Rüdersdorf in alten Ansichten Band 4

Rüdersdorf in alten Ansichten Band 4

Auteur
:   Werner Winzer
Gemeente
:   Rüdersdorf
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6417-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rüdersdorf in alten Ansichten Band 4'

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48 Der sagenumwobene Waschepfuhl im he utigen Alt Rüdersdorf Der Sage nach, soll hier im lahre 1432 die Kirchturmglocke von Altena versenkt worden sein, deren Lauten man sogar auch heute noch zu bestimmter Stunde nachts hören soll ... Eine sichere Herkunft des Namens war nicht zu ermitteln. Vermutlich haben die Bauern hier ihr Vieh auf der Viehdrift (wurde spärer die Straße zum Hortwinkel im Hintergrund) zur Tränke geführt. Durch den Rûckgang des Grund- und Schichtenwassers gibt es derzeit meist zwei kleine Pfuhle. Rechts vorn, hat unsere AG Ortschronik erstmals bei einer Ausgrabung vor fûnfzehn Iahren, ein Hausfundament gefunden. Das große Haus hinten ist das ehemalige Lokal 'Kurfûrstenhof' , zum Andenken an die Besuche des Kurfürsten in sei nem Rüdersdorfer Jagdschloß.

49 Fast eine Weltreise mußte diese Ansichtskarte machen, ehe sie, aufgegeben am 19. Ianuar 1902 in Kalkberge, schließlich am 6. Februar 1902 an den Adressaten 'Schiffszirnmermann Herrn Otto Hahse, an Bord des deutschen Vollschiffes Ostara, Kapitän Ziemann, zur Zeit SantaRosalia, Kalifomien Mexiko, Westküste Nordamerika' übergeben wurde. Die Karte war gleichzeitig eine weltweite Werbung für das Schützenfest im Iahre 1901 in Schulzenhöhe. Hier auf derVogelwiese am Ufer des Mühlenf1ieß an der Bergbrücke gelegen, herrschte ein lustiges Treiben. Waren doch die Schützen mit ihrem neuen Schützenkönig (rechts vom an der Schaukel) selbst anwesend. Das bedeutete damals, daß der neue König für die Jüngsten so manche Karusselfreifahrt auszugeben hatte.

50 In den dreißiger jahren war es längst aus mit den Schützenfesten an dieser Stelle, denn der Platz (Foto obenlinks ) war schon seit etwa 1920 verwahrlost und uneben geworden.

Um 1936 wurde er völlig verändert und seither stehen hier Bäume und Büsche auf den Grünanlagen. Auch Gärtnereimeister Kriesam war, neben vielen anderen freiwilligen Helfern - er wohnte im Haus rechts (Foto linke Seite) - immer ciabei wenn es etwas zu begrünen gab. Nach 1945 in der DDR wurde die Anlage auf Initiative des damaligen Schuldirektors Reeknagel und Bürgermeisters Höfling erneut umgestaltet, mit dem Torell-Stein versehen und als "Torell-Platz' eingeweiht. 1995/96 ist nun der Platz weiter moderuisiert und verschönert worden, und eine schmucke Visitenkarte an der nordwestlichen Ortseinfaiirt geworden.

Woltersdorfer Schleuse

von Wilhelm Müller, Rüdersdorf um 1910

Lustidyll in märkscher Heide.

Des Berliners Augenweide.

Ziel auf seiner Sonntagsspur

in der Sehnsucht nach Natur. Traumort dess', der stadtentronnen Fenster noch nicht eingesponnen,

von Berlin der Riesenspinne,

mit dem grauen pfadgerinne -,

das Licht hinterm GroBstadtrand

lugt ins sonnenfreie Land.

Wald'ger Kranichsberger Schwelle, Brücke blouem Flutgewelle.

Garten, schmuck am Flukensee,

tmut im Griin undWinterschnee

Port der Dampfer, Kähne, Boote, Strand, verschent vom Flor der Schlote, Gastgrund lockend: 'Kommt herein!' Fischgefild und Früchtenhain. StilJerWandrer - pflichtenfrei Wochentagseinsiedelei.

Lauschig Nest, das hoch wir schätzen unter unsern Heimatplätzen.

Kinder auf Der Tag ist schön!

Laßt uns nach der Schleuse geh 'n.

Du, Mont Betonia bei Nacht

von WWinzer, krciert zum Rosenfest 1983 (3. Strophe 1995)

Als vor SiebenhundertJahr' noch dort oben stand Altena und hier unten im Tal,

flaB das MühlenfJieB wie dunnema1s. Auch am Kalksee, mein Wort,

eine Mühle die klapperte dort,

doch die Mönche sind längst alle fort, dennoch singt man nun froh hier im Ort:

Du, Mant Betonia bei Nacht,

bist wie Monte Carlo fast ne Pracht. .. Dort auf den Altenoer Höh'n

kann man nachts tausend Lichter leuchten sehn. Jeder hat ein Bad und auch ein CIa,

dazu brauchst du nicht mehr auf den Hof. Ja, auch Holz und Kohlen brauchst du nicht, denn es heizt ja Wlter Staat für dich:

Rüdersdorf mit deinen Seen,

Wiessen, Wäldern, wie bist du doch schön. Du liegst romantisch im 11:11,

nur der Staub ist für uns noch ne Qual. Doch damit man Häuser erbaut,

Neh'm wir den Staub mit ner'Trêne in Kauf. Hoffen weiter auf soubere Seen,

klere Luft, dann wirs nochmal so schön. Du, Mant Betonia. ..

