Raisdorf in alten Ansichten Band 1

Raisdorf in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Gisela Dalldorf
Gemeente
:   Raisdorf
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2926-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Raisdorf in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Dieses Fotobuch wurde zusammengestellt, um dem interessierten Leser die Zeit unserer Großeltern ein wenig näherzubringen. Der Zeitraum, über den die Fotos informieren sollen, ist beschränkt auf die Jahre zwischen 1880 und die dreißiger Jahre dieses Jahrhunderts.

Bei vielen älteren Bürgern wird das Buch sicher Erinnerungen an Selbsterlebtes und Gesehenes oder aber an überlieferte 'Döntjes' und Berichte wecken. Die Jüngeren, aber auch die Neuzugezogenen werden Informationen finden, die sie in eine Zeit zurückführen, in der Raisdorf noch ein kleiner Ort mit ungefähr 400 Einwohnern war.

Die Texte zu den Bildern sollen unterstützende Informationen liefern, aber auch helfen, sich an alte Standorte oder damalige Ereignisse und Lebensumstände zu erinnern. Zu erwähnen ist, daß bei der Beschreibungen der Fotos zum besseren Verständnis die heutigen Straßennamen verwendet wurden, da während der beschriebenen Zeitspanne Straßennamen entweder nicht existierten, oder aber dem heutigen Leser nicht mehr vertraut sind. Die Datierung der Fotos erwies sich oft als schwierig. Bei unklarer Datierung habe ich versucht, das ungefähre Datum zu rekonstruieren.

An dieser Stelle darf auch der Dank an diejenigen, die mich bei meiner Material- und Informationssuche

unterstützt haben, nicht fehlen. Ich danke all den Raisdorfer Bürgern und Institutionen, die mir behilflich waren.

Für die historisch Interessierten sei noch ein kurzer Abriß der Raisdorfer Geschichte gegeben. Raisdorf war ursprünglich eine wendische Siedlung. Sie wurde im 12. Jahrhundert durch einen Lokator zu einem deutschen Bauerndorf ausgebaut. Die erste urkundliche Erwähnung Raisdorfs geht auf das Jahr 1224 zurück. Der Bischof Berthold von Lübeck bestimmte, daß das damalige Radwersdorp neben anderen Dörfern den Zehnten an das Kloster Preetz zu entrichten habe, um die Existenz der 70 Nonnen des 1216 gegründeten Klosters Preetz sicherzustellen.

Um 1350 war der Knappe Hinrik Blok Besitzer von Radwersdorp. Es trug nun den Namen Wendischen Radwersdorpe. Im November 1369 verkaufte er Radwersdorpe an das Kloster Preetz. Die Bauern waren von nun an Erbpächter des Klosters und steuerpflichtig, Aus Unterlagen des Klosters Preetz geht hervor, das es 1550 in Raisdorf acht Bauernstellen gab. Um 1600 trug das Dorf den Namen Raddersdorp. 100 Jahre später hatte sich der Name in Raystorff abgewandelt. 1796 sandten die Hufner ein Gesuch an das Kloster Preetz und baten um Erlassung der Fron-

dienste. 1804 hatte ihr Gesuch Erfolg. Bis 1873 waren die Bauern Erbpächter. Nachdem Holstein 1867 preußisch geworden war, wurden sie 1873 aus der Herrschaft des Klosters entlassen.

Das erste Schulhaus in Raisdorf wurde 1746 gebaut. 100 Jahre später wurde es erweitert. 1873 mußte ein neues Schulhaus gebaut werden, da das alte Schulgebäude erhebliche Mängel aufwies. Im Jahre 1919 mußte die Schule um einen Klassenraum erweitert werden; die Schü1erzahl war auf 150 angewachsen.

Vor dem Schulgebäude pflanzten Raisdorfer Bürger 1898 eine Doppeleiche zur Erinnerung an den 50ten Jahrestag der provisorischen Regierung in Kiel. Nach dem Krieg von 1864 stand Holstein bis 1867 unter österreichischer Verwaltung, seit Januar 1867 unter preußischer Verwaltung. In Schleswig-Holstein wurden 20 Kreise geschaffen und Raisdorf gehörte von nun an zum Kreis Plön.

1866 wurde Raisdorf Anhaltepunkt auf der Eisenbahnstrecke Kiel-Ascheberg.

Die ersten Handwerker in Raisdorf waren die Schmiede und Rademacher. Um 1850 existierten in Raisdorf eine Schmiede und zwei Rademacher neben anderen Handwerkern wie Böttchern, Webern, Schneidern und Schustern und einem Krüger und

Höker. Um die Jahrhundertwende wurde Raisdorf als Bäckerdorf bekannt.

Zu Beginn dieses Jahrhunderts wurden zahlreiche Einrichtungen und Vereine gegründet: 1912 die Freiwillige Feuerwehr, 1919 die Freie Turnerschaft, 1922 der Raisdorfer Turn- und Sportverein, 1923 die Ortsgruppe des DRK. Der älteste Verein in Raisdorf ist die Raisdorfer Gilde. Sie wurde bereits 1862 gegründet. Die Raisdorfer Gilde ist eine Sterbekasse auf Gegenseitigkeit, die als Nachfolge der bereits vor Jahrhunderten vorhanden gewesenen gegenseitigen Hilfe 'To Beleben' angesehen werden kann. Die Gilde ist auch bestrebt durch Gildefeste, Pflege des Heimatgedankens und der dörflichen Tradition, am kulturellen Leben der Gemeinde teilzunehmen.

Am 1. Januar 1965 wurde Raisdorf amtsfreie Gemeinde mit eigener, hauptamtlicher Verwaltung. Raisdorf entwickelte sich in der folgenden Zeit zu einer Stadt-Rand-Gemeinde mit starker baulicher Aktivität, der Ansiedlung zahlreicher Gewerbebetriebe und dem Ausbau eines breiten Erholungsund Freizeitangebots.

1974 feierte Raisdorf seine 750-Jahr-Feier. Der Ort, der vor 100 Jahren etwa 400 Einwohner zählte, weist heute eine Einwohnerzahl von ungefähr 7 400 auf.

G,uss aus f(uisdorf.

1. Wer im Jahre 1901 das Dorf Raisdorf betrachtete, dem bot sich diese Ansicht. Die Postkarte vermittelt einen Eindruck des alten Dorfkerns von Raisdorf. Damals konzentrierte sich die Bebauung um den Dorfplatz, die Dorfstraße und die alte Chaussee Kiel-Preetz. Der Bliek geht vom Heisterberg Richtung Dorfplatz. 1m Vordergrund führt der Neuwührener Weg zur Dorfstraße. Das große Gebäude mit den vier Fenstern im ersten Stockwerk (in der Mitte der Aufnahme) ist die alte Schule, die dort stand, wo sich heute das Rentnerwohnheim befindet. Ganz im Hintergrund rechts erhebt sich die alte Meierei an der Chaussee Kiel-Preetz, heute Bahnhofstraße.

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2. Der Bliek, der von der Bahnhofstraße/Ecke Rönner Weg zum Dorfplatz geht, zeigt, wie gering die Bebauung in Raisdorf um die Jahrhundertwende war. Raisdorf hatte damals ungefähr 400 Einwohner. Man blickte frei über die Felder. Wo damals links im Bild der Weg zum Dorfplatz, beziehungsweise zum HofWohler verlief, befindet sich heute die Holstenstraße. Auf dem Feld steht heute der 'Tatzelwurm'.

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3. Diese Postkarte aus dem Jahr 1911 bietet interessante Detailaufnahmen vom alten Raisdorfer Dorfkern. Oben links geht der Bliek vom Dorfplatz in Richtung alte Chaussee Kiel-Preetz, heute Bahnhofstraße. Links liegt die Baumann'sche Kate; dort steht heute das Haus von Hans Baumann mit der Vereins- und Westbank. Neben der Kate ist auf der anderen Seite der alten Chaussee die alte Räucherkate zu sehen, rechts daneben die Meierei. Die Aufnahme oben rechts zeigt das alte Wohnhaus der Schmidt'schen Mühle in der Bahnhofstraße. Unten links geht der Bliek vom Dorfplatz zum Hof Ladehoff am Rönner Weg, heute Nr. 4, und rechts zur alten Schule am linken Bildrand sowie zur damaligen Backstube von Fr. Baumann. Rechts steht der Hof von Jessen, heute Jungjohann.

