Ratekau in alten Ansichten

Ratekau in alten Ansichten

Auteur
:   Harald Gerhardt
Gemeente
:   Ratekau
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1222-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ratekau in alten Ansichten'

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9. Dieses Bild, das 1906 aufgenommen wurde, zeigt das sogenannte blaue Zimmer im alten Pastorat. In diesem Raum unterschrieb B1ücher 1806 die Kapitulationsurkunde. Hier lernte er auch den greisen Pastor Schrödter kennen, der in einem Protokoll festhielt, daß Blücher gesagt hat: 'Ich kapituliere ihrethalben und ihres Dorfes wegen.' Die Kanonen der Franzosen waren schon rund um Ratekau in Stellung gebracht. Das blaue Zimmer blieb über viele Jahre im Zustand von 1806. So ist es noch 1888 unverändert gewesen, als Pastor Zeidier seinen Dienst in Ratekau antrat.

~ruß aus Ratekau

la. Im Vorgarten des jetzigen Pastorats finden wir diesen Gedenkstein, der folgende Inschrift trägt: Blücher, 6./7. Nov. 1806, 18. Okt. 1913. Er steht genau an der Stelle, über der sich im alten Pastorat vor dessen Abbruch die sogenannte Blücherstube befand, in der Blücher die Kapitulationsurkunde unterschrieb. Die Aufnahme entstand um 1915.

11. Die Kirchenverwaltung hatte nicht nur für den Pastor und den Organisten zu sorgen, sondern mußte sich früher auch um die Frau des Pastors kümmern, wenn dieser verstorben war. Eine Zeitlang wohnte die Witwe des Pastors in diesem Haus in der Alten Schulstraße, dem Pastorenwitwenhaus, das 1831 erbaut wurde. Vorher war in diesem Gebäude eine Bäckerei untergebracht. Was man diesem Haus auf den ersten Bliek nicht ansieht: Es hat ein meterdickes Fundament und fast genauso breite Wände und Mauern. Diese kompakte Bauweise war sicher deshalb nötig, weil unmittelbar am Hause eine unterirdische Wasserader vorbeiführt.

12. Ein Original war der Bälgetreter Gustav Muus, hier auf einern Bild aus dem Jahre 1929 sitzend inrnitten des Posaunenchors Bad Schwartau. Er hatte die Aufgabe, in der Kirche den Blasebalg für die Orgel zu treten, damit diese auch ja gut spielen konnte. Über 50 Jahre versah er diese Auf'gabe. Neben seinem Gehalt, das er von der Kirchenverwaltung erhielt, bekam er jeden Tag bei einem anderen Bauern des Ortes ein Mittagessen. Bei der Dorfjugend war er sehr beliebt.

13. Im Jahr 1932 wurden diese jungen Mädchen von Pastor Onnasch konfirmiert. In zwei Jahren feiern sie die 'Goldene Konfirmation'.

Blücher-Eiche

14. Auf diesem Bild sehen wir die bekannte Blüchereiche in einer Aufnahme aus dem Jahr 1906. Unter ihr ergab sich der General B1ücher 1806 dem französischen Marschall Bernadotte, dem späteren König von Schweden. Diese Eiche stand damals an der Landstraße von Eutin nach Lübeck. Ein schmaler Weg mündete hier, von Ratekau kommend. Ihn soll Blücher benutzt haben. Der Gedenkstein, der noch heute unter der Eiche steht und das Datum der Kapitulation trägt, wurde 1856 von einem Schwartauer Einwohner gestiftet. Heute ist die Eiche schon ein wenig verfallen und wurde bereits mit einer Eisenhalterung haltbar gemacht. 1965 setzten die Ratekauer Blücher einen zweiten Gedenkstein, der sein Relief aus Bronze trägt.

15. Unmittelbar an der Blüchereiche steht heute ein Rasthaus, das im Volksmund auch den Beinamen 'Eichhörnchenbar' trägt und von Autofahrern und Ausflüglern gern besucht wird. Von hier aus kann man kurze und lange Wanderungen (Riesebusch) unternehmen. Ein Kinderspielplatz, eine Minigolfanlage und ein Trimmpfad locken weitere Besucher an. Angefangen hat alles in diesem ausrangierten Wagen, der später von einer Hütte und dann von einem Holzhaus abgelöst wurde.

16. Dieses Bild ist vom Brink aus um 1925 aufgenommen worden und zeigt links ein Fachwerkhaus, das schon lange nicht mehr steht und durch einen Neubau ersetzt wurde, in dem heute ein Gartenbaubetrieb untergebracht ist. Rechts sehen wir das Haus des Bauern Fock, das bereits leer steht und 1982 abgerissen wird. Sehr hübsch sieht die Feldsteinmauer aus. Solche Mauern fand man früher oft als Grundstücksbegrenzung.

17. Fast 120 Jahre alt ist dieses 1863 von P .H.c. Lange erbaute Bauernhaus. Das Bild aus dem Jahr 1911 zeigt das Gebäude nach dem Umbau, vorher hatte es ein Reetdach und Fachwerkwände. Die Linden vor dem Haus wurden 1945 während eines schweren Gewitters von einem Wirbelsturm umgeknickt. Der Weg, der rechts am Gebäude vorbeiführt, ist die heutige Poststraße, die das gesamte Neubaugebiet mit dem Ortskern verbindet. Auf dem Foto erkennen wir von links Magda Schlichting (geborene Lange), Hertha Schütt (geborene Lange) und Willi Lange.

18. Herrliche alte Fachwerkhäuser, mit Reet gedeckt, gab es früher viele in Ratekau. Dieses im 18. Jahrhundert erbaute Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Bauern Schlichting, dessen Vorfahren am Ende des Dreißigjährigen Krieges nach Ratekau kamen, steht noch heute, doch wurden Wände und Dach völlig verändert. Durch die große Tür kam man auf die Diele. Links und rechts von ihr lagen die Stallungen für das Vieh und Wohnräume. Auf dem Boden über der Diele wurden Heu und Stroh für den Winter gelagert. Im hinteren Teil des Hauses befand sich die Wohnung des Bauern. Vier Storchnester gab es einmal in Ratekau. Heute finden die Störche, obwohl eine Nistmöglichkeit besteht, wohl nicht mehr genug Nahrung in der Umgebung.

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