Rüdesheim am Rhein in alten Ansichten

Rüdesheim am Rhein in alten Ansichten

Auteur
:   Anton Schmitt
Gemeente
:   Rüdesheim am Rhein
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1729-6
Pagina's
:   88
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rüdesheim am Rhein in alten Ansichten'

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45. Das Haus Schifferstraße 4, Ecke Hahnenstraße. Die heutige Schifferstraße war die erste Gasse, welche außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauer bebaut wurde. Obiges Anwesen war vielleicht das erste Haus, das dort errichtet wurde. Auf unserer Aufnahme macht es keinen sonderlich guten Eindruck. Da das Gebäude in der Hahnenstraße in die Bauflucht hineinragte und keinen Bürgersteig zuließ, wurde es abgetragen.

46. Die Rüdesheimer Küferzunft. Diese Zunft wurde im Jahre 1845 gegründet. Unser Bild entstand sehr wahrscheinlich bei der Sû-Jahr-Feier. Dieses Gewerbe gab früher vielen Rüdesheimern eine lohnende Beschäftigung. Denn nicht allein die Weinbehandlung, sondern auch die Herstellung der Weinfässer gehörte zur Arbeit des Küfers. Heute ist der Beruf des Holzküfers fast ausgestorben. Nur ein einziger Meister übt hier noch dieses Gewerbe aus, denn die moderne Fabrikationstechnik stellt billige und leichte Weintanks her. Der letzte Holzküfer wohnt bezeichnenderweise in der Küferstraße.

47. Die Rüdesheimer Schifferzunft. Im Mittelalter war die Schiffahrt einer der Haupterwerbszweige unserer Stadt. Wer eine Rheinreise machen wollte, wandte sich an einen Rüdesheim er Schiffer, die als sehr tüchtig galten. Diese Leute waren mit den Klippen und Untiefen des Rheins vertraut. Die Schifferfamilie Jung wahrte jahrhundertelang das Geheimnis des Steuerns der Flöße, welche vom Oberrhein, Neekar und Main kamen und hier einen Steuermann übernahmen. Unser Bild entstand bei der 60-Jahr-Feier dieser Zunft.

48. Die Kinderschule. Bereits 1850 war in Rüdesheim eine Art Kindergarten eingerichtet, der später in den Brömserhof verlegt wurde, nachdem letzterer von der Stadt angekauft worden war. In der ersten Zeit betreute eine weltliche Pflegerin die Kinder; sie erhielten eine Mahlzeit, wozu außer der Stadt auch Wohltäter ihr Scherflein beitrugen. Danach übernahrn eine Kindergartenschwester der Dernbacher Kongregation die Betreuung, wie unsere Aufnahme zeigt. Unterstützt wurde diese Schwester von einer Kindergärtnerin. Da der Brömserhof etwas abseits lag, eröffnete man im zentral gelegenen Schwesternhaus auf dem Markt einen neuen Kindergarten, der heute nicht mehr besteht.

49. Bürgermeister Julius Alberti (1850-1922). Im Jahre 1850 als Sohn eines Oberförsters geboren, studierte er Jura und kam 1883 nach seiner Referendarzeit in Wiesbaden und Frankfurt als erster hauptamtlicher Bürgermeister nach Rüdesheim. Das Hochwasser und der Großbrand in der Rheinstraße steilten ihn sogleich vor große organisatorische Aufgaben, die er beide gut löste. Aus seiner langen Tätigkeit bis 1919 sind vor allem die Verlegung der Kanalisation, der Bau des Wasser-, Gas- und Elektrizitätswerkes und die Erhöhung der Rheinstraße zu erwähnen. Während der Amtszeit von A1berti wurden auch die anderen Straßen ausgebaut und die Volksschule errichtet.

50. Hugo Asbach. Im Jahre 1892 gründete Hugo Asbach (1868-1935) in Rüdesheirn die Weinbrennerei Asbach & Co., die sich vom DreiMann-Betrieb zu einem angesehenen Familienunternehmen entwickelte, das internationales Ansehen genießt. Das von Hugo Asbach geprägte und bereits in seiner Preisliste von 1892 benutzte Wort 'Weinbrand' wurde später zum Gattungsbegriff für alle deutschen Weinbrände eingeführt. Der geborene Kö1ner hatte in Rüdesheim am Rhein den rechten Standort für sein Unternehmen gefunden und verband die Werbung für seine Marke mit der Herkunftsbezeichnung 'Rüdesheim am Rhein, die Vaterstadt des Asbach Uralt'. Der Name Hugo Asbach ist auch eng mit der Geschichte der Rüdesheimer Vereine verbunden, die er als echter Mäzen förderte und unterstützte. Bis zu seinern Lebensabend bekleidete er hohe Ehrenämter in verschiedenen Fachverbänden.

51. Der alte Schrauter. Dieser, den älteren Rüdesheimern wohl noch bekannte Bürger wurde über hundert Jahre alt. Das war auch damals ein höchst seltenes Ereignis, zumal der alte Herr an seinem hohen Geburtstag im Jahre 1914 noch verhältnismäßig rüstig war, wie unsere Aufnahme beweist. Er war Landwirt und Winzer, hatte also eine zwar anstrengende aber auch gesunde Tätigkeit. Den Namen Schrauter gibt es noch heute in Rüdesheim. Er leitet sich aus dem früheren Beruf der Schröter ab, denen die schwere Arbeit des 'Schrotens' oblag, das heißt das Heranschaffen der vollen Fässer aus den Kellern beim Weinverkauf.

52. Weinlese im Rüdesheimer Berg. Was ist über die Weinlese nicht schon geschrieben und in Bildern festgehalten worden. Auch gestellte Fotos gibt es genug davon. Hier aber haben wir ein echtes Bild von einer Weinlese und noch dazu in einem alten Weinberg mit der sogenannten 'Pfahlerziehung'. Die Mühe der Winzerinnen und Winzer ist bei unfreundlichem Herbstwetter heute noch fast dieselbe. Denn die Technik hat bisher noch nicht viel Praktisches herausgebracht, was die Traubenernte erleichtern könnte. Doch die schöne Aussicht auf den Rhein und die weitere Umgebung wissen die Rüdesheimer zu schätzen.

53. Beim Keltern. Für diese Arbeit des Winzers hat die Technik gute und arbeitssparende Weinpressen entwickelt, welche die Holzkeltern ersetzten. Die alte Kelter mit dem 'Tummelbaum' - wie wir sie hier noch in Betrieb sehen - ist heute nicht mehr vorhanden. Solche Keltern haben Seltenheitswert und werden gerne zu Repräsentationszwecken benutzt. Eine sehenswerte und instruktive Sammlung alter Holzkeltern besitzt das Rüdesheimer Weinmuseum in der Brömserburg.

54. Der Herbstschluß. Wenn die Traubenernte beendet und der Most im Keller zu Wein vergärt, ist es an der Zeit, den Herbstschluß zu feiern. Alle Mühen der Weinlese sollen damit vergessen werden. Dabei geht es fröhlich, jedoch nicht ausgelassen zu. Auch ein 'Herbstschlußbild' gehört dazu. Es gab früher Weingüter, deren Winzer vor der eigentlichen Feier ein Dankgebet für die Traubenernte verrichteten. In diesem Rahmen wäre auch die St.-Urbansspende zu erwähnen, die nach 1945 angeregt wurde und Insassen von Kranken- wie auch Armenhäusern mehrere Flaschen Wein vermittelt.

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