Raschau in alten Ansichten Band 1

Raschau in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Siegfried Hübschmann
Gemeente
:   Raschau
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6492-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Raschau in alten Ansichten Band 1'

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49 Der 'Gasthof zum Anker'.

Schon 1780 war im Ganzhufen gut des Friedrich Escher ein Gastraum untergebracht.

1 840 ist bereits von einem Tanzsaal die Rede, so daß die später auch unter den Bezeichnungen 'Anker' und 'Ratskellcr ' bekannt gewordene Lokalität bald zum Mittelpunkt des kulturellen Lebens im Ort geworden war. Mit dem Einzug einer Etuifabrik 1920 schwand dieses Zentrum zusehends. 1956 wurde das Gasthaus geschlossen.

SO Das 'Hotel Bad Raschau'.

1808 wurde das Mineralbad Raschau durch den Arzt Dr. Karch errichtet. In einem Flachbau waren zehn hölzerne Wannen untergebracht. 1841 erhielt das 'Bad' die Gasthofgerechtigkeit. Wer Gicht und Rheuma hatte, konnte sich hier möglicherweise auskurieren. Der Badebetrieb wurde 1863 eingestellt. Nach einem Großfeuer 1884 wurde das jetzige als 'Volkshaus' bekannte Gebäude geschaffen. Regelmäßig traf sich einst die Jugend hier zum Tanz.

51 Der ']ugendverein Concordia'.

Beliebt war die Theatergruppe des Vereins. Vor der Laube arn Hotel 'Bad Raschau' stellte sie sich hier 1905 dem bekannten Raschauer Fotografen Max Mennicke. Abgebildet (4. von rechts) ist auch Max Groß (1888-1958), später Korkfabrikant. Er schrieb erzgebirgische Texte und Weisen.

52 Die 'Freiwillige Sanitätskolonne' .

Das Foto entstand um 1930 vor der Gaststätte 'Zurn Goldenen Hahn ' in Markersbach. Abgebildet sind, oben: Max Wichleb, Ernst Walter, Georg Haustein, unbekannt und Fritz Flach. Unten: Robert Topf (Vorsitzender), Arno Günther, Willy Enzmann, Emil Richter, Paul Grimm, Charlotte Köhler, Richard Liebsch, Zimmermann, Paul Schubert, unbekannt und Hans Haustein.

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53 Die Schubertkapelle, 1895.

Gegen Ende des vorigen [ahrhunderts besaß Raschau zwei Blaskapellen. Die Schubertkapelle war nach ihrem Gründer Friedrich Schubert (1828-1888) benannt, der sich als Musikdirigent bezeichnete. Leiter der Kräherkapelle war August Kräher (1841-1904). Er arbeitete erst im Langenberger Bergbau und wurde später Korkarbeiter. Über die Hälfte seiner Musikanten hieß Kräher. Die Kapellen spielten sonntags im Ort oder in den umliegenden Dörfern zum Tanz auf.

S4 Die Sänger des Deutschen Turnvereins 68.

Anläßlich der 100. Wiederkehr der Völkerschlacht bei Leipzig fanden in vielen Orten Sachsens Gedenkfeiern statt. Die Sänger des DT 68 führten das Theaterstück 'Die Jahrhundertfeier' auf. Sie tragen die Uniformen aus den Befreiungskriegen von 1813. Auch in anderen Vereinen wurde die Tradition des Theaterspielens gepflegt. Viel Beifall spendeten die Zuschauer im meist gefüllten Saal des 'Bades'. Auch die 'Gesellschaft zum Bade' setzte diese Linie fort.

SS Der 'Gesangverein Orpheus',

Im Ort gab es nach der [ahrhundertwende vier Sangesgemeinschaften, den bürgerlichen Gesangverein

Orpheus, die Sänger des Deutschen Turnvereins, den Kirchenchor und den Arbeitergesangverein Frohsinn, dem 1905 98 Sänger angehörten. In Langenberg trat der Gesangverein 'Gure Kehle' auf. Sein Leiter war Hermann Rötzsch (18711949). Er übte dort auch das Amt des Bürgermeisters aus. Auf dem Foto sehen wir den Männergesangverein Orpheus 1900 vor der Korkfabrik.

S6 Besuch des Königs.

Angekündigt ist an einem Sommertag 1907 der Besuch der Majestät Friedrich August lIl., König von Sachsen. Ehrenpforten wurden aufgestellt. Erwartungsvoll und in Festkleidung sieht viel Volk den kommenden Ereignissen entgegen. Auf dem Foto ist links das 'Bad' und rechts das Zollhaus zu sehen. Oskar Lindemann, Besitzer der Korkfabrik, stiftete aus diesem Anlaß für die Gemeinde

3 000 Mark und 1 000 Mark für eine Rathausuhr. Vom ankommenden König wurde er jedoch gerügt, weil er in Uniform erschienen war.

57 Klöpplerinnen, 1924.

Nach einem Besuch in Raschau schrieb August Schumann, Zwickau, um 1820 in sein Lexikon: 'Da sitzen nicht selten zehn und mehr Klöpplerinnen vor einem Hause, ein Haufe Kinder schwärmt um sie herum, und vor dem nächsten Hause schon wiederholt sich das Schauspiel.' Das Klöppeln wurde zu einem weit verbreiteten Erwerbszweig. Bei sehr geringem Verdienst diente es doch der Aufbesserung des Einkommens der Dorfbevölkerung. 1910 wurden in der Klöppelschule 110 Kinder angemeldet. Schon im vorigen Jahrhundert wurde diese eifrig besucht.

58 Dr. med. Ernst Richter (1891-1953).

In den zwanziger [ahren kam er als Arzt nach Raschau. Seine Gattin Margarethe (1895-1977) war ihm eine treue Helferin. Seinerzeit wirkte auch Dr. med. Heinrich Becker als Doktor im Ort, von dem noch manche volkstümliche Episode überliefert ist. Angesehene Ärzte waren auch Dr. med. Carl Wilhelm Frey (1815-1874), dem die Gemeinde ein Denkmal setzte, sowie Dr. med. Richard Bahr (1867 -1929), der seine Praxis in der heutigen Apotheke hatte. Auch Bernhard Hermann Küchler (18331889), Gründer des Genesungsheims Nietzschhammer, wirkte hier als Arzt.

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