Ratekau in alten Ansichten

Ratekau in alten Ansichten

Auteur
:   Harald Gerhardt
Gemeente
:   Ratekau
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1222-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ratekau in alten Ansichten'

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59. Wenn Sie sich heute, lieber Leser, an die Stelle begeben, an der der Fotograf gestanden hat, sehen Sie von diesen beiden alten Häusern nichts mehr. Im Vordergrund gebaute Wohnhäuser versperren die Sicht. Links erkennen wir die Gaststätte und Bäckerei Harders. Rechts steht das heute unter Denkmalschutz gestellte Gebäude des Bauern Samelin, ein hübsches Fachwerkhaus, das im 18. Jahrhundert erbaut wurde, bis heute sehr gut erhalten ist und in dem im vorigen Jahrhundert eine Gastwirtschaft eingerichtet war. Vor zwei Jahren hat der Deutsche Bund für Vogelschutz auf dem Dach des Gebäudes eine Nistgelegenheit für den Weißstorch angebracht. Man möchte versuchen, diesen Vogel wieder in Ratekau anzusiedeln.

60. In der Bäderstraße finden wir dieses Haus, allerdings umgebaut. So sah es 1915 aus. Aus diesem Jahr stammt die Aufnahme. Vor dem rechten Teil des Hauses stehen Grabsteine. Ein Lübecker hatte hier sein Geschäft. Als in den fünfziger Jahren die Straße verbreitert wurde, mußte die Steinmauer verschwinden.

61. Viele Häuser des Ortes, die in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts gebaut wurden, haben die Form dieses Gebäudes, das vor 100 Jahren errichtet und 1920 fotografiert wurde. Mit der langen Seite parallel zur Straße stehend, wird es in der Mitte durch einen zusätzlichen, geschmückten Giebel aufgelockert. Die Eingangstür befindet sich genau darunter. Im nahen Bad Schwartau sind ganze Straßenzüge in diesem Stil entstanden. In der Ratekauer Hauptstraße stehen noch einige Gebäude dieser Stilepoche.

62. Aus Anlaß der tausendsten Sitzung des Gemeinderates der Gemeinde 'West-Ratekau' entstand diese Aufnahme am 26. Juni 1912 vor dem damaligen Gasthaus Nau. Auf dem Foto sehen wir, von links nach rechts, hinten: Piper (Gemeindediener), Cordts (Armenpfleger), Dr. med. Janke, Heier (Arrnenpfleger), Offenborn (Armenpf1eger), Schröder (Armenpf1eger) und Süfke (Armenpf1eger). Mitte: Frau Nau senior, Frau Nau junior, Nau (Gastwirt), Hamarm (MdG), Völckers (MdG), Schulz (MdG), Nau (MdG), Quitzau (MdG), Zach (Arrnenpfleger), Raabe und Muus (Armenpfleger). Vorn: Jeske (MdG), Gosch (MdG), Voss (MdG), Schramm (Gerneinderechnungsführer), Wulff (Beigeordneter), Voss (Gemeindevorsteher), Zach (Beigeordneter), Scheel (MdG) und Ruesch (MdG). (MdG = Gemeind eratsmitglied.)

63. Die heutige Großgemeinde Ratekau entstand 1933. Zunächst hatte die Gemeindeverwaltung ihren Amtssitz im benachbarten Pansdorf. Doch mit der Fertigstellung des neuen Amtsgebäudes verlegte die Verwaltung ihren Sitz nach Ratekau. Das Fachwerkhaus paßte sich mit seinem Baustil sehr gut dem Ortsbild an und ist heute wohl das hübscheste Rathaus in weitem Umkreis. Unser Foto zeigt eine Szene von den Einweihungsfeierlichkeiten im Jahr 1939. Rechts hinter der hohen Steinmauer liegt der Friedhof, der vor über hundert Jahren angelegt wurde und bis heute benutzt wird.

64. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde begonnen, eine Eisenbahnstrecke von Bad Schwartau nach Haffkrug zu bauen, um die Ostseebäder verkehrsmäßig besser erreichen zu können. Doch zur Zeit der Inflation stockten die Arbeiten, und die Trasse blieb jahrelang ohne Schienen und Schwellen liegen. Mitte Mai 1925 wurde beschlossen, die Strecke bis Ende Juli fertigzustellen. Rund 709 000 Mark betrugen die Kosten, die von den an der Strecke liegenden Orten, der Reichsbahn und der Regierung des oldenburgise hen Landesteils Lübeck aufzubringen waren. Auf unserem Bild sehen wir einen Bautrupp mit dem Schachtmeister Westermann in der vorderen Bildmitte. Im Hintergrund erkennen wir den Turm der Ratekauer Kirche.

65. Ende Mai 1925 wurden die ersten Schwellen gelegt, und schon am 1. Juli 1925 konnte die Eisenbahnstrecke bis Timmendorfer Strand befahren werden. Am 18. August wurde dann die gesamte Strecke von Schwartau nach Haffkrug in Betrieb genommen. In jedem Ort, der nun einen neuen Bahnhof erhielt, fanden Feierlichkeiten statt. In Ratekau wurden der Bahnhof und die neue Eisenbahnlinie am 31. Juli 1925 festlich eingeweiht. Mit einem Transparent wurde der erste Zug herzlich willkommen geheißen. Die Dorfjugend tanzte dazu. Die neue Eisenbahnstrecke hieß auch 'Büttbahn', 'Ostsee-Bäderbahn' und wird heute 'Vogelfluglinie' genannt. Rund 50 Jahre nach seiner Einweihung wurde der Bahnhof aus Rentabilitätsgründen stillgelegt.

66. Nach einem Feuer wurde 1836 ein neues Organistenhaus mit zwei Schulzimmern erbaut. Es stand in der Alten Schulstraße unmittelbar hinter der Kirche. 1841 besuchten 90 Kinder die Schule. Sie wurden vom Königlichen Organisten unterrichtet. 1901 waren zwei Lehrer und eine Handarbeitslehrerin an der Schule tätig und unterrichteten 118 Kinder. Im Jahr 1933 ging das Organisten- und Schulhaus aus kirchlichem in den staatlichen Besitz über, Nach dem Zweiten Weltkrieg war die alte Schule zu klein geworden. Eine neue Schule mit neun Klassen wurde 1949 erbaut. 1971 wurde die alte Schule abgerissen. Heute stehen auf ihrem Platz zwei Wohnhäuser. Aufnahme von 1912.

67. Wir werfen einen Bliek aus der Vogelperspektive auf die neue Ratekauer Volksschule kurz nach ihrer Fertigstellung, als sie noch am Rande des Ortes lag. Hinter der Schule befindet sich das Gelände, auf dem heute ein moderner Sportplatz liegt und eine Turnhalle steht. Am oberen Bildrand sehen wir das Fritjof-Nansen-Heim, das von den Norwegern finanziert wurde und in dem heute ein Kindergarten untergebracht ist. Davor erkennen wir ein kleines Umkleidehaus, das der Verein bei Sportveransta1tungen und die Schule beim Sportunterricht benutzten. Vor dem Schulhof stehen das ehemalige Dienstgebäude des Polizeireviers Ratekau und die Drogerie Kadow.

68. Aus dem Jahr 1921 stammt dieses Bild einer Ratekauer Schulklasse mit ihrem Lehrer Jäde. Das Foto wurde vor der alten Schule aufgenommen.

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