Ravensburg in alten Ansichten Band 1

Ravensburg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Beate Falk
Gemeente
:   Ravensburg
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4639-5
Pagina's
:   104
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ravensburg in alten Ansichten Band 1'

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79. Die Firma Escher- Wyss war um 1900 noch direkt von der Schussenstraße über die abgebildete Mittelbrücke zu erreichen. Das ehemalige Verwaltungsgebäude im Vordergrund steht heute noch fast unverändert vor den ehemaligen Schlosserei- und Drehereihallen. Als die Züricher Firma im Jahr 1855/56 in Ravensburg ein Zweigwerk errichten wollte, stellte die Stadt unentgeltlich Steine aus der abzubrechenden Stadtmauer zur Verfügung. Die hauptsächlich für die Papierindustrie hergestellten Maschinen und Turbinen wurden mit dem Pferdefuhrwerk zum nahe gelegenen Bahnhof transportiert.

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Gruss ecrn $isplatz.

SO. Ein Gruß vom alten Eisplatz an der Brühlstraße um 1900. Diese alte Eislauffläche lag auf dem Firmengelände von Escher- Wyss und wurde 1922 aufgegeben; in der Folgezeit standen den Schlittschuhläufern verschiedene Eisplätze, so unter anderem auf der Veitsburg, an der Wilhelmstraße und hinter dem Wernerhof, zur Verfügung.

Ausblick v . Sennerbad auf Ravensburg

81. Einst hatte Ravensburg zwei Heilbäder. Neben dem Hl.-Kreuz-Bad an der Gartenstraße genoß das Sennerbad vor allem bei der Landbevölkerung großes Vertrauen. Sein schwefelhaltiges, erdig-alkalisches Wasser, das für Rheumatismus, Gelenk- und Knochenleiden heilsam wirkte, soll selbst im Sommer kalt wie Schnee gewesen sein. Im 16. Jahrhundert im Besitz der Familie Senner, war das Bad zeitweilig städtisch und bestand bis 1927 als Privatsanatorium für Herz- und Nervenkranke fort. Der Mineralwasservertrieb mußte Ende der 1950er Jahre mit der Versiegung der Quelle eingestellt werden. Die Ansicht stammt aus dem Jahr 1907.

82. Im Jahr 1910 konnte die Schützengilde ihr Heim in der Höll einweihen, nachdem sie vom 15. Jahrhundert bis zum Jahr 1877 ihre Schießstätte auf der Kuppelnau hatte. Vom Turnverein von dort verdrängt, suchte man zunächst ein Ausweichquartier auf der Veitsburg, was sich jedoch als unzweckmäßig erwieß. In der Höll, in der die Ravensburger Wirte seit 1842 zunehmend Bierkeller angelegt hatten, bezog der Verein schließlich im Jahr 1888 Quartier.

83. Der Dreifaltigkeitstorkel stand bis zum Jahr 1907 im Bereich See-/Zogenfeldstraße. 1660 anstelle eines älteren Torkels neu erbaut, wurde er im Jahre 1907 im Zuge der Begradigung der Seestraße abgebrochen. Er gehörte ursprünglich dem Spital und hatte seinen Namen nach einer auf dem Foto noch sichtbaren Bildtafel auf der Westseite, mit der Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit. Größer als der Burghaldentorkel, war er mit zwei Druckbäumen sowie einer Küche und zwei Zimmern ausgestattet. Von den im Jahr 1820 noch bestehenden 17 Torkeln haben sich bis heute nur noch drei, nämlich der Burghalden-, Gäldrich- und Baindtertorkel, erhalten.

84. Die Federburgstraße entwickelte sich seit der Jahrhundertwende zu einer der exklusivsten Villenstraßen der Stadt. Links steht die 1904 erbaute Villa von Heinrich Schatz, dem Gründer der Maschinenfabrik Weingarten, in der Mitte die Villa Zinstag. erbaut 1903 und rechts die nicht mehr existierende Villa Sommer, die sich J acob Sommer, Inhaber des gleichnamigen Putz- und Modewarenhauses in der Kirchstraße 2/41904 erbauen ließ. Das Haus des Landrichters Dr. Zimmerle am Mehlsack befand sich hier im Jahr 1905 kurz vor seiner Fertigstellung.

Ravensburg

Partie beim Schilterplatz

85. Der Schillerweiher diente vorübergehend von 1907 bis 1910 als 'Knabenbad' , als der alte Badeplatz in der Schussen an der Mühlbruck zu stark verschmutzt war. Mit der Bebauung des Areals Wilhelm-Hauff-, Schiller- und Ziegelstraße in den Jahren 1935-1939 verschwand diese stadtnahe Idylle. Lediglich die Grünanlage 'Schillerplatz' erinnert heute noch daran.

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86. Bis zum Jahr 1892 stand auf der Veitsburg ein achteckiger, hölzerner Pavillon, der bereits 1789 erbaut worden war (im Bild). 1892 ersetzte man ihn durch einen Neubau aus Zementguß (Bild Nr. 5, 31, 87). Noch rankt der Wein am Veitsburghang, dessen Anbau jedoch zugunsten des billigeren SüdtiroIer Importweins um 1915 aufgegeben wurde. Wiederaufbaupläne der 1647 abgebrannten ehemaligen Welfenburg in den Jahren 1913, und 1938 gar als 10 000. Heim der Hitlerjugend, kamen nicht zur Durchführung.

87. 'Der Ravensburgersingt und lacht, wann's auf dem Mehlsack blitztund kracht,' heißt es um 1899.

88. Mittagspause beim Wimmeln in der Burghalde um 1890. Waren die Bütten voll, kamen sie in den Burghaldentorkel, wo Torkelmeister Sprinz bis zur Stillegung des Torkels im Jahr 1892 den Preßvorgang genau überwachte. Während die Rebgärten in der Rauenegg durch die Ausdehnung der Kiesgrube nach und nach verschwanden, wurde der Veitsburghang mit den unempfindlicheren Obstbäumen eingepflanzt. 1905 betrug die Rebfläche gerade noch 15 ha im Vergleich zu 130 ha im Jahr 1837.

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