Raisting in alten Ansichten Band 2

Raisting in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Hans Döppl
Gemeente
:   Raisting
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5575-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Raisting in alten Ansichten Band 2'

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69. Das etwa 3 km von Raisting rottaufwärts einsam im Talgrund liegende Stillern hatte früher zwei Höfe, die zum Kloster Wessobrunn gehörten. Der ursprüngliche Name des Weilers war Bälschwang, erst nachdem die Stiller aus Forst zugezogen waren, bildete sich der Name Unterstillern. Die dortige Kapelle St. Stephan wurde 1664 vom Kloster Wessobrunn neu erbaut. Seit 1814 gehört Stillem zur Pfarrei Raisting und seit 1978 zur Gemeinde Raisting.

Das obere Bild stammt aus dem Winter 1940. Neben der Kapelle liegen die zwei alten Höfe, der Hof Nr. 3 wurde erst 1922 erbaut, das Haus Nr. 4 steht noch nicht.

Auf dem unteren Bild, von etwa 1938, sehen wir vor dem Haus Nr. 2 Katharina Schuster (1904-1985) mit ihrer Schwester Helene und den Kindern Josef, Annemarie und Käthe.

70. Die 1925 eingeweihte Brücke über die Rott an der Straße nach Dießen und die danebenstehende Gedächtniskapelle, die auf Anregung von Pfarrer Tremel errichtet worden war, bildeten den krönenden Abschluß der 1919 begonnenen Ammermoosentwässerung, in die auch der Unterlauf der Rott bis zur Ertlmühle einbezogen worden war. Durch die Verlegung des Rottlaufes im Bereich des Rottbades war seinerzeit der Bau einer neuen Brücke erforderlich geworden. In der sogenannten Nepomukkapelle stand eine barocke Figur dieses Heiligen. Als diese 1971 gestohlen wurde, ließ man die Kapelle von Kirchenmaler Sepp Stallhofer ausmalen. Nachdem 1984 im Zuge eines Straßenneubaues eine neue Brücke über die Rott gebaut wurde, sprengte man die alte Brücke und gestaltete das Rund um die unter Denkmalschutz stehende Kapelle als Park- und Ruheplatz.

71. Gabriel Ayrnschrnalz, 'Floach' (1890-1971), mit seinem Ochsengespann kurz nach dem Krieg beim Getreideeinführen, als er kein Roß mehr hatte. Das Bild von Clement Porer entstand westlich der Bahnlinie auf dem Floachacker, an der heutigen Andechser Straße. Im Hintergrund grüßt das Kloster Andechs. Der eisenbereifte Wagen ist mit Korngarben voll beladen, obenauf ist der Wiesbaum festgebunden. Die Ochsen sind unterschiedlich eingespannt. Der mit dem Joch geht auf Schub, der andere mit dern Kummet auf Zug.

72. Im Jahre 1943 wurden die ersten Evakuierten aus München in Raistinger Höfe untergebracht. Bei Kriegsende kamen dann in mehreren Schüben über fünfhundert Flüchtlinge und Heimatvertriebene in das 745 Einwohner zählende Dorf. Im Kinderheim fanden über fünfzig von ihnen Unterkunft; beide Schulzimrner waren belegt und auf jedem Hof wurden mehrere von ihnen aufgenommen. Auf den Hof von Alfons Huttner zogen Frau Weidner aus Schlesien mit zwei Kindern, ihre Schwester Frau Mayer mit einem Kind und Frau Wieder mit Kind. Später kam noch Herr Weidner und seine alte Mutter. Aus Komotau folgte 1947 Familie Pöppel, Auf dem Bild von 1949 sind vor dem Wirtsstadel neben Alfons Frau Berta mit Kind Edith, seiner Mutter Katharina und seinern Bruder Willi noch vierzehn Personen abgebildet, die damals mit auf dem Hof lebten.

