Rüdesheim am Rhein in alten Ansichten

Rüdesheim am Rhein in alten Ansichten

Auteur
:   Anton Schmitt
Gemeente
:   Rüdesheim am Rhein
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1729-6
Pagina's
:   88
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rüdesheim am Rhein in alten Ansichten'

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25. Bliek vom Hof des Brömserhofes. Dieser Stammsitz der Ritter Brömser ist noch fast gänzlich erhalten. Der schöne Ziehbrunnen ist aber dem Zahn der Zeit zum Opfer gefallen. Von zwei Pilastern flankiert, zeigte er im Giebelaufsatz das Allianzwappen des Ritters Johann Brömser mit Gemahlin Margarethe von Kronberg. Obwohl mit größter Vorsicht versucht wurde dem Brunnen einen anderen Standort zu geben, war der Verfall derart vorangeschritten, daß eine Restauration sich nicht mehr ermöglichen ließ. Auch der im Bild sichtbare Treppenturm des Mang'schen Hauses existiert nicht mehr.

RÛDESHEIM a. Rh.

Giebel vom Brömserhaus

26. Das Mang'sche Haus, Oberstraße 33. Im Jahre 1609 wurde dieser bemerkenswerte Bau von Johann Richard Brömser errichtet. Er kam später in bürgerlichen Besitz und ist nunmehr eine Gaststätte. Der romantische Vorhof mit dem Kellereingang, der die obengenannte Jahreszahl trug, wie auch der Treppenaufgang mit dem schönen Geländer sind seit langern verschwunden. Nur das reiche Fachwerkhaus mit dem ausdrucksvollen Renaissancegiebel erinnert noch an die Zeit der Ritter Brömser.

27. Der herrschaftliche Salhof, Markt Nummer 14. Dieses Gebäude wurde im Jahre 1494 errichtet und ersetzte eine vorherige romanische Zol!stätte. Mit seinem steilen Dach, den Orttürmchen mit Schlüsselscharten und Zinnen, war dieses Gebäude, das bemerkenswerte Ähnlichkeit mit einem Haus in der Eibinger Oberstraße hat, eine Zierde des Rüdesheimer Marktplatzes. Später ging das Anwesen in bürgerlichen Besitz über und wurde 'das große Haus' genannt. Nichts erinnert heute an dieses historische Gebäude. An seiner Stelle steht ein moderner Flachbau.

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28. Der Adlerturm. Der aus dem 15. Jahrhundert stammende Turm war der Südostpfeiler der Stadtbefestigung, welche den Ort rings umgab. Ursprünglich trug er, wie auf alten Stichen ersichtlich, einen Turmhelm. Im Jahre 1817 sollte er auf Abbruch versteigert werden; eine heutzutage unverständliche Maßnahme. Der Turm wurde von einem Privatmann ersteigert, dem dessen Schönheit gefiel; der Turm blieb dadurch erhalten. Seinen Namen verdankt er dem angrenzenden ehemaligen Gasthof 'Zum Adler'. Das auf unserem Bild zu sehende Efeu mit dem Sträuchern und auch die Konditorei, welche zum Verweilen einlud, sind verschwunden.

29. Das Haus Scholl, Rheinstraße 34. Das rechts zu sehende Anwesen ist das Stammhaus der noch bestehenden Weinfirma Scholl & Hillebrand und gehört heute der Nassauischen Sparkasse. Früher war dieses Gebäude der Gasthof 'Zum Adler', in dem Johann Wolfgang von Goethe bei seinem Besuch im Jahre 1814 wohnte. Die Litfaßsäule im Vordergrund, sowie die Häuser auf der linken Straßenseite mit dem kleinen Giebelhaus des Cafés Rösche1, gehören längst der Vergangenheit an.

30. Die Sektkellerei Schultz-Grünlack. Diese Schaumweinfabrik wurde 1873 in Geisenheim gegründet, siedelte aber schon im Jahre darauf nach Rüdesheim über. Zunächst besaß die Firma nur das rechts im Bild sichtbare Gebäude. Später dehnte sich der Betrieb aus und so wurde auch das links erkennbare Anwesen übernommen. Dieses mit Türmen und Zinnen verzierte Bauwerk war zuvor Eigentum der Weinhandlung Louis Schleif. Im Jahre 1935 verlegte die Firma Schu1tz-Grünlack ihren Betrieb nach Hochheim am Main, und die Weinbrennerei Asbach & Co. besitzt heute dieses Anwesen.

Kaiserliches Postamt

31. Das Postamt. Dieses seit wenigen Jahren nicht mehr bestehende Gebäude wurde 1886 von der Weinhandlung Dilthey , Sahl & Co. errichtet und im Jahre 1906 zum Kaiserlichen Postamt umgebaut. Somit erhielt dieses staatliche Institut endlich eine Bleibe. Denn zuvor war die Post in mehreren angemieteten Häusern vorübergehend untergebracht. Dieses mit viel rotem Sandstein erstellte Bauwerk erfüllte seinen Zweck bis 1974. Zum großen Leidwesen vieler Rüdesheimer wurde es abgetragen, nachdem vorher ein Neubau in unrnittelbarer Nähe errichtet worden war.

Ie es k'ra I e

32. Das Krankenhaus St. Josef. Vorläufer dieses Krankenhaus war das ehemalige Schwesternhaus am Markt, welches nach einer Gebäudeaufstockung Kranke zur Pflege aufnahm. Dieses hier abgebildete Haus wurde von der katholischen Pf'arrei errichtet und 1902 eingeweiht. Die ganze Pfarrgemeinde beteiligte sich durch große Spendenfreudigk eit an diesern gemeinnützigen Werk. Bis zum Jahre 1932 genügte das Haus allen Ansprüchen. Heute ist das ursprüngliche Krankenhaus mit seinen vielen Um- und Anbauten - die besonders nach 1945 entstanden - nicht mehr zu erkennen.

33. Das alte Gasthaus 'Zum Engel'. Bereits im Jahre 1725 war dieses Haus ein bekanntes Lokal und gehörte 1838 zu den besuchtesten Rüdesheimer Gasthöfen unter seinem Besitzer Heinrich Linn. "Zurn Engel' war zur damaligen Zeit ein häufig vorkommender Name für Gasthäuser. Man nahm dabei Bezug auf den Erzengel Raphael, der den jungen Tobias auf seiner Reise begleitete. Mit der Benennung wollte man sich wohl ebenfalls unter die Obhut dieses himmlischen Beschützers stellen. Das Haus brannte 1883 ab und wurde nicht wieder als Gaststätte erbaut.

34. Das Gasthaus 'Zur Traube'. Bereits im Jahre 1870 wird ein Friedrich Arens in der Gebäudesteuerrolle der Stadt als Wirt dieses Hauses erwähnt. Mit dem Gasthaus 'Zum Engel' (Abbildung 33) und den vielen Lokalen, besonders in der Rheinstraße, liefert auch diese Gaststätte einen Beweis dafür, daß Rüdesheim schon vor der Errichtung des Niederwalddenkmals ein gern besuchtes Reiseziel war. Leider hat auch dieses Gebäude einem modernen Bau weichen müssen.

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