Rüdersdorf, du hast mein Wort, Niernals wieder geh ich von hier fort. Rosen und Blumen erbliihn,

alle Bdume sind nun wieder grün. Bergmannsfest in jedem Jahr,

auch die Knappen sind dan wieder da. Kein andrer Ort dieserWelt

loekt mich fort, weil mirs nur hier gefällt' Du.Mont Betonia ...

S I Gäbe es die Woltersdorfer Schleuse nicht, wäre der Transport der Rüdersdorfer Baustoffe auf dem Wasserwege kaum möglich. So wurde in der Mitte des 16. Jahrhunderts zwischen dem Woltersdorfer Mühlenteich und dem Kalksee eine erste Schleuse gebaut, der um 1700 eine zweite Schleuse, diesmal schon am Mühlenteich, folgte. Schließlich wurde Ende 1882 die dritte Schleuse parallel zur Vorherigen in Betrieb genommen. Noch heute befindet sie sich hier, immer noch mit einer nun standfesteren Zugbrücke. Besonders im Sommer ein beliebter Treffpunkt aller Woltersdorfer und auch Rüdersdorfer Besucher, da man auf der Fußgängerbrücke stehen bleiben, und dem interessanten Treiben zusehen kann.

Man filmt am Königssee der Mark

Spricht man vom Heinitzsee, dann kommt man unweigerlich auch auf die Geschichte des Films zu sprechen, die auch hier in Rüdersdorf und Woltersdorf geschrieben wurde. Vom Stummfilm bis zum Tonfilm wurden die besonders in Rüdersdorf vcrhandenen Naturkulissen am Heinitzsee gern genutzt.

Und immer waren auch Statisten aus Rüdersdorf dabei, wie beispiels weise Frau Rösler sowie Herr Hegert, die mir oft begeistert von ihrer Filmarbeit erzählten. Die leider unterdessen verstorbene Frau Ruth Schmidt, hat mir kurz vor ihrem Hinscheiden die Abschrift eines Artikels aus einer alten Zeitung übergeben, der die Filmarbeit in den zwanziger jahren bei uns anschaulich schildert. Der Autor Wolfgang Pichin schreibt unter anderern: 'Kein Wunder, daß außer der technischen Industrie sich auch die Film-Industrie in diesem reizvollen Teil der Mark ein Betätigungsfeld suchte. Eitel Freude herrschte dann bei Alt und Iung, wenn sich wie ein Lauffeuer in der kleinen Bergstadt die Kunde verbreitete: De Kintöpper sind da! Die wildromantisch anmutenden Kalkstemfelsen waren mehr als einmalOrt der Handlung, mal eine Gold-Mine in Südafrika, mal auch ein afrikanisches GroßwildJagdgebiet. Tagelang hörte man das Brüllen echter Eisbären mitten im Juli, die für die Polarszene benötigt und herangeschafft wurden. Als man die Eisbären einmal in die Fluten des durch riesige Eisennetze abgesperrten Bergsees tauchen ließ und der Hauptdarsteller auf einer künstlichen Eisscholle treibend, von einem Eisbär plötzlich angegriffen wurde, wehrte er sich mit einem Dolch. Schließlich sprang er notgedrungen ins Wasser, mitten in die anderen schwimmenden Bären hinein ~ die ebenso erschrocken auseinanderstieben.'

Neger, Chinesen, [apaner und Indier wirkten hier oft mit. Einmal hockte eine stattliche Zahl von Congo-Negern beisanimen und sah der Jagd auf einen Wüstenkönig zu. Als der Löwe schließlich erseliossen wurde - das gab es damals noch - warteten die Neger abends beim Essen auf das gebratene Löwenherz ...

Harry Piel, Hauptdarsteller und Regisseur zugleich, hatte hier sein Arbeitsfeld. Joe May und Mia Mey, Miehal Bolmen, Harry Liedtke, Fritz Kampers, Gustav Fröhlich, Paul Heidemann, Hermann Picha, Bruno Kastner und, und, und; sie alle waren hier zu Gast.

In dem 800 Meter langen und 120 Fuß tiefen prächtigen, smaragdgrün schimmernden See war immer Betrieb. Einer der ersten Tonfilme 'Karneradschaft' wurde hier gedreht. Neben Fritz Kampers waren viele Kalkberger Einwohner dabei und nicht zuletzt die bereits durch den Rundfunk bekannte Rüdersdorfer Bergkapelle, die in ihrer Paradeuniform musizierte.

Zu Tonfilmen gehört vor allem Ruhe, wie wir wissen. So geschah es, als dieTobis KlangfilmA.G. alles für eine Nachtaufuahme bereit harte, was alle in Aufregung versetzte. Charlotte Susa im Film 'Unter falscher Flagge' mußte mit demAuto oberhalb der Bergwand bis kurz vor dem 70 m tiefen steil en Abhang fahren. Hier wurde halt gemacht und die Schauspielerin durch eine Puppe ersetzt. Dann wurde

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