73. St. Remigius steht wie viele Dorfkirchen auf dem höchsten Punkt des Ortes und überragt die umliegenden Höfe. Dies wird besonders deutlich bei unserem Bliek von Westen her auf das Dorf. Seit zweihundert Jahren hat sich hier kaum etwas verändert. Als der kurfürstliche Rat Josefvon Hazzi 1801 seine 'Statistischen Aufschlüsse über das Herzogthum Baiern, aus ächten Quellen geschöpft ... ' herausgab, berichtet er vom Landgericht Landsberg, zu dem Raisting damals gehörte: 'Das Ganze hat ein wildesAussehen. Die meistens großen, von Holz erbauten Dörfer sind von Waldungen umrungen und die Kirchen ragen, wie aus Holzstößen hervor.' Tatsächlich wurde das Bild nach 1945 aufgenommen; wir sehen darauf Flüchtlingsmädchen, die damals im Austragshäusl vom Waltl wohnten.

74. Am 16. April 1950 feierten in Raisting 9 Buben und 18 Mädchen, die 1. Heilige Kommunion. In der Mitte Pfarrer Karl Fritz, von 1933 bis 1950 Pfarrer in Raisting und 1949 zum Ehrenbürger ernannt, rechts von ihm sein Nachfolger Pfarrer Hermann Neukarn, der bis 1958 hier Seelsorger war. Neben den Ministranten Fleischer Hugo , Welzmüller Theo und Erhard Xaver stehen: Tafertshofer Josef (mit Krücke , da er kurz zuvor seinen Fuß verloren hat), sein jüngerer Bruder Mius, dann Patri Johann, Lotter Karl, Kölbl Beni, Off Johann, Sieber Otto, Steehele Herbert, Dausch Flori und Tauber Walter. Die Mädchen waren: RobelIer Monika, Zahler Mariene, Gindhart Amalie, Porer Genoveva, Saai Helene, Szepanski Astrid, Forster Helga, Lutz Gabriele, Schneider Christa, Huttner Ingrid, Schmid Agathe, Kottek Christl, Eyernschmalz Rosernari, Ayrnschmalz Hedwig, Berchtold Ernma, Blanka Margit, Hammer Marianne und Jahn Gerlinde.

75. Im Jahre 1935 gab es 'Beim Kasamini' und 'Beim Feß' noch offene Feuerstellen. In den darunter liegenden Backöfen wurde Brot gebacken. Das Feßengütl, Haus Nr. 6, in der Rothstraße (oberes Bild), war ehedem ein dem Kloster Dießen zinsbarer 1132 Hof. Er kam 1960 durch Erbzuschlag zum benachbarten Hof Nr. 4, Rothstraße 2 'Beirn Krumrnschuster', bzw. 'Beim Simpert'. Dieser war ebenfalls ein zum Kloster Dießen zinsbarer 1/32 Hof, den 1928 Johann Hartmann erwarb. Beide Häuser wurden 1966 abgebrochen und zu einem neuen landwirtschaftlichen Anwesen zusammengelegt.

Auf dem unteren Bild stehen vor Haus Nr. 4, von rechts Hedwig Hartmann (1895-1964) mit Tochter Frieda - Kölbl - und Enkelin Elfriede mit einem Urlaubsbesuch.

76. Kornmandl am Kirchlein St. Johann. Dieses zeitlose Bild war durch die Jahrhunderte hindurch unverändert geblieben. Erst in den letzten Jahren sind mit dem Rückgang des Getreideanbaues die Kornmandl verschwunden. Die einsam im Feld auf HeiJigenstätten liegende uralte Taufkirche soll der Legende nach vom Bayernherzog TassiJo lIl. gegründet worden sein. Das Gotteshaus wurde 1428 zum erstenmal urkundlich erwähnt. Früher, vor allem zur Zeit von Franz Sales Gailler, war es eine blühende Wallfahrtsstätte mit einer Klause. Das Taufbecken war unter dem Hochaltar, wo einst eine Ouelle entsprang. Heute ist das verträumte Feldkircherl mit den Weltraumantennen der Erdefunkstelle ein beliebtes Fotomotiv und Symbol für das heutige Bayern: jahrhunderte alte Tradition und moderne Technik, Vergangenheit und Zukunft.

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