Rüdesheim am Rhein in alten Ansichten

Rüdesheim am Rhein in alten Ansichten

Auteur
:   Anton Schmitt
Gemeente
:   Rüdesheim am Rhein
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1729-6
Pagina's
:   88
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rüdesheim am Rhein in alten Ansichten'

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55. Stellkarren mit einem Fahrochsen. Der Stellkarren, heute ein nicht mehr gebräuchliches Fahrzeug, diente insbesondere dazu, das Grünfutter für die Milchkühe nach Hause zu holen. Während die Pferde vor allem zum Bearbeiten der Äcker benötigt wurden, spannte man vor den Stellkarren einen Ochsen. Dieser hatte einen gemächlicheren Gang als ein Pferd, aber es war ja damals nicht alles so hektisch wie heute. Dieses Bild vermittelt uns die Szene, wie der Fuhrmann mit den Kindern seines Arbeitgebers eine kleine Spazierfahrt macht.

56. Das Hochwasser von 1882/1883. Bereits Ende des Jahres 1882 begarm der Rhein zu steigen und in die am Ufer gelegenen Häuser einzudringen. Den Bewohnern blieb nichts anderes übrig als die Keller zu räumen und die Möbel in die oberen Stockwerke zu bringen. Dort wohnte man notdürftig, bis der Rhein sich wieder beruhigt in sein Bett zurückzog. Zur Verbindung mit der Außenwelt dienten Kähne, und die Fotografen nutzten gerne die Gelegenheit, um solche Bilder aufzunehmen.

57. Das Hochwasser vom Jahre 1920. Bei diesem Hochwasser war das Niveau der Rheinstraße bereits so erhöht, daß sie von den Fluten des Stromes nicht mehr erreicht wurde. Daher baute man von der Rheinstraße aus Holzstege zu den oberen Stockwerken der überschwemrnten Häuser. Dadurch waren deren Bewohner nicht mehr auf die Kähne angewiesen wie in unserem vorherigen Bild, wenn sie ihre Wohnungen verlassen wollten. Unser Bild entstand im Jakobstal. Diese Bezeichnung entstand dadurch, daß in diesem 'Tal' alle Hausbesitzer den Vornamen Jakob hatten.

58. Das Hoenwasser vom Jahre 1926. Nur sechs Jahre danach trat der Rhein erneut über seine Ufer und überschwemmte die Keller der am Rhein gelegenen Häuser. Unsere Aufnahme entstand am Markttor. wo man einen Steg von der Rheinstraße zum höher liegenden Marktplatz bauen mußte, da dessen unterster Teil ebenfalls unter Wasser stand. Ebenso errichtete man einen Steg zur ersten Etage der Buchhandlung Keil. Etwas Gutes hatte dieses Hochwasser dennoch. Aus kluger Vorsorge installierte man Hochwasserpumpen im Jakobstal, am Markttor und an der unteren Schmidtstraße, also an den am meisten gefährdeten Stellen. Diese Pumpen haben sich seither gut bewährt.

59. Die Großbrände von 1883. In diesem Jahre wurde Rüdesheim von zwei großen Feuersbrünsten heimgesucht. Am 17. Februar brach ein Brand im Saal des Gasthauses 'Germania' in der Rheinstraße aus, der ostwärts bis zur Amselstraße vordrang und im Norden auch die Drosselgasse nicht verschonte. Der zweite Brand hatte seinen Ursprung in der Christophelstraße und breitete sich bis zum Hotel Rheinstein hin aus, das auf der linken Bildseite erkennbar ist. Doch rasch entstanden die Neubauten, so daß im September die Schäden zum großen Teil behoben waren.

60. Der zugefrorene Rhein im Winter 1929. Was man damals nicht mehr für möglich hielt, wurde dennoch Wirklichkeit. Das Rheineis staute sich nämlich am 10. Februar an der Lorelei, und zwei Tage später erreichte die Eisdecke Rüdesheim. Als sich das Rheineis gefahrlos betreten ließ, entwickelte sich ein ungewohntes Bild , wie wir es hier wiedergeben.

61. Beim Glühwein auf dern zugefrorenen Rhein. Dieses besondere Ereignis des zu Eis erstarrten Rheins loekte Tausende Besucher an. Man wollte einmal auf dem Rhein spazierengehen und besuchte dabei die linke Uferseite oder den Mäuseturm am Binger Loch. Dabei bekamen die Leute auch die grimmige Kälte zu spüren. Ein findiger Rüdesheimer Winzer nutzte die Witterung und schenkte gegen Entgeld Glühwein aus. Daß dieser Einfall bei den Leuten gut ankam, kann die Aufnahme von 1929 belegen.

62. Küfer fertigen 1929 ein Faß auf dem Rhein an. Als früher der Rhein öfter zufror, soll es üblich gewesen sein, daß Handwerker einen Gegenstand auf dem Rheineis angefertigt haben. So wird von einem Schneider erzählt, der dort eine Hose zusammennähte. Die Holzküfer ließen es sich nicht nehmen und schufen auf dem Rhein ein Weinfaß. Dieses erhielt später einen geschnitzten Boden, der auf dieses winterliche Ereignis hinwies.

63. Der Triumpfbogen der Küferzunft bei der Einweihung des Denkmals am 28. September 1883. Der Küferzunft war daran gelegen, bei dieser Feier einen originell gestalteten Triumpfbogen zu Ehren des Kaisers in der Rheinstraße zu erstellen. Dieser hatte die Form eines Fasses und erreichte mit Aufbau die Höhe von nahezu zwölf Metern. Die Idee zu diesem hölzernen Bauwerk stammte von dem Architekten Franz Schädel aus Frankfurt, der zuvor in Geisenheim ansässig war.

64. Ein Festwagen beim Rüdesheimer Weinfest. Um den schleppenden Weinabsatz um 1930 zu fördern, entschloß man sich, ein erstes Weinfest zu arrangieren, dessen Höhepunkt ein großer Festzug war. Ganz Rüdesheim stellte sich in den Dienst dieser Veranstaltung, und besonders die Vereine hatten prachtige Festwagen geschaffen wie hier der Männergesangverein 1875. Zur Dekoration nahm man sich den Adlerturm zum Vorbild , der möglichst naturgetreu nachgebaut wurde. Die Damen zeigten sich beim Festzug in altertümlichen Trachten, welche gut zu der historischen Darstellung paßten.

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