Ratekau in alten Ansichten

Ratekau in alten Ansichten

Auteur
:   Harald Gerhardt
Gemeente
:   Ratekau
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1222-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ratekau in alten Ansichten'

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29. Eine Schafherde auf der Straße - ein heute kaum noch vorstellbares Erlebnis. Als die Autos noch selten und die Straßen noch nicht gepflastert und geteert waren, konnte der Schäf'er seine Herde ungestört am Straßenrand weiden lassen. Auf diesem Foto sehen wir den bekarmten Schäfer Preen mit seinen Tieren auf der Straße von Ratekau nach Sereetz am Beginn der Sereetzer Tannen. Lange Jahre haben die Schäfer in der Hirtenkate am Brink gewohnt, später in der Alten Travemünder Landstraße, die einst Bad Schwartau mit Travemünde verband.

30. Dort, wo sich heute das Möbelhaus Rath befindet, stand diese Kate. Sie wurde um 1800 erbaut und 1969 abgebrochen. Früher war diese gleich mit Mauerwerk gebaute Kate das Altenteilerhäuschen der Bauernstelle Zach. Es ging 1928 in den Besitz von Walt er Muus über, der es 1937 an Willi Cruse verkaufte. Das Ehepaar Koopmann unterhielt hier bis 1947 ein Kolonialwarengeschäft und bewohnte es bis 196 S. Dieses Bild entstand 1923 und zeigt links das Wohnhaus Cruse und in der Mitte den Kirchturm. Vor der Toreinfahrt sehen wir den Gemeindediener Fritz Hamann, der im Volksmund unter dem Namen 'Gestiefelter Kater' bekannt war.

31. Zu einem hübschen Wohnhaus ist diese vor hundert Jahren errichtete Kate umgebaut worden. Wenn Sie durch die Bahnhofstraße in Richtung Bahnhof gehen, werden sie Mühe haben, das abgebildete Gebäude in dem Haus hinter der Firma Niemöller wieder zu erkennen. Das Strohdach wurde durch ein Blechdach ersetzt, die große Tür wurde zugemauert, das Fachwerk ist verschwunden und die Wände wurden weiß angemalt. Aufnahme von 1920.

32. Eines der schönsten Häuser Ratekaus ist heute dieses Gebäude, das in der Hauptstraße in Richtung Techau steht. Vor seinem Umbau war es eine Kate, in der eine Landarbeiterfamilie wohnte. Das Gebäude hat immer noch ein Reetdach, nur das Fachwerk wurde ersetzt.

33. Im Jahr 1910 wurde diese Scheune gebaut, zwei Jahre später entstand diese Aufnahme. In der Scheune wurde das gemähte Getreide bis zum Winter gelagert. Erst dann wurde es auf der Diele gedroschen. Mit dem Einfahren des letzten Erntewagens brachte man den Erntekranz über der Tür an. Transportiert wurden die Getreidegarben mit einem Leiterwagen, der von Pferden gezogen wurde. Im Ort ansässige Stellmacher bauten diese Wagen.

34. Ein Kamin ist gar keine so moderne Erfindung. Was sich heute viele von uns als Luxus leisten, war früher fast in jedem Haus vorhanden. 'Deutscher Herd' nannte sich diese offene Feuerstelle, hier auf einern Foto, das 1919 aufgenommen wurde. An einer Kette hing über dem Feuer ein Topf (Grapen), in dem gekocht wurde. Geheizt wurde mit Holz, oftmals mit Buschholz, dünnen Reisigen oder mit Torf. Rechts unten sehen wir einen Wasserkessel, daneben eine Holzkiste mit Brennmaterial. Links oben hängen kleine Trichter, unten am Boden steht eine Tonne für Wasser, das mühsam aus einern Brunnen heraufgeholt werden mußte. Unter der Feuerstelle erkennen wir zwei Löcher, in denen Brot gebacken wurde.

35. Dieses Bild zeigt eine Dorffamilie - die Familie Edler - im Jahr 1905. Drei Generationen - Großeltern, Eltern und Kind - haben sich für den Fotografen versammelt. Der Großvater putz t die Rüben mit einern Messer. Sie sind für die Ziegen bestimmt, die es zu der Zeit noch recht zahlreich irn Ort ga b (1900: 80 Stück).

36. Während heute der Tankwagen einer Meierei auf den Bauernhof fährt , der Fahrer einen Schlauch nimmt und die Milch, die den Kühen maschinell abgemolken wurde, aus einem Tank auf dem Hof in den Wagen pumpt, melkten die Bauern früher mit der Hand, filterten die Milch, gossen sie in Kannen, brachten die Kannen mit einem Pferdefuhrwerk zu einem Milchbock, der Milchsammelstelle für alle Bauern des Ortes, von wo ein Wagen der Meierei die vollen Kannen abholte und leere wieder hinstellte. Dieser Milchbock hatte für die Jugend Ratekaus noch eine besendere Bedeutung. Er war abendlicher Treffpunkt für die jungen Leute. Hier verabredeten sie sich.

37. Als es noch kein Auto und keinen Trecker gab, hatte der Bauer als schnellstes Transportmittel die Kutsche. Dieses auf der Fotografie von 1930 abgebildete Gefährt diente dazu, die Milchkannen nach dem Melken auf der Koppel wieder auf den Hof zu bringen. Zum Ausfahren hatte der Bauer eine prächtigere Kutsche.

38. Als die Bauern noch nicht auf bestimmte Produkte tierischer oder pflanzlicher Art spezialisiert waren, hielten sie sich Federvieh verschiedener Art zum eigenen Bedarf oder zum Verkauf. Auf dieser Aufnahme aus dem Jahr 1930 sehen wir Gänse, Enten und Hühner, die noch nicht in Batterien oder engen Gehegen gehalten werden, sondern frei herumlaufen. Ein Erlebnis war es für die Kinder, die Tiere zu füttern. Im Hintergrund steht eine hübsche Fachwerkscheune, die 1953 umgebaut wurde und 1982 abgerissen wird.

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