Rüdersdorf in alten Ansichten Band 1

Rüdersdorf in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Werner Winzer
Gemeente
:   Rüdersdorf
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5466-6
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rüdersdorf in alten Ansichten Band 1'

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4. Panorama vom ältesten Ortsteil der heutigen Gemeinde Rüdersdorf. Das Dorf Rüdersdorf entstand um 1235. Die Aufnahme ist von 1908. Im Mittelpunkt die heute noch stehende evangelische Hoffnungkirche, die ebenfalls so alt wie das Dorf sein soll. Die Zisterzienser Mönche, die um 1235 nach Rüdersdorf kamen und hier angeblich den Kalkstein entdeckt, aber erwiesenermaßen sicher den Abbau des Kalkgebirges organisierten, hatten im Dorf Rüdersdorf einen Schreiber zu sitzen, Am Rand im Hintergrund des Feldes stand im 16. Jahrhundert ein Jagdschloß, das aber schon vor Jahrhunderten wieder abgerissen wurde. Noch heute heißt der Teil des Feldes 'Schloßfelde' .

5. Das (umgebaute) Gebäude der Wassermühle am Mühlenfließ im damaligen Dorf Tasdorf, das 1931 ein Ortsteil von Rüdersdorf wurde. Die Wassermühle wurde bereits um 1300 erwähnt. Auch ein Fischteich gehörte zur Mühle. Eine Fabrik für Silberbestecke hatte hier eine Zeitlang ihren Sitz. Noch nach 1945 wohnten in dem mehrmals umgebauten Haus einige Familien. Auf dem Hof stand bis etwa 1960 ein Seitenhaus, das auch mit Steinen der ehemaligen Mühle erbaut wurde. Die alte Mühlenmauer , rechts im Foto, ziert noch immer das Ufer des Mühlenfließes. Mit dem Bau einer modernen Brücke über das Fließ wurde die alte Brücke, die hier noch zu sehen ist, abgerissen und auch das Mühlengebäude, da die neue Brücke fast über das Haus hinwegführt.

6. Berüchtigt bei allen Besitzern von Wasserfahrzeugen war eine Kettensperre, die sich in der Nähe der alten Tasdorfer Wassermühle noch bis 1945 am Mühlenfließ befand. Noch heute sind unterhalb der neuen Brücke Reste der Betonpfeiler für die Kettensperre zu sehen. Ruderboote, Personenschiffe und Lastkähne mußten hier, entsprechend einer Gebührenordnung der Besitzer des Gutes Tasdorf, Zoll entrichten. Erst mußte in den Klingelbeutel, der an einer langen Stange befestigt war, der Obulus entrichtet werden, ehe die Kette vom Zöllner im Wasser niedergelassen wurde. Eine gute Einnahmequelle der Gutsbesitzer, die auch an der Chaussee oberhalb der Sperre ein weiteres Zollhaus hatten.

7. Eine bedeutende Rolle spielten seit Bestehen der Gemeinde ab etwa 1235 die immer mehr werdenden Kirchen, von denen der Ort um 1970 sechs in seinen Mauern zählte. Mit den Knappschaftsfesten seit 1841, wo es immer auch einen gemeinsamen Kirchgang gab, traten die Kirchen auch kulturell immer mehr in den Mittelpunkt. Dieses alte und seltene Foto, etwa um 1920 vom damaligen Fotografenmeister Bernhard Ehrhard und seinem Kollektivaufgenommen, zeigt die Kirchenkapelle der katholischen Kirche im Ortsteil Schulzenhöhe. Anläßlich eines Kirchenfestes marschiert sie zum 'Innungshaus' in dem heute nicht mehr existierenden Teil der Schulstraße, wo die Feierlichkeiten stattfanden.

8. Das ehemalige Zentrum der Gemeinde Kalkberge, auch 'Alte Grund' oder 'Vorderbergen' genannt. Vorderbergen deswegen, weil der um 1660 gegründete Ort vor den rechts im Foto ersichtlichen Kalkbergen liegt. Im Vordergrund der kleine Kesselsee, der durch den Kalkgraben mit den umliegenden Seen verbunden ist. Dieser Minisee diente den Kalkbergwerken noch bis 1870 als Hafen und Verladeplatz der Kalksteine. Sie wurden rechts auf 'Ablagen' gelagert, nachdem sie durch einen Kanal, der mittels eines Tunnels durch den Berg führte, aus dem Reden- und Heinitzbruch kamen. Der Berg diente den Einwohnern auch als Weinberg und wurde auch so genannt. Heute ist der Ortsteil bis hinten kurz vor der Kirche abgerissen, womit auch das Zentrum der Gemeinde Rüdersdorf verschwand.

