Raschau in alten Ansichten Band 1

Raschau in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Siegfried Hübschmann
Gemeente
:   Raschau
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6492-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Raschau in alten Ansichten Band 1'

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8 Kirche und Pfarrhaus.

In der Ortsmitte erhebt sich auf einem Hügel die evangelisch-lutherische Kirche. In katholischer Zeit war sie Kapelle des Klosters Grünhain. Zweimal wurde sie erweitert, zuletzt 1698. Sie ist

von einer Wehrmauer umgeben. Die Orgel wurde 1849 von dem Orgelbauer [ohann Gottlieb Steinmüller, Grünhain, gefertigt. Das stattliche pfarrhaus wurde 1823 erbaut. Zuvor befand sich im alten Gebäude auch das Pfarrgut.

9 Die große Kirchenglocke.

Von den drei Kirchenglocken wurde diese 1517 gegossen. Das war im [ahr des Beginns der Reformation. Sie wiegt 350 kg.VierhundertJahre später wurde sie abtransportiert und sollte zu Kriegsgerät

umgegossen werden. Glücklichen Umständen ist es zu danken, daß es nicht dazu kam. Wir sehen die ehrwürdige Glocke auf dem Nachhauseweg wieder in Raschau. Man schrieb das [ahr 1919.

1 0 Das Kriegerdenkmal.

Das Denkmal für die 122 Gefallenen des Ersten Weltkrieges wurde am 9. August 1931 eingeweiht. Initiator für den Bau war der hiesige Militärverein. Mit Hilfe von Spendengeldern aus der Bevölkerung war es errichtet worden. Auf dem Foto ist der Denkmalausschuß ein [ahr nach der Weihe zu sehen. Die Gedenkstätte ist aus heutiger Sicht Mahnung, den Frieden dauerhaft zu bewahren.

11 Die Süßmühle.

In der Ortsmitte liegt die Süßmühle. Seit der Gründung des Ortes ausgangs des 12. Jahrhunderts war die Mahlund Schneidemühle lebenswichtiger Bestandteil für die Dorfbewohner. Der älteste Besitzer Lorentz Roder wird

1 525 genannt. Ein bekannter Müller im 17. Jahrhundert war [ohann Christoph Schuendersen, der auch den Kugelhammer in Schwarzenberg innehatte. 1870 übernahm Carl Süß (1843-1916) die Mühle, nach dem sie noch heute bezeichnet wird. Die Besucher waren beeindruckt von dem ineinandergreifenden, lautlos arbeitenden Räderwerk der Mahlmühle. Bekannt war die Mühlenbäckerei durch ihr vorzügliches Brot.

12 Der Mühlgraben.

Zum Betrieb der drei Wasserräder der Süßmühle diente der etwa 700 m lange Wassergraben, der in unserer Zeit durch Verrohrung nicht mehr sichtbar ist. Einst tummelten sich hier Forellen, und das Schwarzenberger Edelweiß (spanische Wucherblume) blühte an den Bachmauern. Auch die Korkfabrik nutzte den Wasserlauf. Das Foto von 1925 zeigt das Grabenende hinter der Mühle.

13 Die KorkfabrikWm. Merkel.

Gegründet 1859 van Wilhelm Merkel, hatte der Unternehmer CarlLindemann (18311904) aus Dresden 1863 die Fabrik gekauft. Er setzte sich im Konkurrenzkampf auch auf Kosten der Arbeiter durch und konnte das Unternehmen wesentlich erweitern. 1897 wurde er Konsul des Deut-

sc hen Reiches in Ekuador. Die Firma erhielt Auszeichnungen aufWeltausstellungen, so in London 1891, in Chikago 1893 undinBrüssell910.

14 Die Korkfabrik Wm. Merkel.

Vor dem Nebengebäude der Fabrik steht ein Fuhrwerk, beladen mit Korkholz. Dies wurde bis 1889 vom Bahnhof Schwarzenberg abgeholt. Durch diese Fuhren wurden die Samen der spanischen Wucherblume im Grund herauf verbreitet, die bald als Schwarzenberger Edelweiß bekannt wurde. Das Foto

zeigt 1888 einen Stapel von Natursteinen, aus denen ein pfeiler der Eisenbahnbrücke errichtet werden soll.

15 Ein Korkholzlager.

Die Rinden der Korkeiche bezog die Firma Wm. Merkel aus Spanien und Portugal. Im Freien wurden sie gelagert. In friedlichen Zeiten waren diese Lager stets reichlich gefüllt. Carl Lindemann fuhr selbst in die Lieferländer, um bestes Korkholz auszuwählen. Anfangs wurden vor allem Stöpsel zum Verschließen von Flaschen hergestellt. Exportiert wurde in alle Erdteile. Durch die WeItwirtschaftskrise 192 9-19 3 2 mußte die Familie Lindemann die Fabrik aufgeben.

16 Die Belegschaft der Firma Wm, Merkel.

Das Foto zeigt die Belegschaft von 1898 mit etwa 175 Betriebsangehörigen. 1913 fanden hier 350 Beschäftigte

Arbeit und Brat. Die 'Korkbudc' war Hauptbetrieb im Ort geworden. Hier entstanden und festigten sich der örtliche Sportverein, die Gewerkschaft und die SPD. Die wöchentliche Arbeitszeit

betrug sechzig Stunden. Der Stundenlohn erreichte im Durchschnitt 2 1 Pfennige (1905). Eine Dreipfundbrat kostete 54 Pfennig. Säumige Arbeiter wurden mit Lohnabzug bestraft.

17 Emil Kräher (18691953).

Als Korkarbeiter bei Wm. Merkel war er ein 'Hans Dampf in allen Gassen'. Er setzte sich als Sozialdemokrat aktiv für die Verbesserung des Lebens der Arbeiterschaft im Ort ein, so als Leitungsmitglied im Holzarbeiterverband (1902), im Arbeiterkonsumverein (1899), imGartenverein (1896) sowie in der Gemeinnützigen Baugenossenschaft (1911). 1906 war er Mitorganisator eines erfolgreichen Lohnstreiks der Korkarbeiter.

18 Die Korkfabrik von Gustav Schorr.

Im Ort fabrizierten mehrere Kleinbetriebe der Korkindustrie. Die 1883 entstandene Fabrik des Gustav Schorr wurde zwar 1896 durch einen Anbau erweitert, mußte jedoch um 1910 auch infolge der übermächtigen Konkurrenz geschlossen werden. 1997 befindet sich hier die Drogerie und Farbenhandlung Fischer.

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