Raguhn in alten Ansichten

Raguhn in alten Ansichten

Auteur
:   Rudolf Brückner
Gemeente
:   Raguhn
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5375-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Raguhn in alten Ansichten'

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49. Der Gasthof 'Zur Landeskrone' hatte vor allem für die Kleckewitzer Einwohner Bedeutung, aber auch die Raguhner Jugend stellte sich hier gern zum Tänzchen ein. Schon im 17. Jahrhundert war der 'Schenke ' jener Bewohner , der die höchsten Abgaben an die Herren auf Kleckewitz, die Familie von Schilling, zu zahlen hatte. Gastwirt Anton Koch aus Quellendorf erwarb am 1. August 1850 Haus und Schankgerechtigkeit für 4 900 Taler und führte es zu seiner Blüte. Im Jahre 1867 wurde er in den Anhaltischen Landtag gewählt.

Saaiansicht

'7 '7 Gru6 aus KIekewitz '7 '7

50. Der Gasthof zur Landeskrone in Kleckewitz verfügte über einen repräsentativen Saal, in dem neben den Kleckewitzern auch die Raguhner Jugend und jene aus Retzau sich beim Tanze traf. Die hier verwendete Schreibweise 'Klekewitz' war die bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts vorwiegend genutzte. Gegen den Willen seiner Einwohner gab das Dorf im Jahre 1936 seine Selbständigkeit auf und wurde nach Raguhn eingemeindet.

Schrebergartenheim-Ost E. V ?. ,Raguhn"

51. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Raguhner Bürgern das Gelände am Seegarten zur Errichtung von Schrebergärten überlassen. Innerhalb weniger Jahre entstand hier eine gepflegte Anlage. Ein Höhepunkt in der Entwicklung des Vereins war die Einweihung des Schrebergartenheimes. Die hier Abgebildeten gehören überwiegend zu den Gründern dieses Gemeinwesens.

Raguhn i. }{nh.

}{allesche Brücke

52. In dieser Abbildung der Halleschen Brücke ist zwar das erste Haus der Hallesehen Straße zu erkennen, jedoch fehlen jene der Gartenstraße. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als die Insel keinen Raum mehr für Neubauten bot, begann die Besiedlung östlich der Wittenberger und westlich der Halleschen Brücke. Gartenstraße, Dessauer Straße und Mitteistraße wurden vor allem zu Beginn dieses Jahrhunderts bebaut, waren ursprünglich Feldwege.

53. Die schönste der Raguhner Brücken war gewiß die Hallesehe. Sie wurde zwischen Mai und Oktober 1905 mit einem Kostenaufwand von 54000 Mark neu erbaut, nachdem die alte Holzbrücke den gewachsenen Ansprüchen nicht mehr genügte. Das Torschreiberhaus (jetzt Grundstück Sernau) hatte die Stadt schon 1899 erworben, um einen besseren Zugang zum Hochwasserdamm zu erhalten. Im April 1945 wurde die Brücke gesprengt, um den anrückenden Amerikanern den Zugang zur Altstadt zu verwehren. Erst in den Jahren 1955/56 erfolgte der Neuaufbau in der heutigen Form.

54. Diese Aufnahme Emil Försters mit dem Bliek von der Hallesehen Brücke zur Altstadt gehört zu seinen Liebeserklärungen an die Muldelandschaft. Die Dächer der Brauhausstraße und der Kirchturm passen sich dem Bild der Muldaue an. Nicht zufällig wählten Joris Ivens und Gerard Philippe diese Gegend, um ihren Film über Tyll Ulenspiegel zu drehen. Sie sei flandrischer als das heutige Flandern, warvon ihnen zu hören.

55. Die Flutbrücke erhielt zwar im 19. Jahrhundert sterneme Pfeiler , aber der gesamte Verkehr rumpelte über Holzbohlen. Erst im Sommer 1935 erfolgte ihr Urnbau in Beton unter Benutzung der vorhandenen Pfeiler. Die letzten Ausbesserungsarbeiten vorher waren im Jahre 1923 vorgenommen worden. Abgerechnet wurden sie in diesem Inf1ationsjahr mit einem Kostenaufwand von zehn Milliarden Mark.

56. Die einzige Brücke, die das Jahr 1945 unbeschädigt überstand, war die Schloßbrücke. Der Sage nach soll sie stehengeblieben sein, weil die US-Amerikaner auf ihren Karten noch den alten Libehnschen See eingezeichnet hatten. Das erscheint jedoch unwahrscheinlich, da dieser schon Jahrhunderte zuvor verschwand. Das Wehr - angelegt, um die Mühle stets mit einem ausreichenden Wasserstand zu versorgen - wurde in diesem Jahrhundert mehrmals von den Wassermassen zerstört und mußte neu errichtet werden. Dabei wurde seine Lage verandert. Das derzeitige liegt stromaufwärts des hier abgebildeten, etwa in Höhe der früheren Straße nach Jeßnitz.

57. Von der Wittenberger Brüeke aus fotografierte Emil Förster die Mulde mit Wehr, Steg und den für diese Stelle einst typischen Sandbänken. Sie bildeten sich zwischen dem Strom der Mulde und dem zu den Turbinen der Mühle abgeleiteten Wasser. Die Energie des fallenden Wassers wurde zum Antrieb der Maschincn, aber aueh für Beleuehtungszweeke in der Mühle und in den betriebseigenen Wohnhäusern genutzt.

58. Als die Mulde noch sauberes Wasser führte, war der Stadtpark immer wieder Standort der HobbyFotografen. um die Muldelandschaft und das gegenüberliegende Gelände des Ruderclubs aufzunehmen. Die Besucher unseres Städtchens wurden von ihren Gastgebern mit Vorliebe in den Stadtpark geführt, um ihnen die schöne Anlage , die Grotte oder aber den Gingkc-Baurn zu präsentieren.

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