9. In der Bergstraße 4a - heute ist hier Festplatz, nachdem dieser OrtsteiI zugunsten des Kalkabbaus abgerissen wurde - befand sich ehemals diese beliebte Gaststätte. Um 1914/15 hatte hier Hermann Walter immer viele vergnügte und durstige Gäste zu betreuen. Um den Namen Restaurant 'Zur Hoffnung' ranken sich mancherlei Geschichten. Als 1912 die Schöneicher Straßenbahn aus Friedrichshagen kommend bis nach Kalkberge verlängert wurde, erhielt der Name besondere Bedeutung. Anfangs wurde als Zugmittel diese Lok benutzt, die sofort den treffenden Spitznamen 'Benzoline' erhielt. Oft schaffte sie diesen Berg nicht hinauf und die Reisenden mußten schieben helfen - und so hatten die Insassen hier immer die Hoffnung, daß es auch ohne schieben geht ...

10. Da schlugen die Herzen jener Kumpel hoch, die hier 1936 in diese neu erbaute Siedlung für Bergleute einziehen konnten. Obwohl noch WC und Waschküche auf dem Hof lagen, war es doch gegenüber den meist alten und kleinen Katen, wo oft in zwei Zimmern zehn Personen hausen mußten, ein großer Fortschritt. Aus einer Kiesgrube wurde diese Siedlung 'Bergmannsglück' . Sie besteht heute noch, doch sind aus den uniformierten Häusern unterdessen schmucke Eigenheime geworden. Im Hintergrund ist noch ein Teil der Anlagen der Kiesgrube zu erkennen. Von der originellen und auch aussagekräftigen Anschlagtafel ist heute allerdings nur noch der Unterbau zum Teil vorhanden.

Kalkberge i. M.

Hotel-Restaurant "Goldene Traube"

11. Zu den über sechzig Rüdersdorfer Hotels und Gaststätten gehörte auch das Hotel und Restaurant 'Goldene Traube'. Am Kesselsee gelegen, war es eine Endstation für viele Touristen, die per Bahn oder Wasserweg zur Besichtigung der Kalkbergwerke kamen. Besonders zu den 'Bruchstürzen' (wo eine ganze Kalksteinwand durch Sprengung niedergebracht wurde), die zuvor auch in der Berliner Presse angekündigt wurden, kamen tausende Schaulustige. Sie wurden in den über zwölf allein um den Kesselsee angesiedelten Gaststätten bestens verpflegt. Seit 1912 führte die Straßenbahn zuerst fast bis vor und später bis vor die Tür des Hauses, das zum Beispiel zur Zeit der Aufnahme von Wilhelm Seikat auch als Ausspannung diente. Unterdessen ist hier eine Abraumhalde entstanden.

Kalkberge i. M.

Bliek auf Schulzenhöhe und Kanal

12. Um 1920 war der Ortsteil Schulzenhöhe noch mit vielen Lücken versehen. Die Straße am Kanal (rechts vorn) und auch die damalige Kaiserstraße, rechts noch schwach zu erkennen, waren nur spärlich bebaut. Heute ist die gesamte Fläche rechts zwischen diesen Straßen bebaut. Statt der am Mühlenfließ rechts zu erblickenden Wiesen, befinden sich nun hier fast nur Kleingärten und Gartenhäuser. Aus der hölzernen Fußgängerbrücke, Kumpelsteg genannt, wurde eine moderne Brücke. Auch die linkerhand zu erkennende Insel ist heute nicht mehr vorhanden. Außerdem wurde der Kanal verbreitert, um den immer mehr zunehmenden Schiffsverkehr seit dem vorigen Jahrhundert zu dem Kalkbergwerk und Zementwerken bewältigen zu können.

13. Im Jahre 1909 bauten die Rüdersdorfer, Kalkberger, Tasdorfer und noch einige weitere Gemeinden gemeinsam ihr Kreiskrankenhaus, das heute als anderweitig genutztes Gebäude noch an der jetzigen Bundesstraße I liegt. Vor allem die im Bergbau Tätigen waren Nutznießer dieser damaligen modernsten Einrichtung. Die Nähe der Kalksteinbrüche wurde ihr aber zum Verhängnis. Immer spürbarer wurden die Auswirkungen der Sprengungen - nicht nur die Kronleuchter schwankten, sondern auch das Skalpell in der Hand der Ärzte zitterte. So schlug die Schicksalsstunde für das Haus. 1967 wurde entgegengesetzt im Ort in stiller Waldlage ein neues Krankenhaus errichtet.

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