Raisting in alten Ansichten Band 2

Raisting in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Hans Döppl
Gemeente
:   Raisting
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5575-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Raisting in alten Ansichten Band 2'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

39. Alle drei Personen auf diesem Bild finden wir auch auf der Goldenen Hochzeit im März 1933. Links ist Anna Tafertshofer (1912-1988), sie ist auf dem Hochzeitsbild die Dame in der obersten Reihe links. Das Mädchen in der Mitte ist Pfeffer Kathi (1922) verh. Schmid (Bichelfranz); wir sehen sie auf dem Hochzeitsbild im weißen Kleid, links vom Jubelpaar. Die Frau rechts ist Anna Merkl (1860-1940), bei der Hochzeit steht sie hinter den Daisenberger Buben Jakob und Bart!. Auf dem um 1930 im Garten des Pfefferanwesens (Floßmannstraße 2) aufgenommenen Bild sind die drei mit dem Abblättern von Futterrüben beschäftigt. Die Blätterwurden an das Vieh verfüttert. Als der Maisanbau noch unbekannt war, spielte der Futterrübenanbau eine große Rolle. Noch 1960 waren 4% der Ackerfläche, das waren 13 ha. mit Rüben angebaut.

40. Zum 'Schön- und Stärketrunk' kam man bis 1969 am 'Weißen Sonntag', dem ersten Sonntag nach Faschingsdienstag, beim Sölberwirt zusammen. Der Name hatte nichts mit der Erstkommunion zu tun, sondern kam vom 'weißrnachen' der am rußigen Freitag Eingerußten. Am Nachmittag trafen sich die Frauen, die oft ihre kleineren Kinder mitbrachten, zu Kaffee und Kuchen. Es gab Mohrenköpfe und Schaumrollen. Getrunken wurde Met, nach dem Krieg auch Wein. Abends kamen zur Brotzeit dann junge unverheiratete Paare. Die Burschen, die am rußigen Freitag ihre Mädchen einschwärzten, führten dann ihre Mädchen zum 'Weißmachen', zu einer Brotzeit, aus. Dieser Brauch endete mit dem Tod des Sölberwirts. Auf dem in den dreißiger Jahren entstandenen Bild sehen wir in der Mitte Maria Off, Huttner Kathi und Daisenberger Maria. Ihnen gegenüber Tafertshofer Anna, Schmid Rosa, Gindhart Monika und Maier Sofie.

41. Unsere Bilder zeigen Leonhard Huttner (1904-1970) vor seiner um 1930 gekauften Dampfmaschine. Als sein Maschinist und 'Einleger' auf der Maschine fungierte der Landwirt Franz Se dim air. Bei den großen Bauern wurde auf dem Hof gedroschen, die kleinen brachten das Dreschgut zum Huttneranwesen, oder zu einem gemeinsamen Dreschplatz, da das Aufstellen der Maschinen viel Arbeit kostete. Auf unseren Bildern sind die Maschinen im Einsatz vor dem Hof Herrenstraße 20. Während früher mit dem Dreschflegel sechs Drescher am Tag 180 Garben droschen und 9 hl Getreide erzielten, schaffte die Dampfdreschmaschine ein Vielfaches. Den ersten Raistinger Dreschwagen kauften 1920/21 die Brüder Dominikus und Ignaz Huttner. Leonhards Dampfmaschine wurde 1952 verschrottet. 1959 kaufte er sich seinen ersten Mähdrescher.

42. Die Ledergasse hat wohl am meisten in den letzten Jahren ihr Gesicht verändert. Der Name Ledergasse erscheint schon in der Mitte des 17. Jahrhunderts, er könnte sich auf die seinerzeit in der Gasse an der Rott ansässigen Lodenweber beziehen. Auf dem um 1939 vom E-Werk aus aufgenommenen Bild treibt ein größerer Bauer seine Kühe aus. Links das Mittertennenhaus Nr. 48, 'Beirn Drechsler', das Geburtshaus von Justine Rohrmoser, der Mutter von Dominikus und Joharm Baptist Zirnmerrnann, dann folgen die alten Haus Nr. 47 'Beim Döttl' und Nr. 43 'Beim Ott!'. Am rechten Bildrand führt ein Steg über den Mühlbach, der das E-Werk mit Triebwasser versorgte, zum Anwesen Nr. 46 (Welzmüller), dem Geburtshaus von Thomas Schaidhauf.

43. Den Fasehing 1934 feierten mit feschen Kostümen von links oben: 2. Weinbuch Dorninikus, 4. Seen Ignaz, dann Dietrich Willi (mit Baß), Happach Josef (mit Hut), Huttner Leonhard, Zahler Lenz, Knecht vom Wirt und Sigl Hermenegild. Darunter: Schmid Mari, Huttner Alfons. Merkl Therese, Weinbuch Agi und Schmid Hans. Sitzend: Huttner Hans, OffHeinrich (Stolz), Erhard Xaver, unbekannt, Burger Anni (mit Zylinder), Karg Rosl, Karg Toni und Sigl Lore. Unten sitzen: Schröfer! Kathi (Tiroler), Erhard Sepp und PaulaXY.