Raisdorf (Holst.)

4. Ein friedlich anmutendes Bild der alten Chaussee Kiel-Preetz, Teil der Reichsstraße von Kiel nach Lübeck. Sie verlief früher als Hauptverbindung der beiden Städte durch Raisdorf. Linkerhand liegt die Gärtnerei und ehemalige Schankwirtschaft Gaye. Hinter Gayes Haus ragt die Mühlenturbine der Schmidt'schen Mühle in den Himmel. Neben Gayes Grundstück steht noch das alte Haus der Familie Schmidt. Ganz hinten auf der rechten Straßenseite liegt, versteekt hinter Bäumen, der alte Gasthof zu Raisdorfl Stammerjohann. Im Vordergrund rechts befindet sich heute die Spieliothek sowie die Straßenunterführung, Die Aufnahme entstand Ende der zwanziger Jahre,

5. Hier noch einmal die gleiche Ansicht der alten Chaussee Kiel-Preetz im Winter, einige Jahre spater. Das Haus der Familie Schmidt wurde inzwischen umgebaut und vergrößert. Gut zu erkennen ist rechts im Hintergrund der Gasthof zu Raisdorf/ Stammerjohann mit seiner Veranda und dem an der Landstraße gelegenen Ausspann. Der Weg vor dem Gasthof führte zum Bahnhof, der nur wenige Schritte entfernt lag.

6. Dieses Foto der alten Chaussee in Raisdorf entstand aus entgegengesetzter Richtung zu den beiden vorigen Aufnahmen. Der Bliek geht aus Richtung Kiel in Richtung Preetz. Die Aufnahme stammt aus der Mitte der dreißiger Jahre, Links im Bild befindet sich die damalige Meierei Bamert. Hinter dem Auto erkennt man den Ausspann des Gasthofs zu Raisdorf. Im ersten Gebäude auf der rechten Seite der Straße befand sich das Kolonialwarengeschäft von Fr. Stübe, in dem heute das Eiscafé untergebracht ist.

7. Eine weitere Ansicht vom Raisdorfer Ortskern beleuchtet den damaligen Ortscharakter. Der Bliek geht vom Heisterberg hinunter auf die Dorfstraße in Richtung Dorfplatz. Die Straße mit ihren Vorgärten und Häusern bietet einen ruhigen und idyllischen Eindmek. Einige der Gebäude auf diesem Foto stehen auch heute noch, so zum Beispiel die Bäckerei von Hans Baumann in der Mitte des Fotos mit dem Giebelfenster oder der Hof Hamdorf, später Ritter, mit den zwei Schornsteinen, links neben dem Dorfplatz. Auch das alte Fachwerkgebäude, das früher zum Hof Jessen gehörte, steht noch. Es ist am oberen Ende der Dorfstraße am Dorfplatz links zu finden. Das Gebäude, dessen Dach links im Vordergrund zu erkennen ist, ist die Bäckerei Kurt Baurnann an der Dorfstraße. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1917.

Bahnhof

Ratsderter Mühle und Sägerei Johannes Schmidt Ttl,ron Prtm Nr. 39

8. Die drei Aufnahmen auf dieser Postkarte stammen aus dem Jahre 1928. Sie zeigen wichtige Raisdorfer Gebäude.

Das Bahnhofsgebäude auf dem oberen Foto wurde um 1866 in Raisdorf an der Bahnstrecke Kiel-Aseheberg errichtet.

Darunter ist das alte Wohnhaus der Raisdorfer Mühle, das 1905 erbaut und 1934 umgebaut wurde, zu sehen. Hinter dem Wohnhaus steht der Mühlen- und Sägereibetrieb mit der Windturbine von 1923.

Das untere Bild gewährt einen Bliek auf den alten Dorfplatz aus Richtung Rönner Weg. Links liegt die alte Schule, im Hintergrund daneben die beiden Bäckereien der Familie Baumann.

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