aber schon als Sitz des Försters.

Schützenhaus Schloss Libehna b. Raguhn Friedrich Seidel

41. Vom 'lustigen Wald', in dem zu jagen eine Lust war, und der deshalb die anhaltischen Fürsten immer wieder nach Lippene/Libehna zog, waren schon Ende des 18. Jahrhunderts nur noch einzelne Eichen verblieben. Im Jahre 1832 erfolgte die Gründung der Raguhner Schützengilde , die ihren Sitz im Gasthaus, nun 'Schützenhaus Schloß Libehna", hatte. Schützenfeste waren Volksfeste , die in der Regel zwischen dem 12. und 20. Juli drei Tage lang gefeiert wurden. Nach einem Bummel über den Festplatz genoß man den Nachmittag mit Vorliebe im zur Gaststätte gehörenden Gartenlokal.

I

Schützenhaus Schloss Libehna b, Raguhn

friedrich Seidel -

42. Irn Saal des Schützenhauses Schloß Libehna fanden neben Tanzveranstaltungen zahlreiche Vereinsvergnügen statt. So wurde er von den Schützen wie über viele Jahre vom Männer-Turnverein genutzt. Aber auch Gäste aus der Umgebung Raguhns fanden sich hier regelmäßig ein. Beim Angriff auf Dessau im Februar 1945 fiel eine verirrte Bombe auf Schloß Libehna und zerstörte den gesamten Gaststättentrakt. Der Sohn des Besitzers Alter führte nach dem Kriege den Gaststättenbetrieb in einem Nebengebäude provisorisch weiter, bis ihn Verbrecher ermordeten und auch dieses Haus in Flammen aufgehen ließen.

43. Über manch Jahrzehnt hatte Familie Eilert den Ratskeller gepachtet. Zur Feier des 75. Geburtstages von Franz Eilert waren stadtbekannte Persönlichkeiten erschienen, unter anderen Willi Miertsch als Vertreter der Stadtverwaltung (zweiter von rechts) und die Ordnungshüter der Stadt, die Wachtmeister Lindhorst, Berkenbusch und Emil Zander.

44. Der 'Goldene Adler' war neben dem Ratskeller der älteste Gasthof am Orte. Er verfügte auch über Fremdenzimmer. Ursprünglich auf der gegenüberliegenden Straßenseite , fand er seinen neuen Standort, nachdem mit dem Rathaus der 'Goldene Löwe' abgebrannt war und dieser seine Räume in die Nähe der Wittenberger Brücke (Hauptstraße 68) verlegte. Seit Anfang dieses Jahrhunderts ist der 'Goldene Adler' im Besitz der Familie GerstemanniNiesler.

45. Auf eine lange Geschichte konnte der Gasthof 'Zum goldenen Stern' zurückblicken. Um die Jahrhundertwende war hier der Treffpunkt von Gewerkschaftlern und Mitgliedern von Arbeitervereinen. Zahlreiche Veranstaltungen fanden im Saal statt, der nach dem Ersten Weltkrieg auch als Turnhalle des MTV genutzt wurde. In den dreißiger Jahren übernahm Herr Kettlitz den Saal und baute hier mit dem 'Capitol' ein vielbesuchtes Lichtspielhaus ein. Nach der Ära BischoflHeinze übernahm der Veteranenklub die Gasträume, während das Kino immer mehr an Bedeutung verlor. Rechts daneben die Fleischerei Reichel, später Reinhold Täschner.

qruss aus l(aguhn

goldener Slem

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RAGUH (A'lhalt)

Gasthof zur .Eisenbahn _HIn. eARL sorne

46. Erste Gaststätte im neu erstandenen Stadtteil war der 'Gasthof zur Eisenbahn' an der Ecke Hallesche/Querstraße. Letztere wurde von den Raguhnern liebevoll 'Zickenreihe' genannt. Woher diese Bezeichnung kommt, läßt sich heute nicht mehr exakt errnitteln, sie erinnert uns aber daran, daß bei vielen kleinen Leuten die Ziege der Milchversorger der Familie war.

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Hêtel zur Eisenbahn Inh. Carl Oertel

47. Lange Jahre gehörte der 'Gasthof zur Eisenbahn' der Familie Carl Oertel, Vorfahren des Herrn Jürgen Peters. Die gewählte Bezeichnung 'Hotel' weist darauf hin, daß Gäste Raguhns hier übernachten konnten. Die Raguhner Brauerei war zu Beginn dieses Jahrhunderts im Zusammenhang mit dem Ruin der hiesigen Gewerbebank in Konkurs gegangen. Vorwiegend trank man nun das Dessauer Schultheiß- oder Schade-Bier. Vorn neben dem Ehepaar Oertel ein kunstvoll verzierter eiserner Ofen, wie er damals in manch 'guter Stube' stand.

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Oasthof ,fürst Leopotë«. Inh. Otto Barrot

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48. Manch Veränderung mußte diese Gaststätte in der Halleschen Straße über sich ergehen lassen. Im 19. Jahrhundert als Gasthof 'Fürst Leopold' eingerichret, war sie zu Beginn dieses Jahrhunderts unter dem Namen 'Zur Erholung' im nunmehr zweistöckigen Gebäude insbesondere unter Gastwirt Schmidt Treffpunkt der tanzwütigen Raguhner Jugend. Im inzwischen neuerbauten Saal der nunmehrigen Klub-Gaststätte setzt sich diese Tradition in der Disco fort.

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