44. 'Raisting-Sölb am Ammersee' steht auf der Rückseite dieses 1934 aufgenommenen Luftbildes, das damals vom Sölberwirt verkauft wurde. Mit Ausnahme der Wirtschaft (links oben im Bild), hat sich wenig verändert. Der Gastwirt Johann Sedlmair (1854-1934) aus Utting kaufte 1891 dieses Anwesen. Sein Sohn Georg (1900-1970), der letzte Sölberwirt, kam bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Das Anwesen wurde 1975 zweigeteilt und umgestaltet. Auf dem Bild des Haufendorfes Sölb, dessen alter Ortskern nach dem Raistinger Flächennutzungsplan unverändert erhalten werden soll, sehen wir rechts die Filialkirche St. Margarethe , links das denkmalgeschützte Haus Nr. 97. Bemerkenswert sind die bei einigen Höfen erkermbaren Hochfahrten, über die das Erntegut in den oberen Scheunenteil gebracht wurde.

45. Mehr als siebzig SA-Leute aus dem Umland sind zur Zeit des Dritten Reiches zur Vereidigung auf dem Raistinger Sportplatz angetreten. Fleißige Hände haben Girlanden gebunden, auf denen zu lesen ist: 'Alles für Deutschland.' Im Hintergrund sehen wir die gemeindlichen Geräteschuppen und den beim Sportplatzumbau 1969 abgetragenen Lehmhügel. Rechts die Kiesgrubenwand, über der heute die Häuser 'Am Bergweg' stehen.

46. Bei der Herbstversammlung 1929 des Obstbauvereins Raisting wurden neben frischen, heimisehen Obstsorten auch von den Frauen eingemachte Früchte zur Schau gestellt. 1934 schaffte der Verein eine Eindosmaschine an. Von ihr wurde reger Gebrauch gemacht und binnen drei Jahren wurden sechstausend Dosen verkauft, wobei diese nach Abschneiden mehrmals verwendet werden konnten. Bei einem Einweckkurs beim Sölberwirt um 1935 gruppieren sich um den mit eingeweckten Früchten gedeckten Tisch, von links: Kratz Katharina, Gärtnermeistersgattin Walter, die den Kurs leitete, unbekannt, Walter Christine, unbekannt, Mair Katharina, unbekannt, Weichart Anni, Sedlmair Kathi, Off Anni, GailIer Resi, Burger Kathi, Huttner Therese, Tafertshofer Maria und Saal Mari. Sitzend am Tisch Gindhart Kathi, davor von links:

Dietrich Rosa, Mair Lena und Happach Christa.

47. So sah es um 1936 vor der Raistinger Schmiede aus. Auf dem oberen Bild sehen wir den von Andreas Zimmermann gesteuerten Gemeindeschlepper rnit Anhänger und einen weiteren Huttner-Anhänger, noch ohne Reifen, wie sie damals in der Werkstätte gebaut wurden.

Auf dem unteren Bild stehen vor der Schmiede Huttner Hans, Graßl Hans, Huttner Ignaz und Mürrnseher Sepp. Rechts ist teilweise das Haus Nr. 60, Floßmannstraße 14, Hausname 'Beim Schmied' zu sehen. Auf dem Haus lag von altersher die Schmiedegerechtigkeil. Schon 1348 wird ein Schmied in Raisting urkundlich erwähnt. Schmiedeordnungen gibt es für den Raistinger Schmied bereits 1552 und 1639.1770 heiratete ein Ignaz Huttner aus Winkl die Witwe des Schmiedes Ferdinand Fesenmayer. Seitdem waren die Huttner Schmiede in Raisting. 1908 verkaufte Ignaz Huttner das Anwesen an den Schreiner Josef Schamper aus Reichling und erwarb den gegenüberliegenden Schwabbauernhof (Haus Nr. 80), Floßmannstraße 11.

48. So sah es im Jahre 1936 im Inneren der Schmiede aus. Links an der Bohrmaschine arbeitet Huttner Leonhard, an der Werkbank Huttner Hans und an der Esse Mürrnseher Sepp. Die Schmiedewerkstätte samt Kohlengewölbe wurde 1876 erbaut. Es war eine Huf- und Wagenschmiede, in der Pferde beschlagen und eiserne Reifen auf Wagenräder gezogen wurden. Mit dem Aufkommen landwirtschaftlicher Zugmaschinen betrieb Hans Huttner den Bau von Anhängern und Kippern. Der vorhandene Platz erwies sich auf die Dauer als zu klein, daher verlegte Hans Huttner den Betrieb in die Pähler Straße. Die 'Alte Schmiede' wurde an Heinrich Schmid verkauft, der dort ein Getreide- und Futtermittellager unterhielt. 1984 wurde das Gebäude abgerissen.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek