Röbel (Müritz) in alten Ansichten

Röbel (Müritz) in alten Ansichten

Auteur
:   Klaus Hennings
Gemeente
:   Röbel (Müritz)
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5530-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Röbel (Müritz) in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

EINLEITUNG

Im Süden des Bundeslandes Mecklenburg- Vorpommem liegt die Mecklenburgische Seenplatte. Ihr Herzstück, die Müritz, ist mit 117 km2 der größte deutsche Binnensee. Unmittelbar an den Ufern liegt die Stadt Röbel (Müritz). Ur- und frühgeschichtliche Funde beweisen die Besiedlung dieses Gebietes seit der Steinzeit.

Im Kirchenbuch der Nicolaikirche wird ausgesagt, daß 'Röbe11217 angelegt und fundiriert' worden sei, das heißt, die Gründung einer neuen Siedlung (Neustadt) neben der alten slawischen Siedlung (Altstadt). Auf der altstädter Burg, dem heutigen Standort der aus einer Holländermühle entstandenen Jugendherberge, hat 1227 Unislav von Havelberg als CastelIanus seinen Sitz.

Die Trennung der Stadt in zwei Teile wurde auch durch die Grenzlegung der Bistümer Havelberg und Schwerin mitten durch die Stadt bis in unsere Zeit sichtbar, die Altstadt, von Wasser und Sümpfen um-

geben, war im Besitz von Ackerbürgern und Fischern, während die Neustadt zum Schutz ihrer Kaufleute und Handwerker eine Stadtmauer errichtete. Das Stadtrecht wurde Röbel am 21. Januar 1261 von Nicolaus, Fürst von Werle, bestätigt.

Im 13. Jahrhundert ist Röbel Residenzstadt der Werleschen Fürsten, 1416 kommt Röbel zu Mecklenburg-Schwerin und die politische Bedeutung der Stadtgehtzurück.

Mehrere große Brände vernichteten ganze Stadtteile, so daß die ältesten erhaltenen Gebäude Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts, entstanden sind. Gegenwärtig werden durch die Stadtsanierung mit Mitteln des Denkmalschutzes die Fassaden von ausgewählten Gebäuden weitestgehend originalgetreu restauriert.

Im Dreißigjährigen Krieg hat die Stadt 'durch beispiellose Verwüstung und Verelendung' sehr zu leiden, Gefechte fanden in unmittelbarer Nähe der

Stadt am - inzwischen trockengelegten - Schauksee statt.

Im Nordischen Krieg 1715/16 wurde Röbel mit starken Truppenkontingenten belegt, 1806 wurden 9 000 Franzosen einquartiert. Die Stadt hatte 2 400 Einwohner im Jahre 1822.

Durch den Fleiß der Ackerbürger , Fischer, Handwerker und Gewerbetreibenden wurde ein wirtschaftlicher Aufschwung erreicht und die Stadt wurde zum wirtschaftlichen Zentrum der Gutsbesitzungen und Bauerndörfer der Umgebung.

Eine Industrieansiedlung erfolgte nicht, so daß 1939 die 3 500 Einwohner in einer typisch rnecklenburgischen Kleinstadt in ruhiger Atmosphäre lebten, 1945 wurde die Stadt kampflos an die Rote Armee übergeben.

Durch die Flüchtlingstrecke aus dem Osten Deutschlands und den Zuzug vieler ausgebombter Großstädter nahm die Bevölkerungszahl sprunghaft zu.

1952 wurde durch die Gebietsreform der Landkreis Röbel (Müritz) gebildet, neue Stadtteile wurden errichtet. Kleinere, meist mit der Landwirtschaft verbundene Betriebe entstanden.

Die ausgewählten Bilder und der Bildtext berichten vom Leben und Schaffen der Einwohner unserer Stadt. Ich hoffe, daß sie dem Betrachter gefallen, der sich an die Stätten seiner Kindheit erinnern rnöchte, oder neugierigist auf die kleine Stadt an der Müritz. Herr Herbert Wiedbuseh, Röbel (Müritz), hat in dankenswerter Weise 27 Bilder aus seinem Archiv zur Veröffentlichung bereitgestellt, Herr Ahrent 2, Herr Zache 1 Bild.

Klaus Hennings

1. Die Luftbildaufnahme um 1930 umfaßt fast die ganze Stadt Röbel. Außerhalb der in der Nähe der Alleen verlaufenden Stadtmauer hatte sich die Stadt nur um den Stadtgarten, die Bahnhofstraße und die Mirower Straße ausgedehnt. Der Mönchteich und die durch die 'ersten Ecken' begrenzte Binnenmüritz grenzen an die Altstadt. Auf der östlichen Seite sind die unter Naturschutz stehenden Halbinseln Großer und Kleiner Schwerin zu sehen; sie gehören zur Gemarkung Ludorf.

2. Das Gemälde eines unbekannten Künstlers ist vor 1850 entstanden. Die Marienkirche hat noch keinen Turm. Die Marienkirche, die Nicolaikirche und die Burgmühle bestimmen die Ansicht der Stadt von der Wallpromenade an der Binnenmüritz.

3. Das Landgut Marienfelde (bis 1845 Hof Lepsow genannt) hat die Marienkirche 1516 gekauft. Die ca. 200 ha landwirtschaftliche Nutzfläche wurden 1948 aufgesiedelt. Das Gutshaus ist in ursprünglichem Zustand erhalten. Lag Marienfelde 1950 noch ca. 2 km vor den Toren der Stadt, so ist seitdem durch Errichtung von Einfamilienhäusern und Ferieneinrichtungen bis Marienfelde nunmehr die bebaute Stadtgrenze ausgedehnt worden.

4. Anfang der zwanziger Jahre wurde auf einer Anhöhe an der Außenmüritz malerisch gelegenen 'Tramnitz' als Sommersitz erbaut. Wer mit dem Dampfer von Waren nach Röbel fuhr, erblickte diese Gebäude zuerst. Nach dem Krieg wurde es als Typhuslazarett, später als Altersheim genutzt. 1952 brannte es vollständig ab. 1956/57 wurde auf dem Gelände das Feierabendheim 'Tramnitz' mit 104 Betten errichtet.

· Röbel

Promenade rnit Blick auf die Stadt

5. Durch den Bürgermeister Herrnes (Dienstzeit 1852-1900) wurden in und um Röbel Promenaden und Linden-, Birken-, Eschen- und Kastanienalleen angelegt.

6. Noch im Zweiten Weltkrieg haben die Röbeler Frauen ihre Wäsche in dem glasklaren Wasser der 'Bäk' (Bach) bei der Kalmschen Gastwirtschaft, an der Promenade am Gotthunskamp und an der Müritzterrasse gespült.

'Bleiche

7. Die Wäsche, vor allem die gestärkte Wäsche, aber auch das frischgewebte Leinen, wurden auf den Bleichen zum sonnentrocknen ausgelegt. Die größte Bleiche (Bild) war fast in der Stadtmitte, zwischen dem Mönchteich und der Stadtmauer,

8. 'Im Jahre 1893 wurde am Müritzufer die idyllische Gartenwirtschaft 'Seelust' erbaut und eine Promenade am Ufer entlang dorthin angelegt. Dies war der erste Schritt, den Fremdenverkehr Röbels zu fördern .. .' (Chronik 1926). Das Gebäude hatte Fremdenzimmer, Bootsverleih und eine Anlegestelle fürden Dampfer. 'Seelust' war und ist auch nach dem völligen Neuaufbau ein beliebtes Ausflugsziel der Röbeler. Am daneben liegenden 'Hasenberg' fand das österliche Eiertrudeln statt.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2018 Uitgeverij Europese Bibliotheek