Rüdesheim am Rhein in alten Ansichten

Rüdesheim am Rhein in alten Ansichten

Auteur
:   Anton Schmitt
Gemeente
:   Rüdesheim am Rhein
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1729-6
Pagina's
:   88
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rüdesheim am Rhein in alten Ansichten'

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65. Die 'Straußwirtschaft' beim ersten Weinfest. Der Männergesangverein 'Harmonie' wirkte ebenfalls beim Weinfestzug mit und überraschte die zahlreichen Zuschauer mit einer fahrenden Straußwirtschaft, die man auf einem Lastwagen aufgebaut hatte. Nach dem Motto 'Wein, Weib, Gesang', welches im Wirtshausschild zu lesen war, fehlte es weder an Getränk noch an Damen, und der Gesang wurde von einem Schifferklavier begleitet.

66. Alte Rüdesheimer bei der Weinprobe. Dieses Foto will wohl beweisen, daß der Wein jung erhält. Im Keller sehen wir links zuerst den letzten Schrötermeister August Schlotter. Als Wirt, der seine Gäste bedient, fungierte hier der alte Schrniederneister Thomas Nicolai. Aber die Winzer dürfen dabei nicht fehlen. Der erste in dieser Runde ist Herr Fritz Schaub. Der vierte im Runde ist Herr Johannes Blattersbach. Dieser Winzer versah während der Traubenreife seinen Dienst als Schütz. Diese Zeit nennt man hier 'das Verbot'.

67. Der Verschönerungsplatz. Wenn man 1878 die Faßeiche vom Markt nach d ern 'Verschönerungsplatz' verlegte, wie in der Zeitung berichtet wurde, so muß diese Gartenanlage damals schon bestanden haben. Im Jahre 1880 wollte man die Anlage neu gestalten und besprach dieses Vorhaben mit dern Direktor der Geisenheimer Pomologie. Nach der Umgestaltung entstand unsere Aufnahme mit dem Springbrunnen hinter dem Eichlokal. Mit dem Fachwerkbau der Faßeiche harmonierte diese Anlage recht gut.

68. Rüdesheim mit einem Teil des Leinpfades. Auf diesem Bild sehen wir neben der Brömserburg schon das 1886 erbaute, später von der Post benutzte Gebäude. Die Villa Sturrn , nunmehr Nebenstelle des Rheingau-Taunus-Kreises, ist auf dem Foto noch nicht zu sehen. Letztgenannter Bau wurde 1891 neben dem Posthaus errichtet. Demnach ist unsere Aufnahme um das Jahr 1890 entstanden. Damals zeigte die Rheinstraße bereits ihr heute gewohntes Bild. Aber am Leinpfad fehlt noch die Anlegebrücke der holländischen Schiffahrtsgesellschaft samt Agenturgebäude. Der Leinpfad hat seinen Namen von den Seilen oder Leinen, mit denen die auf dem Uferpfad gehenden Pferde die Schiffe stremaufwärts zogen.

'R,üdesheim

69. Das Rheinufer mit der 'Neeh'. Dieser schöne Anblick vom Rhein her ist heute noch annähernd derselbe wie damals. Dennoch hat sich manches geändert. Verschwunden ist der Wasserturm der Eisenbahn im Hintergrund, welcher vor deren Elektrifizierung die Dampflokomotiven mit Wasser versorgte. Auch die vorne links sichtbare Fähre, die 'Neeh' genannt, ist längst nicht mehr in Betrieb. Dieses Fahrzeug versah jahrhundertelang seinen Dienst bei der Güterbeförderung von Ufer zu Ufer, bis J 915 durch die Hindenburgbrücke diese Fähre entbehrlich wurde.

70. Der Sandkran. Sand, zum Bauen unentbehrlich, wird durch Nachen ans Ufer gebracht. Das Ausladen geschah stets mittels Schubkarren über schwankende Bohlen. Diese mühselige Arbeit übernahm später ein Kran, den die 'Sandfischer' hinter dem Adlerturm aufgestellt hatten und der jahrzehntelang zum vertrauten Anblick von Rüdesheim gehörte. Der eine oder andere wird sich noch an den Sandkran erinnern.

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71. Der Wahrschauposten an der Krausaue. Solange der 'große Lochstein' die Schiffahrt im Binger Loch behinderte, wurde die beschwerliche Bergfahrt durch das alte Fahrwasser geleitet und die Talfahrt durch die 1868 fertiggestellte neue Fahrrinne geführt. Zu dieser Regelung wurde auf dem Mäuseturm und auch von dem oben zu sehenden Posten aus den Schiffen 'freie Fahrt' signalisiert, beziehungsweise, im Falle einer Havarie, die Sperrung. Im Jahre 1906 wurde dieser kleine Bau errichtet; zuvor war der Wahrschauposten in einer einfachen Holzbude stationiert. Die Verbreiterung des Fahrwassers im Binger Loch machte die besagte Regelung überflüssig und man ließ den Bau 1975 abreißen.

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72. Das Fahrgastschiff 'Niederwald'. Die Köln-Düsseldorfer Dampfschiffahrtsgesellschaft feierte 1975 ihr 150jähriges Bestehen. Dieses weltweit bekannte Unternehmen benennt ihre Dampfer seit eh und je mit werbetechnisch einprägsamen Namen. Das Fahrgastschiff 'Niederwald ' - heute besitzt diese Gesellschaft auch ein auf den Namen 'Rüdesheim' getauftes Schiff - fährt in der Höhe der Rüdesheimer Anlagen. Diese vor etwa hundert Jahren geschaffene reizvolle Uferpromenade mit ihren schattenspendenden Bäumen und Bliek auf die in geringer Entfernung liegenden Auen wird in jüngster Zeit zu einem Freizeitgelä nde erweitert.

73. Aalschokker im Binger Loch. Diese schmucken Fischerboote gehörten früher im Binger Loch zum gewohnten Anblick. Die Aale ziehen den Rhein hinunter zu ihren Laichplätzen. Seitdem jedoch durch Radar die Schiffe die Möglichkeit haben auch nachts zu fahren, können die Aalfischer ihre Netze nicht mehr in der gewohnten Weise zum Fang auslegen. Hinzu kommt die Verschmutzung und auch aus diesem Grunde ist am Rheinknie der Aalfang nicht einträglich. Im Jahre 1972 wurden die letzten Aale im Binger Loch gefangen. Die wesentliche Verbreiterung des Binger Loches brachte die entscheidende Wende; nunmehr ziehen die Aale an noch nicht ganz bekarmten Stellen zu ihren Laichplätzen.

74. Die Hindenburgbrücke. In den Jahren 1912-1915 errichtet, bot sie eine gute und schnelle Verbindung zwischen den beiden Ufern des Rheins. Im Jahre 1915 wurde sie für den Verkehr freigegeben, aber erst 1918 erhielt die Brücke von Kaiser Wilhelm Il. ihren Namen. Der westliche Teil der Ingelheimer Aue und der Ostzipfel der Rüdesheimer Aue dienten als natürlicher Pfeileruntergrund. Mit 1 175 Metern war sie eine der längsten Rheinbrücken. Das Schicksal der nach strategischen Gesichtspunkten erbauten Brücke war im März 1945 besiegelt, als sie von deutschen Truppen gesprengt wurde. Eine sinnlose Tat, denn die Amerikaner hatten zu dieser Zeit bereits den Rhein überschritten.

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