Raschau in alten Ansichten Band 1

Raschau in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Siegfried Hübschmann
Gemeente
:   Raschau
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6492-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Raschau in alten Ansichten Band 1'

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S9 Die Freiwillige Feuerwehr.

Die Wehr wurde 1875 gegründet. Sie ging aus der bisherigen Bürgerwehr hervor. Die älteste Nachricht über die Feuerwehr besagt, daß 1775 eine 'Dorffeuerwehrordnung' erstellt wurde. Die alte Wehr, nach 1875 im Volksmund auch 'Zwangsfeuerwehr' genannt, bestand [ahrzehnte weiter. Auf dem Foto sind die Verantwortlichen vor ihrem Gerätehaus am Gasthof'ZumAnker' abgebildet, das 1865 errichtet worden war. In der Bildmitte vorn sehen wir den Wehrleiter Hugo Cölestin Langer, Lehrer.

60 Die Freiwillige Feuerwehr.

Am 23. Oktober 1898 weihten über sechzig Feuerwehrleute und der Bürgermeister Heinrich Dittmar (1 8471906) den neuen Steigerturm ein, der dreizehn [ahre später mitsamt dem Gerätehaus, untergebracht in der' Ankerscheune' , wieder abbrannte. Die Musikanten der Kräherkapelle spielten in Uniform zu den Weihefeierlichkeiten auf.

61 Die Schulen vor 1883.

In jener Zeit wurden die Kinder in drei Schulen unterrichtet. Auf dem Bild (Gemälde von Curt Langer) sieht man rechts die Mädchenschule, daneben die Knabenschule. Auf der Hauptstraße (Annaberger Straße 51) gingen die Kleinen in die Elementarschule. Knabenlehrer Carl Geißler (1797-1873) hatte es in seiner 3. Klasse mit 1 1 1 Jungen zu tun, doch Sitzplätze waren nur für 58 Kinder vorhanden. Die Schulhäuser wiesen allesamt erhebliche hygienische Mängel auf

62 Die Volksschule 1910.

1883 wurden die drei baufäl ligen Schulen aufgelöst. An der Stelle der bisherigen Mädchenschule entstand im gleichen [ahr die neue Volksschule. Sie wurde 1884 eingeweiht. In acht Klassenzimmern wurden nun die Schüler unterrichtet. Vor dem Gebäude sehen wir das Kriegerdenkmal für die Gefallenen der Kriege von 1866 und 1870. Der Vorplatz wurde seit 1908 durch eine Gaslaterne beleuchtet. 191 3 besuchten 560 Kinder die Schule, außerdem 98 Fortbildungsschüler.

63 Die Lehrer der Schule in Raschau, 1888.

Van links: Max Galde, Hermann Adolf Prehl, Richard Schneider und Cölestin Langer. Bekannt wurde Richard Schneider, der von 1883 bis 1924 hier als Lehrer tätig war. Im Volk war er' der klaane Schneider'. Die vier Lehrer unterrichteten derzeit in acht Zimmern etwa 570 Schüler. Der Religionsunterricht nahm die meiste Zeit in Anspruch.

64 Das Schuifest, 1900.

Schon 1865 läßt sich ein Schuifest nachweisen. Ab 1896 fanden solche Feste aller vier [ahre statt. Das Foto zeigt, wie die Schüler auf dem Schulhof zum Festzug angetreten sind. Als Soldaten gekleidet, haben 'fünf Trommler, zwei Fanfarenbläser, zwei Sappeure, zwei Leveren' Aufstellung genommen. Auf dem Kutschbock sitzt Arno Merkel (18751964), Spediteur. Im Hintergrund steht das Glitznerhaus, das 1924 abbrannte.

6S Die Lehrerschaft der Volksschule, 1924.

Oben: Johannes Hammer, Johannes Flemming, Hermann Thiele, Robert Lehnert, Emil Oelßner, Kurt Dittmar und Wilhelm Peschke. Mitte:

Fritz Hagemann, Frl. Franz, Frl. Stübe, Martha Quark, Herr Krödel, Fritz Quaas und Fritz Schneider. Unten: Herr Mamsch, Wilhelm Großer, Alfred Kluge (Schulleiter)

und Richard Schneider. 191 8 wurde 560 Schüler von drei Lehrern unterrichtet. 1924 wirkten hier 18 Lehrkräfte bei etwa 600 Schülern. Sechs Lehrer wurden 1933 wegen ihrer Überzeugung von den Nazis bestraft, darunter Fritz Hageman. Paul Neck kam im KZ Bautzen um.

66 Das Schuifest, 1925.

Am 'Hotel Hirtbrück' stellen sich die Schülerinnen mit ihrem Lehrer Robert Lehnert zum Umzug. Sie bilden eine Biedermeiergruppe. Davor soll die alte Postkutsche fahren. In 24 Bildern wurden Gegenwart und Geschichte von Raschau dargestellt, unter anderem'Die erste Korkindustrie', 'Kriegsnot' und 'Die Geldentwertung'

(1923). Das Fest dauerte drei Tage. Es blieb für viele Schüler ein unvergeßliches Erlebnis. Bei der Vorbereitung und Durchführung aller Schulfeste waren viele Eltern beteiligt. Finanziert wurden die Feste durch Spenden.

67 Die Volksschule Raschau.

Die alte Schule wurde 1920 durch ein Hinterhaus vergrößert. 1924 wurde an der Ostseite ein neuer Flügel mit vier Räumen angebaut. Das Dachgeschoß wurde verändert. Es erhielt einen Turm mit Uhr. Die Schulhauserweiterung konnte nur dann erfolgen, wenn das kleine Bauerngut verschwinden würde, das am Schulhof stand. Das geschah durch einen 'ungeklärten Brand' .

68 Der Bau des Marktplatzes.

Der Gemeinde fehlte ein zentraler Platz, auf dem sich die Bürger 'bei feierlichen Anlässen versammeln können'. Deshalb wurde 1936 die Mittweida mit einem Kostenaufwand von 19 000 Reichsmark überwölbt. Die Arbeiten verrichtete die Firma von Emil Altmann (1893-1973). Das von dem Lehrer Reinhold Hertel aufgenommene Foto zeigt auch die Anteilnahme der Raschauer am Fortgang des Baus.

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