Ratekau in alten Ansichten

Ratekau in alten Ansichten

Auteur
:   Harald Gerhardt
Gemeente
:   Ratekau
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1222-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ratekau in alten Ansichten'

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39. Ein Bauern-Ehepaar vor seinern Altenteilerhaus, das bereits etwa 1925 abgerissen wurde. Auf diesern Foto aus dem Jahr 1910 sehen wir Johannes und Engel Christine Oehlenschläger. Die Oehlenschlägers sind eine alte Ratekauer Familie, deren Mitglieder sich als Kirchenmusiker irn 18. und 19. Jahrhundert einen Namen gemacht haben. Auf einer Kirchenglocke, die 1917 für Kriegszwecke eingeschmolzen wurde und die 1726 gegossen worden war, stand unter anderem eingraviert: Johann Hinrich Oehlenschläger, Organist. Wind, Sonne, Regen und schwere Arbeit haben die Gesichtszüge beider so markant werden lassen.

40. Wenn das Korn eingefahren und das Laub von den Bäumen gefallen war, traf man sich im Herbst zur Treibjagd. Jäger und Treiber zogen gemeinsam durch Wald und Feld, um das Niederwild aufzuspüren und zur Strecke zu bringen. Nach der Mühe des Tages trafen sich dann alle abends in einem Lokal des Ortes zum 'Schüsseltreiben', einem zünftigen Essen und Trinken.

41. Im 'Bund der Landwirte' des Fürstentums Lübeck schlossen sich die Söhne und Töchter der Bauern zusammen. In der Gruppe Schwartau trafen sie sich aus Ratekau, Schwartau, Hernmelsdorf', Offendorf, Pansdorf, Horsdorf und anderen Orten. Etwa 1920 wurde diese Gruppe gegründet. Versammlungen, Vorträge mit Themen aus der Landwirtschaft, Tanzveransta!tungen und andere Feste sorgten für Abwechslung im Alltag. Ein besonderes Ereignis war es für die jungen Männer und Mädchen, wenn der Erbgroßherzog Nikolaus an einer Feier teilnahm. Sehr hübsch war die Tracht, die die Mädchen sich für ihre Landjugendgruppe zugelegt hatten. Aufnahme etwa 1921.

42. So sah Ratekau in den dreißiger Jahren aus, wenn man sich von Techau aus dem Ort näherte. Wenn Sie heute aus derselben Richtung kommen, fahren Sie durch eine schöne Lindenallee. Diese großen Bäume wurden vor rund 45 Jahren gepflanzt und waren damals noch sehr klein.

43. Dieser Sandweg war einst die Verbindung von Ratekau nach Timmendorfer Strand. Am Ende der fünfziger Jahre wurde er zu einer breiten, modernen Teerstraße ausgebaut, weil die Zahl der Autos immer größer und der Ausflugsverkehr an die Lübecker Bucht immer stärker wurde. Da war natürlich auch kein Platz mehr für die Linden an den Straßenrändern. Wie die Straße einmal aussah, vermittelt ein Stück dieses alten Verkehrsweges, das am Ortseingang von Hemmelsdorf erhalten geblieben ist.

44. Vom Bahnübergang am Sereetzer Weg blieken wir in Richtung Ortsmitte und sehen neben dem schmalen Sandweg eine große Wiese, die heute völlig bebaut ist. Sereetzer Weg und Preußenweg heißen die neuen Wohngebiete, die nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden sind. Als der Sportverein noch keinen eigenen Wettkampfplatz besaß, trugen die Fußballer auf dieser Koppel ihre Meisterschaftsspiele aus. Als dann die Bebauung einsetzte, erhielt der Verein seinjetziges Übungsgelände.

45. So wie diese Straße (die heutige Bäderstraße, früher Bahnhofstraße) sahen in früheren Jahren fast alle Straßen des Ortes aus. Sie waren ungepflastert, an den Seiten standen Bäurne, meistens Linden. Oft fand man herrliche Alleen. Links und rechts der Fahrbahn befanden sich manchmal Gräben, damit das Regenwasser ablaufen konnte und die Fahrbahn nicht so sehr aufweichte. Links erkennen wir die Zufahrt zum Rathaus und im Hintergrund das Gasthaus 'Fürst Blücher'.

46. Das Ratekauer Moor liegt gleich hinter dem Bahnübergang an der Straße nach Sereetz. Auf unserem Bild sehen wir das Gewässer in seiner ursprünglichen Größe und Form. Nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Erhaltung der Natur noch keine so zentrale Bedeutung hatte wie heute und der Mensch noch nicht die technischen Voraussetzungen der Müllverarbeitung geschaffen hatte, diente es lange Zeit als Müllkippe. Dadurch wurden große Teile des kleinen Sees zugeschüttet, wodurch seine Fläche stark abnahm. Im Hintergrund liegt ein Waldgebiet, Hohes Lieth genannt. Die Knicks, die die Felder abgrenzen, wurden während der Verkoppelung der Ratekauer Ländereien im 18. Jahrhundert angelegt.

47. Unmittelbar an Ratekau vorbei, am Rande des Riesebusch, fließt die Schwartau durch ein romantisches, in der Eiszeit entstandenes Urstromtal, ehe sie einige Kilometer weiter südlich in die Trave mündet. Erst durch eine Flußbegradigung wurden die Wiesen links und rechts des Flusses landwirtschaftlich nutzbar gemacht. Reste des alten Flußbettes finden wir an vielen Stellen in Form von Tümpeln und Teichen. Um den kleinen Fluß überqueren zu können, wurden Brücken gebaut. Früher waren sie, wie auf dem Bild, aus Holz, heute sind sie aus Stein.

48. Diese freie Fläche, die auf unserem Bild unter einer dieken Schneedecke liegt, ist der Brink, die Mitte des Ortes Ratekau. Heute befinden sich an dieser Stelle ein Parkplatz, eine Omnibushaltestelle und ein Kiosk. Links sehen wir den alten Schlauchturm der Feuerwehr, in dem die Schläuche nach ihrer Benutzung zum Trocknen aufgehängt wurden. Am rechten Bildrand steht ein Gebäude, das inzwischen abgerissen wurde, weil es dem neuen Postamt Platz machen mußte. Auf dem Brink übten in den Anfangsjahren die Leichtathleten des Ratekauer Turnvereins.

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